Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF - Gewinnercluster MicroTEC Südwest startet

03.02.2010
Ende Januar waren die Gewinner der zweiten Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin bekannt gegeben worden. Am 2. Februar startete der Cluster MicroTEC Südwest mit einem Kick-Off im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Die rund 180 Teilnehmer bestätigten das große Interesse am Cluster.

Die Bekanntgabe der Gewinner der zweiten Runde im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bestätigt es: MicroTEC Südwest gehört zur Spitzengruppe der deutschen Clusterlandschaft. Bei der Entscheidung zur ersten Runde im Herbst 2008 war MicroTEC Südwest ebenfalls unter den Finalisten, verfehlte aber knapp das Siegertreppchen. In der zweiten Runde konnte der branchenübergreifende Technologiecluster in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft seine hohe Entwicklungsdynamik unter Beweis stellen.

"Mit dem Gewinn dieses Wettbewerbs und den damit verbundenen Fördermitteln beschreitet MicroTEC Südwest den Weg zur Spitze im Bereich der Mikrosystemtechnik", sagte Eckehardt Keip, Geschäftsführer der Northrop Grumman LITEF GmbH und Vorstandsvorsitzender des Clustermanagements Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW). Das BMBF beteiligt sich zur Hälfte an dem Gesamtprojektvolumen von über 80 Millionen Euro. Auch das Land Baden-Württemberg unterstützt mit einem beträchtlichen Beitrag die infrastrukturellen Maßnahmen zum Ausbau des Clusters und des Clustermanagements. Minister Ernst Pfister bestätigte die Zusage des Landes über ein Fördergeld von fünf Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. An den im Hauptantrag eingereichten 33 Verbundprojekten sind 116 Clusterakteure und -partner beteiligt, davon zwei Drittel aus der Industrie.

Für Deutschland eröffnet sich durch die Förderung von MicroTEC Südwest nicht nur die Chance, eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien international auszubauen, sondern auch in die bedeutendsten Anwenderbranchen zu übertragen:
- Automobil
- Life Science / Medizintechnik
- Produktion / Maschinenbau
- Automation / Sensorik
Der Cluster MicroTEC Südwest stellt zudem einen Technologielieferanten für andere Cluster dar.

"Mittelfristig werden insbesondere in den leitmarktorientierten Themenfeldern 'Mobilität' und 'Gesundheit' radikale Veränderungen und dadurch große Marktchancen für intelligente Mikro¬systemlösungen erwartet", erklärte Peter Josef Jeuk, Geschäftsführer des Clustermanagements MST BW. Entsprechend bündelt MicroTEC Südwest zunächst seine Kräfte in den Bereichen "Robuste und effiziente Sensorik" mit dem Leitunternehmen Robert Bosch sowie "In-vitro-Diagnostik" mit dem Leitunternehmen Roche Diagnostics. Die Universität Stuttgart ist über das Institut für Mikroaufbautechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft sowie das Institut für Mikroelektronik Stuttgart in die Initiative eingebunden.

Im Cluster "Robuste und effiziente Sensorik" werden neuartige Sensoranwendungen für den Automobilbereich entwickelt. Diese Hochleistungssensoren sind die Grundvoraussetzung für die Entwicklung sauberer und ressourcenschonender Antriebstechniken sowie für die Erkennung von Lebewesen in warnenden Fahrassistenzsystemen. Sie leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs und somit der Emissionen - auch für kommende Hybridantriebe - sowie zur erhöhten Sicherheit im Straßenverkehr (Halbierung der Todesopfer wird prognostiziert). "In-vitro-Diagnostik" gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie wesentlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität des Patienten sowie der medizinischen Qualität und der Wirtschaftlichkeit seiner Behandlung beiträgt. Nach Schätzungen von Fachleuten könnte eine Erhöhung der Ausgaben für "In-vitro-Diagnostik" um ein Prozent zu Einsparungen im Gesundheitssystem von fünf Prozent führen. In Deutschland wären dies mehr als zehn Milliarden Euro/Jahr.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sind auch für andere Anwendungen und Branchen interessant. Als bedeutendster Wirtschaftszweig des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland bietet der Maschinenbau sehr große Potenziale für den durchgehenden Einsatz mikrosystemtechnischer Lösungen, etwa bei In-situ-Sensorik, -Aktorik und -Prozessorik in integrierten Mikrosystemlösungen für die effizientere und ressourcenschonendere Produktion der Zukunft. Bis 2020 wird sich MicroTEC Südwest so zum weltweit führenden Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort im Bereich der Mikrosystemtechnik entwickeln.

Jetzt beginnt die Antragsarbeit. Die bisher nur als Projektskizze eingereichten Anträge werden als so genannte Vollanträge für das Bundesforschungsministerium umgesetzt und eingereicht.

Alle bisherigen Aktivitäten im Rahmen der Antragsstellung sowie die nun folgenden Aktionen zum Ausbau des Clusters werden durch das Clustermanagement Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. koordiniert.

Weitere Informationen zu MicroTEC Südwest und zum Spitzencluster-Wettbewerb unter www.microtec-suedwest.de

Verantwortliche Pressestelle für MicroTEC Südwest:
Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW)
Peter J. Jeuk (Geschäftsführer)
Emmy-Noether-Straße 2
79110 Freiburg Tel.: 0761 897598-75
Fax.: 0761 897598-78
E-Mail: peter.jeuk@mstbw.de

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstbw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Space Exploration Masters 2017: Topaktueller Innovationswettbewerb
22.06.2017 | AZO Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen

nachricht Otto-Hahn-Medaille für Jaime Agudo-Canalejo
21.06.2017 | Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie