Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Handy als Energiesparberater

31.01.2011
Auf der CeBIT 2010 hatte Fraunhofer FIT gezeigt, wie das Handy zum Stromsparen eingesetzt werden kann, indem es den Verbrauch einzelner Geräte im Haushalt oder im Büro visualisiert.

Jetzt präsentiert Fraunhofer FIT die Weiterentwicklung: Eine intelligente Sensorik analysiert die aktuelle Energiesituation im Raum und visualisiert diese durch Lichtstimmungen (Ambient Light). Per Handy kann der Nutzer den Verbrauch einzelner Geräte detailliert ermitteln, sich gezielt Spartipps geben lassen und auch von unterwegs Geräte steuern. Besuchen Sie uns auf der CeBIT vom 1. – 5. März 2011 in Hannover, Halle 9, B36.

Energie ist kostbar, daher sollten die vorhandenen Energiereserven optimal genutzt werden. Leider ist das Wissen über mögliche Energiesparalternativen noch längst kein Allgemeingut, so dass immer noch viel Sparpotential verloren geht. Fraunhofer FIT erforscht daher, wie mit Hilfe innovativer Technologien Menschen zu Hause und am Arbeitsplatz motiviert werden können, unnötige Energieverschwendung zu vermeiden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Energiesparen im Büro. Neben strukturellen Optimierungen durch energieeffiziente Geräte könnte hier allein durch geändertes Verbraucherverhalten beträchtlich gespart werden. Schon bei naheliegenden Dingen wie der Nutzung von PCs, Druckern und Beleuchtung böten sich Einsparpotentiale von 30-50 Prozent, so die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena).

Eine Lösung sind situationsabhängige Energiespartipps. Hierzu hat Fraunhofer FIT ein System entwickelt, das die Umgebung mit intelligenter Sensorik permanent überwacht. Entdeckt es dabei Energiesparpotential, weist das System mit ambienter Lichttechnik unaufdringlich darauf hin. Ist etwa ein Fenster zum Lüften geöffnet, während die Heizung noch auf voller Stärke läuft, ändert sich die Lichtatmosphäre von grün ins rötliche. Über sein Handy kann sich der Verbraucher auch gezielt Spartipps zur seiner aktuellen Situation geben zu lassen. Eine Fraunhofer FIT App schlägt ihm für jedes identifizierte Energiesparpotential Lösungsmöglichkeiten vor. Daneben zeigt die App noch aktuelle Verbrauchswerte und die bereits eingesparten Kosten an. Eine weitere Besonderheit: Viele Energiespartipps können direkt per Fernsteuerung umgesetzt werden. Brennt etwa das Licht unnötig in einem leeren Raum, kann es direkt über das Handy ausgestellt werden.

"Wichtig ist, dass solche Technologien stets nur unterstützend tätig sind und weder bevormundend wirken noch in bestehende

Arbeitsprozesse eingreifen.", erläutert Dr. Markus Eisenhauer vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. Ausnahmen seien allerdings potentiell gefährliche Situationen, etwa wenn Geräte nicht abgeschaltet werden, die überhitzen können. Dann wird der Benutzer vom System aktiv über sein Handy alarmiert.

Das System wird im Rahmen des Projekts "SEEMPubS – Smart Energy Efficient Middleware for Public Spaces" entwickelt. Technische Basis der Entwicklungsarbeiten ist die LinkSmart Middleware, die in SEEMPubS um eine Energieeffizienzkomponente erweitertet wird. LinkSmart ist die Weiterentwicklung der Hydra-Middleware. Die Middleware erleichtert es Geräte-Herstellern und Systemintegratoren, vernetzbare Geräte zu entwickeln, die sich flexibel zu hochperformanten Lösungen kombinieren lassen. LinkSmart minimiert die Komplexität für den Entwickler und stellt offene, klar definierte Schnittstellen zwischen Geräteklassen bereit.

Fraunhofer FIT demonstriert das System vom 1. – 5. März 2011 auf der CeBIT in Hannover. Besuchen Sie uns auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftstand, Halle 9, B36.

Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon +49 2241 14-2208

Alex Deeg | idw
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2011:

nachricht GUS Group im CeBIT-Aufschwung
11.03.2011 | GUS Deutschland GmbH

nachricht Die Top-Trends der CeBIT 2011 für Unternehmen und Consumer
07.03.2011 | Deutsche Messe AG Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2011 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften