Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens treibt das digitale Unternehmen voran

14.04.2015

Siemens auf der Hannover Messe 2015, Halle 9, Stand D35

  • Siemens begleitet die Digitalisierung der Fertigungs- und Prozessindustrie in allen Phasen der Wertschöpfungskette
  • "Digital Enterprise" für die Umsetzung von Industrie 4.0
  • Intelligente Datenanalyse und -auswertung verbessert Entscheidungen und steigert Produktivität in der Industrie
  • Kooperation mit SAP für offene Cloud-Plattform in der Industrie


Bei den künftigen Herausforderungen von Industrie 4.0 setzt Siemens auf das digitale Unternehmen. "Das "Digital Enterprise' ist für uns längst keine Vision mehr", erklärte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, auf der Pressekonferenz zur Hannover Messe am 13. April.

"Schon heute verkaufen wir wichtige Bestandteile davon an unsere Kunden." Für die digitale Zukunft bietet der Konzern in allen Tätigkeitsfeldern Produkte und Lösungen, die die Möglichkeiten der Digitalisierung – die in unterschiedlichen Industrien verschiedene Ausprägungen hat – gezielt nutzen.

Der Weg zum Digital Enterprise umfasst vier logisch aufeinander aufbauende Elemente: Digital Enterprise Software Suite, industrielle Kommunikationsnetzwerke, Sicherheit in der Automatisierung und geschäftsspezifische industrielle Services.

Digital Enterprise Software Suite

Die Digital Enterprise Software Suite besteht aus Softwareprodukten in der diskreten Industrie, die alle Anforderungen der industriellen Wertschöpfungskette abdecken: Ihr Rückgrat ist Teamcenter, eine Softwareplattform für kollaboratives Produktdatenmanagement.

Für Design und Planung kommen Tecnomatix und NX zum Einsatz. In der realen Produktion sind Produkte wie das Manufacturing Execution System (MES) Simatic IT und das Simatic S7-Controllerportfolio weltweit bewährt.

Industrielle Kommunikationsnetzwerke

Bei industrieller Kommunikation verfügt Siemens über ein umfassendes Angebot aufeinander abgestimmter Kommunikationsnetze von AS-Interface bis Industrial Ethernet mit den dazugehörigen Switches der Scalance X-Familie.

Sicherheit in der Automatisierung

Auch bei Industrial Security stellt Siemens der Industrie im Rahmen des "Defense in Depth"-Konzepts bereits ein breites Portfolio an Produkten und Services bereit. Dieses umfasst sowohl Anlagen- und Netzwerksicherheit wie auch Systemintegrität.

Geschäftsspezifische industrielle Services

Im industriellen Servicegeschäft bietet Siemens klassische Dienstleistungen sowie datenbasierte Services, etwa die Plant Data Services, Plant Security Services und Plant Cloud Services. Die Plant Cloud Services für die Industrie basieren auf einer offenen Cloud-Plattform mit SAP Hana-Technologie. Siemens-Kunden sollen diese nutzen können, um Apps in der Cloud zu entwickeln, zu erweitern und zu betreiben.

Heute unterstützt die intelligente Datenanalyse und -auswertung industrielle Entscheidungsprozesse und trägt entscheidend zur Steigerung der Produktivität bei. "Digitalisierung steht längst nicht mehr nur für eine rasant anwachsende, weltweit generierte Menge an Daten", so Helmrich weiter. "Digitalisierung bedeutet auch, Daten zu sammeln, Inhalte zu analysieren, daraus Schlussfolgerungen abzuleiten oder völlig neue Geschäftsmodelle zu entwickeln – und somit letztlich erheblichen Wert zu schaffen." Die Digitalisierung revolutioniert das globale Geschäftsgeschehen: Unternehmen können enger und schneller mit Partnern zusammenarbeiten, direkt mit Endkunden kommunizieren und gezielt auf deren spezifische Anforderungen eingehen.

"Die Digitalisierung löst eine neue Innovationswelle aus und eröffnet Unternehmen völlig neue Geschäfts- und Wachstumsmöglichkeiten. Diese rasanten technologischen Entwicklungen gilt es zu begreifen, anzunehmen und zu nutzen", ergänzte Helmrich. Dabei steht die Industrie vor den enormen Herausforderungen einer möglichst kurzen Time-to-Market sowie einer hohen Flexibilität und Effizienz. Helmrich erläuterte: "Nur wer in der Lage ist, die großen Datenmengen intelligent zu nutzen, sichert den entscheidenden Mehrwert für seine Kunden". Für das "Smart Data to Business"-Prinzip, nach dem Daten in Wissen und Geschäftsmodelle verwandelt werden, sieht Helmrich Siemens bestens gerüstet: mit seiner Kombination aus Domain-, Produkt- und Prozess-Know-how mit tiefen Software-, IT- und Analytik-Kenntnissen.

Digital Enterprise in der Prozessindustrie

Der Trend zu Industrie 4.0 ist ein zentrales Thema für die diskrete Industrie, wird aber ebenfalls in der Prozessindustrie diskutiert. Insbesondere über den Lebenszyklus von Prozessanlagen spielt die Digitalisierung mit ihrem durchgängigen Datenmodell eine zunehmend wichtige Rolle. Der industrielle Service-Backbone ist hier die tragende Säule: "Auf der Grundlage des bestehenden Angebots zur Elektrifizierung und Automatisierung treibt Siemens die Digitalisierung auch in der Prozessindustrie voran und bereitet so in vertrauensvoller Partnerschaft mit seinen Kunden die Grundlage für die Entwicklung hin zu Industrie 4.0.", so Helmrich.

Obwohl ein Großteil der Prozessindustrien auch diskrete Anteile in ihren Fertigungsprozessen hat, wie bei der Verpackung in der Pharmabranche, unterscheiden sich deren Anforderungen von denen der diskreten oder auch der Hybridindustrie. Die Prozessindustrie ist derzeit geprägt von einer Volatilität und Heterogenität der globalen Märkte, einem hohen, vom Standort abhängigen Kostendruck, der Energie- und Ressourceneffizienz sowie einem demographischen Wandel, der sich nicht zuletzt in einem Fachkräftemangel für das Engineering und den Anlagenbetrieb niederschlägt. Siemens legt deshalb seinen Fokus auf drei zentrale Handlungsfelder: die digitale Anlage, Modularisierung und exzellente Produktion. Ein gemeinsames Datenmodell auf Basis des Comos-Portfolios für Lifecylce Engineering und Anlagenmanagement, die Kombination von vorkonfigurierten Betriebseinheiten über standardisierte Interfaces mithilfe des umfänglichen Automatisierungsportfolios sowie ein energieeffizienter Betrieb, die Fernwartung, die vorausschauende Instandhaltung und die Remote Services unterstützen dabei, die Vision der Industrie 4.0 auch in der Prozessindustrie zu definieren und zu implementieren.

Weitere Informationen zum Thema Hannover Messe unter www.siemens.com/presse/hm2015


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 343.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com


Reference Number: PR2015040173DFDE


Ansprechpartner
Herr Günter Gaugler
Siemens AG

Wittelsbacherplatz 2

80333 München

Tel: +49 (89) 636-34782

guenter.gaugler​@siemens.com

Günter Gaugler | Siemens Digital Factory

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Prüfvorgänge servicefreundlich gestalten
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

nachricht Modulare Steckverbinder in Snap-in-Rahmen
20.04.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln Unterwasser-Observatorium

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

HIV: Spur führt ins Recycling-System der Zelle

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0

07.12.2016 | Informationstechnologie