Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltige Stromerzeugung im Fokus

07.04.2009
Energiekonzerne wie Vattenfall Europe, EnBW und EWE präsentieren sich auf der HANNOVER MESSE 2009

Investitionsschwerpunkte liegen auf der Förderung Erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz

Erneuerbare Energien sichern nicht nur die Zukunft, sie sorgen auch für wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze. Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent auf 280 000 gestiegen. Der Umsatz betrug 2008 rund 30 Milliarden Euro, die Investitionen im Anlagenbau lagen mit fast 13 Milliarden Euro 20 Prozent über dem Vorjahreswert.

Kein Wunder, dass sich die Energiekonzerne gerade in Krisenzeiten verstärkt auf Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien fokussieren. So präsentieren marktführende Energie­versorger wie Vattenfall Europe, EnBW, EWE, die Stadtwerke Hannover und Stadtwerke Leipzig diesen Investitions­schwerpunkt auf der Energy im Rahmen der HANNOVER MESSE 2009. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) geben auf der Energy Antworten zu diesem Themenspektrum.

Enormes Potenzial bei Energieeffizienz

"Nachhaltiges Wirtschaften und möglichst umweltschonende Energie­erzeugung sind uns wichtig: Durch die Erforschung und den Ausbau von neuen Energietechnologien wollen wir auch im Kampf gegen den Klimawandel eine führende Rolle übernehmen", sagt Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG. Neben nachhaltigen Energien, die nach Schätzungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik allein in Deutschland derzeit für eine Verringerung des Ausstoßes von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid um rund 115 Millionen Tonnen pro Jahr sorgen, setzen die Energiekonzerne momentan vor allem auf die Themen Energieeffizienz sowie Modernisierung von Kraftwerken und Stromnetzen.

"Als eines der größten Energieunternehmen in Deutschland liegt der Fokus unserer Tätigkeit auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Energieeinsparung sowie auf der Steigerung der Energieeffizienz", so Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG. Dazu hat das Unternehmen etwa ein dezentrales Energiemanagement­system entwickelt und engagiert sich stark im Bereich der Elektromobilität sowie in der Erprobung von Brennstoffzellen. "Die Unternehmen der Energiewirtschaft investieren große Beträge in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, um die Energieeffizienz auf der Kundenseite zu steigern", bestätigt Hildegard Müller, die Vorsitzende der Hauptgeschäfts­führung des BDEW. Und auch die Bundesregierung hat in ihrer 'Roadmap Energiepolitik 2020' bei der Energieeffizienz besonders großes Potenzial ausgemacht.

Neue Vielfalt durch Gas-Plus-Technologie

Die deutsche Erdgasbranche hat mit rückläufigen Marktanteilen insbesondere im Neubau zu kämpfen. Die Ursachen hierfür liegen in einer neuen Wettbewerbssituation und veränderten Verbraucherbedürfnissen. "In diesem Wettbewerb der Energieträger und Technologien besitzt Erdgas ein deutliches Potenzial", betont Jürgen Lenz, Vizepräsident der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Stichworte seien Energieeffizienz, dezentrale Energieversorgung und Kraftwärme-Kopplung. Denn durch das IEKP - das Integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung - soll auch der ökologische Standard von Wohngebäuden weiter verbessert werden. Auf dem Weg dorthin will die Gaswirtschaft ihren Beitrag leisten, so Lenz weiter, indem sie die Gas-Technologie zu einer Gas-Plus-Technologie aufwerte. Im Einzelnen stünden dafür Erdgas plus Biogas, die Gas-Brennwerttechnik plus Solareinbindung, die Erzeugung von Wärme plus Strom in der Kraftwärme-Kopplung und die Kombination von Gas plus Umweltwärme in der Gaswärmepumpe zur Verfügung.

Angesichts der neuen Vielfalt wird die Frage, welcher Energieträger und welche Technologie die beste Wahl sind, immer mehr an Bedeutung gewinnen. Antworten darauf soll eine groß angelegte Studie geben, die DVGW und ASUE (Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.) bei der Prognos AG in Auftrag gegeben haben. Darin werden laut Jürgen Lenz unterschiedliche erdgasbasierte Technologien wie auch Konkurrenztechnologien anhand zahlreicher Parameter miteinander verglichen. Sie umfassen Gebäudeklassen und Gebäudegrößen, die jeweiligen Kostensituationen, den spezifischen Wärmebedarf, die Benutzungsdauer und gesetzlichen Rahmen­bedingungen. Obwohl die Studie noch nicht fertig ist, zeichnen sich erste Trends ab. Demnach sei erkennbar, dass es "die" Technologie schlechthin nicht gebe. Die richtige Verwendung hänge entscheidend von der jeweiligen Heizsituation ab. Darüber hinaus komme es darauf an, gemeinsam mit der Geräteindustrie Zielkosten zu definieren, damit sich die Technologien auch im Markt durchsetzen können.

Hildegard Müller, Dr. Werner Brinker und Tuomo Hatakka diskutieren global relevante Energiethemen gemeinsam mit Bundeswirtschafts­minister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, EU-Energiekommissar Andris Piebalgs, dem russischen Energieminister Sergey Shmattko und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auf dem WORLD ENERGY DIALOGUE (21. bis 22. April). Unter der Moderation des Umweltexperten Klaus Töpfer steht der WORLD ENERGY DIALOGUE in diesem Jahr ganz im Zeichen der "Sicherheit in der Energieversorgung".

Catharina Daues | Deutsche Messe
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie