Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frei programmierbare Logikbausteine für flexibele Hardware - "Field Programmable Gate Arrays"

02.03.2004


Mit Hilfe eines FPGA wird die Schnittstelle zwischen PC und Roboter so implementiert, dass die Steuerung schnell auf sich ändernde Aufgaben zur Laufzeit angepasst werden kann.


Diplom-Informatiker André Meisel präsentiert den Hardware-Teil der Chemnitzer Entwicklung.


Informatiker der TU Chemnitz zeigen vom 18. bis 24. März 2004 auf der CeBIT in Hannover (Halle 11, Stand D31), wie in Zukunft die Hardware beispielsweise von Kfz-Steuerungen oder Handys flexibel auf gewünschte Änderungen der Funktionalität reagieren kann. Die Chemnitzer nutzen dafür so genannte FPGAs (Field Programmable Gate Arrays, frei programmierbare Logikbausteine). Mit deren Hilfe lassen sich die Schnittstellen zwischen den Systemkomponenten automatisch an sich ändernde Aufgaben anpassen. Derartige Bausteine können leicht innerhalb von Sekunden umprogrammiert werden.


Zum Hintergrund: Wer heute ein Funktelefon kauft, kennt das Problem. Mit jeder neuen Handy-Generation werden dem Nutzer immer mehr Funktionen angeboten. Doch wer mit seinem alten Telefon auch die neuen Möglichkeiten der nächsten Handy-Generation nutzen möchte, hat Pech. Denn in den Handys befinden sich festprogrammierte Chips, die einen Wechsel oder eine Erweiterung der Funktionalität ausschließen. Nicht nur hier sollen in Zukunft rekonfigurierbare Systeme Abhilfe leisten. Selten oder nicht benötigte Funktionen können dann mit neuen Funktionen ausgetauscht werden. Handys, Kfz-Steuerungen und nahezu alle eingebetteten Systeme könnten - so die Vision - in Zukunft aus komplexen Modulen aufgebaut werden, die zu verschiedenen Zeiten wechselnde Aufgaben übernehmen: Das Handy reagiert dann beispielsweise auf das Zeitsignal in verschiedenen Zeitzonen oder liefert ortsbezogene Orientierungshilfen, etwa das Laden und Verarbeiten von Stadtplaninformation bei gleichzeitiger Auslagerung von Spielen. Und die Kfz-Steuerung, die ja aus verschiedenen Prozessoren besteht, könnte funktionsfähig bleiben, wenn ein Prozessor ausfällt. Die funktionstüchtigen Prozessoren übernehmen dann mittels Rekonfigurierung die Aufgaben des ausgefallenen Prozessors.

Die Chemnitzer Experten der Technischen Informatik wollen gemeinsam mit Forschern von 13 weiteren Hochschulen im Schwerpunktprogramm "Rekonfigurierbare Rechensysteme" der Deutschen Forschungsgemeinschaft die Hardware eines Computers, ähnlich wie die Software, durch Programmierung sehr flexibel machen. Dadurch können sich Rechensysteme an die sich schnell ändernden Anforderungen und Bedingungen anpassen. Damit wären diese neuen Systeme sehr effizient in verschiedenen Gebieten einsetzbar, etwa in der zivilen Luft- und Raumfahrt sowie der Steuerung komplexer Industrie- und Energieanlagen.


Zur CeBIT demonstrieren die Chemnitzer Forscher um Prof. Dr. Wolfram Hardt auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" erstmals die automatische Rekonfigurierung von Schnittstellen am Beispiel eines Industrieroboters. Sie zeigen, wie dessen Module bei wechselnden Aufgaben die Daten trotz veränderter Datenströme sicher austauschen können. Das besondere Augenmerk der Chemnitzer Forscher ist dabei auf die sich ändernden Kommunikationswege gerichtet.

Weitere Informatinen geben:
Prof. Dr. Wolfram Hardt, Telefon 0371-531-1467, E-Mail hardt@cs.tu-chemnitz.de
Dipl.-Inf. André Meisel, Telefon 0371-531-1901, E-Mail andre.meisel@cs.tu-chemnitz.de

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Gate Handy Hardware Kfz-Steuerung Logikbaustein Prozessor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie CeBIT 2004:

nachricht FwD begeisterte CeBIT-Besucher
19.04.2004 | Funkwerk Dabendorf GmbH

nachricht D-Link unter die Top 50 der wichtigsten Cebit Aussteller gewählt
31.03.2004 | D-Link

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2004 >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics