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Der Kontrastmittel-Injektor Accutron HP-D im Uniklinikum Würzburg

22.10.2012
Ein Erfahrungsbericht von Dr. med. Ralph Kickuth

Seit August 2009 verwenden wir in den Angiographieeinheiten des Instituts für Röntgendiagnostik am Universitätsklinikum Würzburg den Doppelkolbeninjektor Accutron HP-D der MEDTRON AG zur Injektion von Kontrastmittel und physiologischer Kochsalzlösung. Mit der Nutzung dieses neuartigen Injektors ergeben sich einige Vorteile:

Die Ausstattung des Injektors mit wiederaufladbaren Hochleistungsakkulumatoren gewährleistet während der Interventionen einen kabellosen, netzunabhängigen Betrieb. Die Bluetooth-Funkverbindung des Injektorsystems ermöglicht zusätzlich eine kabelfreie Kopplung an die Interventionseinheit.

Dies ist für uns von großer Bedeutung, da durch die kabellose Flexibilität des Gerätes größerer räumlicher Spielraum bei interventionellen Prozeduren mit Anästhesie, mehreren beteiligten Interventionsradiologen und zusätzlich erforderlicher Ultraschalldiagnostik gegeben ist. Der netzunabhängige Betrieb – eine Wiederaufladung der Akkulumatoren erfolgt grundsätzlich über Nacht – kann dabei je nach Arbeitslast über 3 bis 4 Tage ununterbrochen aufrechterhalten werden.

Eine nachhaltige Flexibilität des Kontrastmittel-Injektors ist zudem durch eine schwenkbare Injektionseinheit, die auf ein fahrbares Stativ montiert ist, gewährleistet.

Die übersichtlich gestaltete Bedieneinheit mit Tastbildschirm erlaubt eine einfache Handhabbarkeit mit Eingabe der erforderlichen Protokollparameter. Vorzugebene Parameter sind das Kontrastmittelvolumen (ml), die Kontrastmittelförderrate (ml/s), die Injektionsphasen, die Wartezeit (s) zwischen den Injektionsphasen, die Kontrastmittelkonzentration, die Röntgenverzögerung (s) und das Drucklimit (psi oder bar). Einphasige wie auch mehrphasige (bis zu drei Phasen) Untersuchungsprotokolle können je nach Erfordernis vorgewählt werden.

Optional können diese Parameter mit einer steril verpackten Fernbedienung vom Radiologen angewählt werden. Injektionsdauer (s), injiziertes Kontrastmittelvolumen (ml), die Zeit bis zum Erreichen der gewählten Förderrate (s) und der Druckverlauf in Kurvenform werden vor bzw. während einer Kontrastmittelinjektion auf dem Bildschirm angezeigt. Insgesamt können an der Injektionseinheit bis zu 60 Programme editiert und abgespeichert werden.

Nach Anschluss eines optimierten Hochdruckschlauchsystems an die Kontrastmittel- und NaCl-Flasche ist das Aufziehen von Kontrastmittel bzw. einer Mischung aus Kontrastmittel und physiologischer Kochsalzlösung ohne Aufwand möglich. Der Doppelkolbeninjektor wird ausschließlich nach Bestätigung der Dialogmeldung „KM-Spritze entlüftet“ freigegeben, so dass hier eine zusätzliche für den Patienten wichtige Sicherheit eingegeben ist.

Die integrierte, beheizte Spritzenaufnahme gewährleistet eine problemlose Applikation auch von hochkonzentrierten jodhaltigen Kontrastmitteln.

Wie bei den Vorgängermodellen ist auch mit dem Accutron HP-D Doppelkolbeninjektor nach Kontrastmittelinjektion die Verabreichung eines NaCl-Nachspülbolus möglich. Dieser „NaCl-Flush“ leitet einen kontinuierlichen Fluss des Kontrastmittels nach seiner Injektion ein, und der eigentliche Kontrastmittelbolus verlängert sich, wodurch die Kontrastmitteleffekte für die Bildgebung besser ausgenutzt werden können. Nach unserer subjektiven Einschätzung kommt dies besonders der angiographischen Beurteilung der Austrombahn am Fuß im Rahmen der pAVK und einer Identifizierung einer aktiven Kontrastmittelextravasation bei akuter Blutung zugute. Als Nebeneffekt trägt der NaCl-Nachspülbolus dazu bei, das verabreichte Kontrastmittelvolumen zu reduzieren.

Als einen sehr großen Vorteil erachten wir die Vorgabe der Kontrastmittelkonzentration bzw. des Mischungsverhältnisses aus Kontrastmittel und physiologischer Kochsalzlösung. Abhängig vom Körpergewicht des Patienten können mit Hilfe des Accutron HP-D die Kontrastmittelkonzentrationen gewählt werden. Leichtere Patienten erhalten so z.B. einer Kontrastmittelkonzentration von 50%. Hierdurch wird die Menge des verabreichten Kontrastmittels im Durchschnitt erheblich reduziert. Nach unseren Eindrücken hält die bedachte Vorselektion des Kontrastmittelmischungsverhältnisses zudem den Anstieg der Nierenretentionsparameter bei Patienten mit Nierenfunktionseinschränkungen oftmals in akzeptablen Grenzen.

In unserer täglichen Routine kommen mittlerweile bei bestimmten Patienten optimierte Protokolle mit reduzierten Kontrastmittelkonzentrationen zur Anwendung, die zudem auf Niedrigdosisalgorithmen unserer Interventionseinheiten abgestimmt sind. Ein Informationsverlust im Angiographiebild war hierdurch bisher nicht zu verzeichnen. Dies hat zur Folge, dass „alte“ Standardprotokolle mehr und mehr abgelöst und allenfalls bei schweren bzw. adipösen Patienten aufrechterhalten werden.

Durch die Vorgabe hoher Kontrastmittelförderraten und Injektionsdrucke lassen sich bestimmte Patholigika bzw. Gefäßalterationen im Angiographiebild identifizieren, die unter normalen Injektionsbedingungen maskiert bleiben würden. Dies betrifft vor allem die Detektion von aktiven Kontrastmittelextravasationen im Sinne aktiver Blutungen, die besonders vom Injektionsdruck abhängig sein kann. In diesem Kontext lassen sich Druckinjektionen mit dem Accutron HP-D sowohl über einen Diagnostik- als auch über einen Mikrokatheter einwandfrei durchführen.

KONTAKT:

MEDTRON AG
Giuseppe Romano
Hauptstraße 255
66128 Saarbrücken
Tel 0681 97017-0
marketing@medtron.com
Universitätsklinikum Würzburg
Institut für Röntgendiagnostik
Dr. med. Ralph Kickuth
Josef-Schneider-Straße 2
97080 Würzburg
Tel 0931 201-0

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