Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höhere Energieeffizienz durch Reibungsreduzierung

24.03.2011
Fraunhofer IWS Dresden auf der Hannover-Messe
Forscher des Fraunhofer IWS Dresden präsentieren auf der Hannover Messe
(4. bis 8. April 2011) Technologien und Anlagentechnik zur industriellen Abscheidung von superharten, amorphen Kohlenstoffschichten (DIAMOR®).
Besuchen Sie uns auf der Hannover-Messe Industrie (4.-8.4.2011) auf dem Fraun-hofer-Gemeinschaftsstand Oberflächentechnik in Halle 6, Stand H21.

Eine ausreichende Schmierung ist der klassische Weg zur Reduzierung der Reibung. Dort, wo nicht geschmiert werden kann oder die Schmierung gar ausfällt, werden Reibung und Verschleiß ausschließlich durch die Oberflächeneigenschaften der Reibpartner dominiert. Bisher erfolgreich eingesetzte Hartstoffschichten werden durch Verwendung von amorphen Kohlenstoffschichten (DLC) deutlich übertroffen. Dabei besitzen die wasserstofffreien ta-C-Schichten das höchste Potenzial zur Reibungs- und Verschleißreduzierung, ohne und mit Schmierstoffen.

Solche extrem harten, amorphen, wasserstofffreien DLC-Schichten (DIAMOR®) werden im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden mittels gepulster Vakuumbogen-beschichtung, dem lasergesteuerten Vakuumbogen (Laser-Arc) und dem superpulsed Arc (spARC) hergestellt. Dabei erfolgt die Beschichtung von Bauteilen und Werkzeugen durch hochenergetische Kohlenstoffionen aus einem gepulsten Kohlenstoffplasma, das von einer oder mehreren in einer Vakuumkammer angeordneten Graphitkathoden erzeugt wird. Besonders vorteilhaft ist der Kathodenaufbau als rotierende Walze beim Laser-Arc, weil dadurch ein gleichmäßiger Materialabtrag, hoher Ausnutzungsgrad und Langzeitnutzung der Kathode für die volle Beschichtungshöhe der Beschichtungsanlage gewährleistet wird. Beide Kohlenstoffplasmaquellen wurden in Form von Modulen zur technischen Reife entwickelt und können so einfach in kommerziell verfügbare Beschichtungsanlagen integriert werden.

Das neuartige vollautomatisch betriebene Laser-Arc-Modul (LAM 500) gewährleistet in Verbindung mit der PVD-Hartstoffanlage DREVA600 von der VTD Vakuumtechnik Dresden GmbH eine langzeitstabile Arbeitsweise, so dass Bauteilbeschichtungen mit Schichtdicken bis zu 10 µm (zweifache Rotation) unter industriellen Bedingungen ausgeführt werden können. Durch die Integration eines neuartigen Filters in das LAM 500 konnte ein entscheidender Fortschritt zur Abscheidung defektarmer, glatter Diamor-Schichten erzielt werden, so dass eine oft notwendige Oberflächenglättung der herkömmlich abgeschiedenen Diamor-Schichten künftig entfallen kann.

In enger Zusammenarbeit mit VTD Dresden wurde die LAM 500 DREVA 600 Beschichtungsanlage (einschließlich Filtertechnik) zur technischen Reife entwickelt und gemeinsam bei VTD in Betrieb genommen. Somit steht VTD als erster Anbieter für industrielle Lohnbeschichtung von Diamor zur Verfügung. Gemeinsam bieten das Fraunhofer IWS und VTD das LAM 500 zur Nachrüstung ihrer Anlagen an interessierte Nutzer an.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
01277 Dresden, Winterbergstr. 28
Dr. Hans-Joachim Scheibe
Telefon: (0351) 83391 3455
Telefax: (0351) 83391 3300
E-Mail: hans-joachim.scheibe@iws.fraunhofer.de
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Ralf Jäckel
Telefon: (0351) 83391 3444
Telefax: (0351) 83391 3300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de
http://www.iws.fraunhofer.de/presse/presse.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hannover Messe Preview 2017: Industrie 4.0: Virtueller Zwilling steuert die Produktion
09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Hannover Messe Preview 2017: Bauteil mit Verantwortung
09.02.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie