Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CeBIT 2012: "3D-Geo-Stripping" und Smartcard mit biometrischem Code aus Halle

29.02.2012
Die Computer- und Technikmesse CeBIT bietet jährlich ein hochkarätiges Forum für die Präsentation neuer Entwicklungen.

Auf der CeBIT 2012 vom 6. bis 10. März in Hannover wird sich die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) mit zwei besonders nutzerfreundlichen und vielseitigen Projekten am Stand „Forschung für die Zukunft“ einem internationalen Publikum präsentieren. Es handelt sich um Exponate aus den Bereichen Geologie und Informatik: das sogenannte 3D-Geo-Stripping und die Single-Sign-On-Smartcard mit Biometrie.


Hydrogeologisches Modell in 3D von Bitterfeld
Grafik: Institut für Geowissenschaften der MLU


Single Sign-On per Smartcard mit Biometrie
Bild: Sandro Wefel

Geologische und hydrogeologische 3D-Modelle

„3D-Geo-Stripping“ lautet die Bezeichnung für ein neues interaktives Verfahren, mit dem sich geologische Gegebenheiten sehr anschaulich darstellen lassen. Entwickelt wurde es von einer Arbeitsgruppe der Hydro- und Umweltgeologie der MLU. Die erstmals im Fachgebiet angewendete Methode des Geo-Stripping verknüpft das jeweilige Bild der Erdoberfläche mit einem 3D-Modell des geologischen Untergrunds im entsprechenden Aufnahmewinkel. „Die interaktive Nutzung des Betrachters ermöglicht ein gestuftes Freilegen und Entdecken des in 3D modellierten geologischen Untergrunds einfach nur durch die Bewegung des Mauszeigers“, erklärt Prof. Dr. Peter Wycisk, Leiter der Arbeitsgruppe.

Damit werden die geologischen Modellierungsergebnisse für einen breiten Anwenderkreis auch auf mobilen Endgeräten verfügbar. Die Arbeitsgruppe nutzt die geologischen 3D-Modelle mit ihrer hohen räumlichen Auflösung für die hydrogeologische Modellierung in großen Modellgebieten und in weltweit verteilten Projekten. International gewinnen solche OpenSource-Konzepte immer mehr an Bedeutung, um Datenaustausch und -verfügbarkeit zu gewährleisten.

Die auf der Internet-Plattform http://www.3d-geology.de bereitgestellten Bildbeispiele zeigen verschiedene faszinierende Möglichkeiten der wissenschaftlichen Informationsvermittlung über horizontale und vertikale Schnitte, eine abgedeckte bzw. heraus gestanzte Erdoberfläche oder ein geologisches Untergrundrelief.

Single Sign-On per Smartcard mit Biometrie

Für jeden noch so kleinen Geschäfts- und Privatbereich gibt es heutzutage mindestens einen Benutzernamen und ein dazugehöriges Passwort. Im Dschungel dieser Daten verliert man leicht den Überblick. Die Lösung heißt SSO mit Biometrie unter Nutzung von Smartcards, entwickelt in einem Gemeinschaftsprojekt der Martin-Luther-Universität und der Gesellschaft innovativer Systeme aus Halle. SSO steht für Single Sign-On - die „Einmalanmeldung“.

„Der fälschungssicherste Code ist der jeweils eigene, der biometrische“, sagt Joachim Richter von der Gesellschaft innovativer Systeme. Seit 1995 beschäftigt sich sein Unternehmen mit der Zeiterfassung und Zutrittskontrolle per Fingerabdruck und jetzt auch durch Venenerkennung. „Würden sich zum Beispiel Banken mit einem biometrischen Sicherheitssystem ausstatten, wären illegale Zugriffe auf Konten nicht mehr möglich“, erklärt Richter. Mithilfe der Smartcard bleiben die Daten in der Hand ihres Besitzers. Und das funktioniert auch am Rechner. Nach einmaliger PIN-Eingabe beim Rechner-Login erfolgt im Hintergrund die sichere Authentifizierung des Nutzers für alle autorisierten Dienste. Das System unterstützt sowohl Rechner als auch ThinClients.

„Durch die Verwendung der Smartcards umgehen wir das heikle Thema der zentralen externen Datenspeicherung“, erläutert Dr. Sandro Wefel vom Institut für Informatik der MLU, der das System zusammen mit dem halleschen Ingenieurbüro entwickelt hat. „Wir legen die biometrischen Daten lediglich auf einer Smartcard ab, sodass ihr Nutzer auch der einzige Besitzer ist“, so der Informatiker.

Die vorgestellten Projekte finden Sie auf der CeBIT in Halle 9, Stand A 10. Die Präsentation findet im Rahmen des Auftritts „Forschung für die Zukunft“ der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt.

Ansprechpartner:

Wolfgang Seidel
Hochschulmarketing
Telefon: 0345 55 21379
E-Mail: w.seidel@rektorat.uni-halle.de
Prof. Dr. Peter Wycisk
Institut für Geowissenschaften
Telefon: 0345 55 26134
E-Mail: peter.wycisk@geo.uni-halle.de
Dr. Sandro Wefel
Institut für Informatik
Telefon: 0345 55 24725
E-Mail: sandro.wefel@informatik.uni-halle.de

Ute Olbertz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de
http://www.informatik.uni-halle.de/ti/forschung/sso

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2012:

nachricht Praktisches Handgerät zum Lesen und Beschreiben von Hochfrequenz-RFID-Datenträgern
24.07.2012 | Contrinex GmbH

nachricht Rittal und Siemens stellen integrierte Energieverteilungslösung vor
20.03.2012 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2012 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der erste Blick auf ein einzelnes Protein

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das menschliche Hirn wächst länger und funktionsspezifischer als gedacht

18.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zur Sicherheit: Rettungsautos unterbrechen Radio

18.01.2017 | Verkehr Logistik