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Schwingungsdämpfung - weit mehr als ein Low-Noise-Trend

14.09.2006
In der Schwingungsdämpfung hat sich jede Menge getan: Nachdem Konstrukteure jahrzehntelang ausschließlich auf passive Dämpfungselemente zurückgreifen mussten um störende Schwingungen außer Gefecht zu setzen, stehen inzwischen zunehmend aktive Schwingungsdämpfungstechnologien zur Verfügung.

Speziell in der hochsensiblen Mikrochipproduktion sind diese extrem gefragt, damit Schwingungen, die z.B. durch vorbeiführende Straßen ausgelöst werden oder von den Produktionsanlagen selbst ausgehen, den Produktionsprozess nicht beeinträchtigen. Eine Lösung verspricht hier eine von der TU Darmstadt entwickelte Idee. Das in der Erprobungsphase befindliche Dämpfungssystem sieht vor, die gesamte Bodenplatte der Produktionsstätte auf Piezoaktoren zu lagern. Diese messen äußere Schwingungen und erzeugen blitzschnell eine Gegenschwingung.

Zu den hochinnovativen aktiven Technologien zählt auch ein adaptiver magnetostriktiver Tilger - eine Entwicklung der Universität Saarbrücken. Kernstück des Systems, das z. b. Rattergeräusche bei der spannenden Bearbeitung verhindert, ist ein magnetostriktiver, um 90 Grad drehbarer Stab.

Auch in der Luftfahrt werden die neuen Technologien zunehmend genutzt. Gemeinsam mit Airbus Deutschland entwickelt die Fachhochschule Köln zur Zeit ein System zur gezielten Dämpfung von Flügelschwingungen infolge von Windböen. Und Wissenschaftler der Universität Chemnitz haben einer Fahrzeuggelenkwelle ein aktives Korsett angelegt, das der Wellentorsion entgegenwirkt.

Doch auch klassische passive Dämpfungstechnologien zeigen sich innovativ: Bisher übliche Gummi-Metall-Dämpfungselemente werden zunehmend durch Polymerwerkstoffe ausgetauscht. Diese können in der Formulierung so präzise auf das zu dämpfende Schwingungsverhalten ausgerichtet werden, dass ihre Dämpfungscharakteristik exakt auf die entsprechende Maschine abstimmbar ist. Der neue Werkstoff ist zudem resistent gegen Chemikalien und extreme Temperaturen.

Die Bandbreite des Anwendungsgebietes für aktive Schwingungsdämpfer zeigt auch ein Forschungsprojekt der Universität Hannover: Hier wird der Einsatz dieser Dämpfer in der Stabilisierung von Leichtbaubrücken untersucht.

All diese innovativen Technologien, dazu aktuelle Trends und neueste Produkte rund um das Thema Schwingungsdämpfung stehen im Mittelpunkt der internationalen Leitmesse "Motion, Drive & Automation" auf der HANNOVER MESSE 2007.

| Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de

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