Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KIT auf der Hannover Messe 2010

12.04.2010
Unter dem Motto "Effizienter - Nachhaltiger - Effektiver" öffnet die Hannover Messe vom 19. bis 23. April ihre Türen. Hauptthema am KIT-Stand (Halle 2, Stand C 18) ist Celitement - ein neuartiger "grüner" Zement, der durch sein energieeffizientes Herstellungsverfahren enormes Potenzial für die weltweite Energie- und Klimabilanz birgt.

Bei der Night of Innovations am Montag, 19. April, um 17.15 Uhr in Halle 2 diskutiert KIT-Präsident Professor Eberhard Umbach mit Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und weiteren Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft über Innovationen für die Energie der Zukunft.

Die Themen und Exponate auf dem KIT-Hauptstand in Halle 2 (Research & Technology), Stand C18:

Weltweit suchen Wissenschaftler nach neuen Verfahren, um die Energie- und Umweltbilanz bei der Zementherstellung zu verbessern. Heute emittieren Zementwerke mehr als zwei Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO²). Damit setzt die Zementherstellung drei bis viermal so viel CO² frei, wie der gesamte Flugverkehr. Wissenschaftlern am KIT ist es gelungen, mit Celitement ein neues, mit Portlandzement vergleichbares zementäres Bindemittel zu entwickeln, das auf bisher unbekannten, hydraulisch aktiven Calciumhydrosilikaten basiert. Bei der Herstellung lassen sich potentiell im Vergleich zur Produktion von herkömmlichem Portlandzement jeweils bis zu 50 Prozent an Energie und CO²-Emission einsparen. Das Exponat zeigt einen Film zur Herstellung von Celitement und Proben des neuen Zements.

SmartRack: Steigender Wettbewerbsdruck zwingt Unternehmen, ihre Bestände und Durchlaufzeiten zu senken und hohen Service bei geringen Kosten zu garantieren. Während große Unternehmen mit Hilfe von ERP-Systemen ihre Informationsflüsse steuern, kommen solche Systeme für KMUs aufgrund hoher Investitions- und Installationskosten nicht in Frage. Fortschrittliche Logistikkonzepte zwischen KMUs und ihren Kunden scheitern zudem oftmals an der fehlenden Datenintegrität. Das Forschungsprojekt SmartRack am KIT liefert ein branchenneutrales Durchlaufregalsystem zur vollautomatischen Erfassung des Bestands und dessen Management mittels RFID. Unternehmen, können so Informations- und Warenflüsse effizient steuern.

Technologietransfer, KIT-Business-Club und Personalmanagement: Um die Innovationskraft des KIT und der mit ihm verbunden Unternehmen weiter zu stärken, wurde der KIT-Business-Club gegründet. Hauptziel ist, das Potenzial und die vielfältigen Kontakte im Umfeld des KIT den Mitgliedsunternehmen leichter zugänglich zu machen. Auf der Hannover Messe informieren Mitarbeiter des Business-Clubs über ihre Arbeit und beraten Lizenzmanager zum Technologietransfer. Mitarbeiter der Personalabteilungen informieren zu den Karriere- und Ausbildungschancen in der Spitzenforschung und haben die aktuellsten Stellenausschreibungen mit im Gepäck.

Energiequiz zum Wissenschaftsjahr der Energie live am KIT-Haupstand:
Am Abend der "Night of Innovations" am 19. April ist das große Internet-Energiequiz der Helmholtz-Gemeinschaft zum Wissenschaftsjahr der Energie am KIT-Hauptstand live mit Moderation auf Großleinwand zu sehen. Dieses Quiz, das vom KIT koordiniert und umgesetzt wurde, ist Teil der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "Die Zukunft der Energie". Das Energie-Quiz startete am 7. April und kann 160 Tage bis zum 14. September online gespielt werden unter: http://www.energie-quiz.de/2010/.

Während der Hannover Messe können die Besucher ständig beim Energiequiz auf dem KIT-Hauptstand mitmachen, ebenso an folgenden Orten: Halle 2, Stand der Helmholtz-Gemeinschaft "Wunderkammer Wissenschaft" sowie im Pavillon P33, auf der Aktionsfläche der Initiative Tecto You.

Darüber hinaus ist das KIT mit folgenden Themen auf der Hannover Messe präsent:

Halle 2 (Research & Technology), Stand E22 (Gemeinschaftsstand Vision 2050):
Die Fusionsforschung am KIT ist in verschiedene internationale und europäische Großprojekte eingebunden: ITER, eine große Anlage zur Erprobung der Technologien für die Kernfusion, entsteht derzeit in Südfrankreich. Um ein Gemisch von Wasserstoffisotopen zu "zünden", ist eine Temperatur von 100 Millionen Grad notwendig. Wie in der Sonne werden dann durch Fusion zu Helium große Energiemengen frei. Die Aufheizung übernehmen leistungsstarke Gyrotronröhren, eine Art Mikrowelle. Das am KIT entwickelte 140-Gigahertz-Gyrotron erreicht Heizleistungen bis zu einem Megawatt - das entspricht über 1000 Küchenmikrowellenherden. Zu sehen ist das Modell eines Fusionsreaktors, ein Diamantfenster und der Film "Energie der Zukunft - Fusion 2050".
Halle 2 (Research & Technology), Stand D34 Gemeinschaftsstand Bionik:
Wie lassen sich Bauteile optimieren? Die neue "Methode der Kraftkegel", entwickelt am KIT, ermöglicht eine Topologieoptimierung ohne aufwändigen Computereinsatz. Damit wird der Leichtbau einfacher. Am Funktionsmodell kann dies ausprobiert werden.
Halle 2 (Research & Technology), Stand C02 ("Wunderkammer Wissenschaft" der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren)

Die Wanderausstellung "Wunderkammer Wissenschaft" der Helmholtz-Gemeinschaft lädt mit rund 500 akustisch untermalten bewegten und bewegenden Bildern in die faszinierende Welt der Wissenschaften ein. Dank moderner Bildgebungsverfahren geben 16 "Wunderkammern" Einblicke in die Arbeit der Helmholtz-Zentren: Themen aus dem KIT sind die Neutronenwaage KATRIN, bioliq® (Sprit aus Stroh) und GRID-KA (Grid Computing).

Halle 6 (MicroNanoTec), Stand H16 (Gemeinschaftsstand IVAM Microtechnology Network):

Das KIT-Zentrum NanoMikro, betreibt die Karlsruhe Nano Micro Facility (KNMF) mit mehreren Großgeräten für Nutzer von Nano- und Mikrotechnologien. Ziel dieser Wissenschaftsinfrastruktur ist es, den Stand der Technik darzustellen, den Nutzern zur Verfügung zu stellen und weiter zu entwickeln.

Halle 13 (Energy), Stand D60 (Gemeinschaftsstand SuperConductingCity):
Supraleitende Materialien für die Energietechnik: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Technische Physik haben eine alte Technik der Kabelverseilung für Wechselströme, Roebelstab genannt, mit technologischen Tricks erfolgreich auf supraleitende Hochstromkabel übertragen. Das in flüssigem Stickstoff gekühlte supraleitende Demonstrationskabel mit 30 Quadratmillimeter Querschnitt überträgt 2600 Ampere Gleichstrom. Ein Kupferkabel mit derselben Leistung benötigt den 50- bis 100-fachen Querschnitt. Der neue Supraleiter bietet völlig neue Möglichkeiten für künftige Anwendungen in Transformatoren, Generatoren und Motoren.
Halle 13 (Energy), Stand C51 (Gemeinschaftsstand E-Energy):
Elektrofahrzeuge über innovative Informationstechnologien als mobile Stromspeicher in das Energiesystem zu integrieren - das ist ein wesentliches Ziel von MeRegioMobil. Das KIT ist an dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekt maßgebend beteiligt und mit seiner Forschung zu MeRegioMobil auf dem Stand des BMWi präsent. Auf dem Gelände des KIT entsteht derzeit ein "Smart Home", das Elektrofahrzeuge als Stromspeicher und -verbraucher in die intelligente Steuerung des Haushalts einbindet.
Halle 27 (Energy), Stand G60 (Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells):
Am KIT werden Instrumente für die Untersuchung und sicherheitstechnische Bewertung von Energieträgern wie flüssigem und gasförmigem Wasserstoff entwickelt. Zu sehen ist ein Demonstrator, der reale Versuche mit hochreaktiven Wasserstoff-Luftgemischen in Rohren simuliert.
Halle 27 Stand L03 (Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe):
Beim bioliq® Projekt entsteht am KIT eine Pilotanlage zur Herstellung von Synthesekraftstoffen aus Biomasse: Biogene und vorwiegend trockene Reststoffe aus Land- und Forstwirtschaft werden durch thermochemische Prozesse über mehrere Stufen zu BtL-Kraftstoffen (Biomass-to-Liquid) und chemischen Grundstoffen veredelt. Die Herstellung maßgeschneiderter Biokraftstoffe steht am Ende einer integrativen Prozesskette und soll zukünftig einen Teil der erdölbasierten Kraftstoffe ersetzen. Zu sehen ist ein Modell des

Gesamtprozesses.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: www.kit.edu

Die Fotos stehen in druckfähiger Qualität auf www.kit.edu zum Download bereit und kann angefordert werden unter: pressestelle@kit.edu oder +49 721 608-7414.

Weiterer Kontakt:

Monika Landgraf
Pressestelle
Tel.: +49 721 608-8126
Fax: +49 721 608-3658
E-Mail: Monika.Landgraf@kit.edu

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu
http://www.energie-quiz.de/2010/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen
26.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen
25.04.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten