Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukünftige Techologietrends im Bereich Photonik

28.05.2009
Identifizierung von Anreizen und Barrieren bei kleinen und mittleren Unternehmen

Das Steinbeis-Europa-Zentrum führt derzeit im Bereich der optischen Technologien ein Technologieroadmapping für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch. Im Rahmen des EU-Projekts PhotonicRoadSME wurde ein Fragebogen an kleine und mittlere Unternehmen in Europa verschickt.

Dabei stellte sich heraus, dass für die Mehrzahl der befragten Unternehmen das Preis-Leistungsverhältnis für die Anwendung optischer Technologien nicht ausreicht, um Kosten zu senken. Viele Unternehmen bemängeln ein fehlendes Marktvolumen oder eine mögliche fehlende Marktakzeptanz. Allerdings sieht rund die Hälfte der Unternehmen in den optischen Technologien ein attraktives Forschungsfeld für die Zukunft.

Mit dem EU-Projekt PhotonicRoadSME führt das Steinbeis-Europa-Zentrum in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern in Europa ein Technologieroadmapping im Bereich optische Technologien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen an 2000 kleine und mittlere Unternehmen in Europa verschickt, mit dem Ziel, die speziellen Bedürfnisse von Unternehmen zu identifizieren. Dabei spielen sowohl technologische Hindernisse als auch marktbezogene Barrieren für nanophotonische Materialien, optische Komponenten sowie deren Herstellungstechnologien eine Rolle. Rund 150 Fragebogen wurden beantwortet.

Die befragten Unternehmen stammen aus verschiedenen industriellen Sektoren:

- 23 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien)?
- 30,5 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?Umwelttechnologien?
- 18,5 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?Gesundheits- und Medizintechnologien?

- 28 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?Sicherheitstechnologien?

Bezüglich des FuE Profils der befragten Unternehmen ergab sich folgendes Bild:

- 50 % der Unternehmen investieren mehr als 10 % ihres Jahresumsatzes in FuE Aktivitäten.
- In über 50 % der Unternehmen sind mehr als 20 % der Beschäftigten im Bereich FuE tätig.

- Somit können mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen als sogenannte ?High-Tech-Firmen? angesehen werden

Bezüglich der Wertschöpfungskette ergab sich folgendes Bild:
Der Großteil der Firmen entwickelt oder produziert optische Komponenten.
Bei den Anwendern liegt eine ausgewogene Balance zwischen Materialien, Komponenten und Herstellungstechnologien vor.

Als Barrieren nannten die Unternehmen folgende Punkte (Mehrfachnennungen waren möglich):

- Für 62 % der befragten Unternehmen ist das Preis-Leistungsverhältnis nicht ausreichend, um Kosten zu senken.
- Für 39 % der befragten Unternehmen ist ein fehlendes Marktvolumen oder mögliche fehlende Marktakzeptanz eine Barriere.
- 31 % der befragten Unternehmen beurteilen die Herstellung eines Prototypen als schwierig.
- 24 % der befragten Unternehmen schätzen die Herstellungskosten allgemein zu hoch ein.

- 24 % der befragten Unternehmen fehlt qualifiziertes Personal.

Eine Motivation für zukünftige FuE-Aktivitäten im Bereich optische Technologien begründen die Unternehmen wie folgt: (Mehrfachnennungen waren möglich):

* Für 49 % der befragten Unternehmen sind zukünftig denkbare Applikationen und Produkte ein Hauptbeweggrund.
- 45 % der Unternehmen sehen in der Marktattraktivität der optischen Technologien einen wichtigen Anreiz.
- 43 % der befragten Unternehmen sehen die Kosten für Materialien/ Komponenten/ Herstellungstechnologien als wichtigen Faktor.
- Für 36 % der befragten Unternehmen ist die Zeit zum Markteintritt ausschlaggebend.

- 30 % der befragten Unternehmen erachten das Marktpotential neuer Produkte/Technologien als relevant.

Begleitend führen die Projektpartner Stärken-Schwächenanalysen in ausgewählten Unternehmen durch. Alle Daten bilden die Grundlage für das Roadmapping mit dem Ziel, zukünftige Technologietrends aufzuzeigen. Gemeinsam mit den Unternehmen werden schließlich Produktentwicklungsstrategien formuliert, die die Wettbewerbsfähigkeit dieser KMU global stärken sollen.

Die genauen statistischen Ergebnisse (in englischer Sprache) sind beim SEZ erhältlich.

Kontakt:
Dr. rer. nat. Goran Markovic, Tel. 0721 935 1911
Email: markovic@steinbeis-europa.de

Anette Mack | Steinbeis-Europa-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.photonicroad.eu
http://www.steinbeis-europa.de/527.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten