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KfW Entwicklungsbank startet Wiederaufbau im Libanon

02.11.2006
Deutsche Finanzielle Zusammenarbeit stellt 3 Mio. EUR für Reparaturen an Kriegsschäden in 37 Berufsschulen zur Verfügung

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) stellt die KfW Entwicklungsbank 3 Mio. EUR für den Wiederaufbau von libanesischen Berufsschulen zur Verfügung.

Knapp die Hälfte aller 30.000 libanesischen Berufsschüler sind von den Kriegsfolgen in ihrer Ausbildung direkt betroffen. Von landesweit 90 Berufsschulen sind 37 von Detonationen oder durch Flüchtlingsunterbringung beschädigt und zerstört. Unterricht kann in diesen Gebäuden nicht stattfinden. Der Schulbeginn hat sich bereits verzögert. Die KfW Entwicklungsbank finanziert die Reparatur aller 35 beschädigten Schulen landesweit sowie den Neubau von zwei schwer beschädigten Schulen. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts erneuert die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) die zerstörten Inneneinrichtungen der Schulen.

Die ersten Erfolge sind bereits sichtbar: Mit nur dreiwöchiger Verspätung öffneten die ersten fünf Schulen am 30. Oktober wieder ihre Türen für den Unterricht, wie beispielsweise die Technical School Nabathiye. Ab sofort findet in den Räumen in Nabathiye wieder der Unterricht für 1.430 Schüler statt. Für sie wird Zukunft wieder greifbar. Die Arbeiten an den anderen 32 Schulen haben begonnen oder stehen kurz vor Beginn.

"Für die Schüler sind diese Aufbauarbeiten ein positives Signal für die Zukunft", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe. "Gerade in den meist ärmlichen ländlichen Gegenden verbinden die Jugendlichen mit einem raschen Abschluss ihrer Ausbildung die Hoffnung auf einen Weg in den Beruf." Noch zeichnet vorwiegend Trostlosigkeit das Bild mit zerstörten Dächern, Einschusslöchern, geborstenen Fenstern und aufgerissenem Mauerwerk. Der eindringende Regen zerstört das noch erhaltene Mobiliar und die Inneneinrichtung. "Darüber hinaus stärken wir die einheimische Wirtschaft, indem diese Aufträge ausschließlich an lokale Unternehmen mit lokalem Personal vergeben werden", sagte Matthäus-Maier.


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