Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue biologische Therapieverfahren bei Herzmuskelversagen

10.02.2008


Erster Internationaler Kongress der "Cardiac Bioassist Association" vom 24. - 26. Mai 2001 in Lübeck-Travemünde


Neue biologische Therapien könnten in zahlreichen Fällen des Herzmuskelversagens helfen, die medikamentös nicht mehr behandelbar sind. Solche Therapien sind zentrales Thema des hochkarätig besetzten Kongresses, der vom 24. - 26. Mai 2001 in Lübeck-Travemünde (Hotel Maritim) stattfindet. Der internationale "1st Congress of the Cardiac Bioassist Association" wird von Priv.-Doz. Dr. med. Norbert W. Guldner, Klinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Lübeck, organisiert. Schirmherrin ist die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Ute Erdsiek-Rave.
An dem Lübecker Kongress nehmen insgesamt 70 weltweit führende Wissenschaftler und Herzchirurgen, u.a. aus Argentinien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Süd-Korea, Litauen, Österreich, Russland, Taiwan und den USA, teil. Gastgeber Dr. Guldner ist Gründungspräsident der "Cardiac Bioassist Association", die sich im Juni vergangenen Jahres beim 6. internationalen Treffen über Muskuläre Herzunterstützung in Padua/Italien gebildet hat.
In der "Cardiac Bioassist Association" haben sich Forscher und Kliniker zusammengeschlossen, um neue biologische Therapien für das medikamentös nicht mehr behandelbare Herzmuskelversagen zu entwickeln und anzuwenden. Die Forschungsschwerpunkte beinhalten experimentelle wie klinische Therapieansätze. Experimentell sind die Gen- und Zelltherapie sowie muskuläre Blutpumpen und klinisch die Kardiomyoplastik (Wickelherz) und die Aortomyoplastik zu nennen. Ziel der Forschungsvorhaben ist es, Ergänzungen zur Herztransplantation zu schaffen.

Die Lübecker Klinik für Herzchirurgie (Direktor Prof. Dr. med. Hans H. Sievers) hat auf dem Gebiet neuartiger Therapien bei Herzmuskelversagen vor allem die international viel beachteten experimentellen Forschungserfolge mit Skelettmuskelventrikeln und dem biomechanischen Herzen vorzuweisen.
Die Herztransplantation ist bis heute die einzige definitive Therapie für die terminale Herzinsuffizienz. Mit 500 Herztransplantationen pro Jahr in Deutschland und 3000 weltweit können noch nicht einmal fünf Prozent der terminal herzinsuffizienten Patienten behandelt werden. Während einerseits die Zahl der Patienten mit medikamentös nicht mehr therapierbarem Herzmuskelversagen zunimmt, ist andererseits die Anzahl der Organspender rückläufig. Mechanische Blutpumpen (Kunstherzen) dienen vor allem zur Übernahme der Pumpfunktion bis zur Transplantation und können somit den Spendermangel nicht kompensieren. Somit wird deutlich, dass die Erforschung der genannten biologischen Verfahren zur Behandlung des Herzmuskelversagens eine vordringliche Aufgabe der modernen medizinischen Forschung ist.



Rüdiger Labahn |
Weitere Informationen:
http://www.cb2a.org/

Weitere Berichte zu: Association Herzchirurgie Herztransplantation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik
22.05.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München
22.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie