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Für mehr Leistung und Stabilität im Netz: Siemens baut HGÜ-Verbindung in Neuseeland aus

10.11.2009
Siemens Energy hat von dem neuseeländischen Transportnetzbetreiber Transpower New Zealand Limited, Wellington, den Auftrag erhalten, die bestehende Hochspannungsgleichstromverbindung (HGÜ) zwischen den beiden Inseln Neuseelands zu modernisieren und in der Leistung auszubauen.

Dazu liefert Siemens für das HGÜ-Projekt „Inter Island Connector Pole 3“ zwei schlüsselfertige Umrichterstationen und tauscht die veraltete Stromrichtertechnik gegen moderne lichtgezündete Thyristorventile aus. Das Investitionsvolumen für das Gesamtprojekt beträgt 327 Mio. EUR.

Der Siemens-Anteil macht etwa die Hälfte aus. Ziel ist es, die Leistung der vorhandenen HGÜ-Anlage von 700 Megawatt (MW) in den nächsten Jahren stufenweise auf 1400 MW aufzustocken. Damit soll eine zuverlässige Stromversorgung bei minimalen Verlusten sichergestellt und das Netz Neuseelands weiter stabilisiert werden. Siemens wird die Modernisierung und Erweiterung der HGÜ-Technik Ende 2013 abgeschlossen haben.

Im Zuge des mehrstufigen Umbaus und der Leistungserweiterung der über 570 Kilometer langen HGÜ-Verbindung Neuseelands – wovon 40 Kilometer als Seekabelverbindung durch die Cook Strait ausgeführt sind – wird Siemens die veraltete Stromrichtertechnik (Quecksilberdampfgleichrichter) gegen moderne lichtgezündete Thyristorventile austauschen. Dazu werden zwei schlüsselfertige 700-MW-Umrichterstationen in den beiden HGÜ-Stationen Haywards, nördlich von Wellington, und Benmore auf der Südinsel Neuseelands errichtet. Darüber hinaus erweitert Siemens die 220-Kilovolt-Freiluftschaltanlagen der beiden Stationen und ersetzt die vorhandene Leittechnik eines Teils der Anlage durch die neueste Generation seiner HGÜ-Leittechnik Simatic TDC. Geplant ist, die Kapazität der HGÜ-Verbindung bis zum Jahr 2012 auf 1000 MW, bis 2014 auf 1200 MW und bis 2017 auf 1400 MW zu erhöhen.

.„Mit unserer HGÜ- und FACTS-Technik, basierend auf innovativer Leistungselektronik, sorgen wir nicht nur für mehr Zuverlässigkeit und Stabilität in Neuseelands Stromversorgungsnetz, sondern auch für mehr Intelligenz – ganz im Sinne eines Smart Grids“, sagte Udo Niehage, CEO der Power Transmission Division im Siemens-Sektor Energy. So liefert Siemens nicht nur die Umrichterstationen, sondern zur Stützung des Netzes auch ein Blindleistungskompensationssystem auf Basis seiner neuen SVC-Plus-Technik (Static Var Compensator). Es wird in der Schaltstation Haywards errichtet und arbeitet mit innovativer Voltage-Sourced-Converter-Technik (VSC) und ist mit Hilfe von Hochleistungstransistoren (IGBT) stufenlos regelbar. Zum Lieferumfang gehören außerdem die Umrichtertransformatoren, Glättungsdrosseln, Schutz- und Leitsysteme sowie AC- und DC-Filter.

„Die Auftragsvergabe stellt für unser HGÜ-Projekt einen bedeutenden Meilenstein dar, der die Voraussetzungen schafft, in Kürze mit den Arbeiten beginnen zu können. Wir haben mit Siemens bereits bei mehreren großen Projekten zusammengearbeitet und setzen auf die Leistungsfähigkeit und Erfahrung unseres Partners, um dieses wichtige Projekt fristgerecht in die Praxis umzusetzen“, sagte Patrick Strange, CEO von Transpower New Zealand Limited.

Die HGÜ-Anlage in Neuseeland ist bereits das zweite Stromübertragungsprojekt, das Siemens in der Region gewonnen hat. Nummer eins war die Hochspannungsgleichstrom-Verbindung „Basslink“ zwischen Tasmanien und dem australischen Festland. Der Nutzen der 290 Kilometer langen 500-MW-Seekabelverbindung zwischen Kontinent und Insel liegt auf beiden Seiten: Tasmanien, deren Stromerzeugung nahezu ausschließlich auf Wasserkraft beruht, exportiert „grünen Strom“, um den Spitzenlastbedarf im Bundesstaat Victoria abzudecken. Dagegen kann in Tro¬ckenzeiten, wenn die Stauseen Tasmaniens nicht ausreichend gefüllt sind, die Grundlastversorgung der Insel durch Stromimporte vom Festland gesichert werden.

Energieeffiziente Hochspannungs-Gleichstromübertragungstechnik (HGÜ) für den verlustarmen Transport großer Energiemengen über weite Entfernungen ist Teil des Umweltportfolios der Siemens AG, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 23 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das entspricht über einem Viertel des gesamten Konzernumsatzes und macht Siemens zum weltweit größten Infrastrukturanbieter von Umwelttechnik.

Der Siemens Energy Sector ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2008 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 22,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 33,4 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 1,4 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2008 rund 83.500 Mitarbeiter.

Siemens AG
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