Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Triband-Handy als Stift – Einfache Eingabe von SMS

16.03.2004


Der Prototyp des PenPhones ist erstmals auf der CeBIT in Halle 26 zu sehen.


Siemens-Entwickler haben ein Handy in Form eines Stiftes gebaut, mit dem SMS oder Telefonnummern per Hand geschrieben werden können. Der Prototyp des PenPhones ist erstmals auf der CeBIT (vom 18. bis 24. März) in Hannover in Halle 26 zu sehen. Die besondere Funktion ermöglicht ein Bilderkennungssystem, das Bewegungen des Stifts in Buchstaben und Ziffern umsetzt.

... mehr zu:
»Buchstabe »Display »Eingabe »Handy »PenPhone »SMS

Das Triband-Mobiltelefon ist etwa so groß wie eine Zigarre: 14 Zentimeter lang bei einem Durchmesser von rund zwei Zentimetern. Es besitzt ein kleines Display, einen Lautsprecher zur Sprachausgabe und eine Bluetooth-Schnittstelle für den Kontakt zu einem Handheld-Computer oder einem Headset. Noch ist nicht entschieden, ob das Mobiltelefon in Serie gebaut wird.

Untersuchungen zufolge schreiben vor allem Erwachsene und ältere Menschen so gut wie keine Kurznachrichten auf dem Handy, weil ihnen die Eingabe zu langwierig ist. Das PenPhone wird wie ein Füller oder Kugelschreiber verwendet. Die spezielle Erfassungsoptik macht das Schreiben auf jeder beliebigen glatten Oberfläche ohne Tinte möglich. Die Schreibfunktion wird aktiviert, sobald der kleine Knopf an der Spitze des Stifts eine Oberfläche berührt. Dann beginnt eine winzige Infrarotkamera, mehrere hundert Bilder pro Sekunde als grobes Pixelmuster aufzunehmen, das sich bei jeder Bewegung des Stifts verändert.


Das System erkennt aufgrund der hohen Bildfrequenzrate in Echtzeit, wo sich die Spitze relativ zum Startpunkt befindet. Aus den Koordinaten berechnet die Software die Buchstaben. Anders als bei bestimmten Organizern, die auf ihren Touchscreen-Displays nur eine spezielle Schreibschrift erkennen, kann der Nutzer beim PenPhone wie mit einem echten Stift schreiben. Jeden Buchstaben (oder jede Ziffer) zeigt das Handy auf dem Display an und gibt ihn über Lautsprecher aus. Ist die SMS geschrieben, kann sie über Bewegungen des Stifts versendet werden. Ähnlich funktioniert das Wählen einer Telefonnummer. Der Nutzer kann das Mobiltelefon aber auch mit einem kleinen Knopf neben dem Display oder per Sprache bedienen. Dazu spricht er die Nummer einfach in das Mikrofon. Sie wird am Display angezeigt und dann gewählt.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/cebit

Weitere Berichte zu: Buchstabe Display Eingabe Handy PenPhone SMS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie