Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Der Mobilisierungseffekt der Hightech-Strategie ist unverkennbar"

27.02.2008
Expertenkommission Forschung und Innovation legt ihr erstes Gutachten vor

Die von der Bundesregierung neu eingerichtete Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat am Mittwoch in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Annette Schavan ihr erstes Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit überreicht.

"Das Gutachten macht deutlich, dass Deutschland in weiten Bereichen von Forschung und Innovation auf eine sehr positive Bilanz blicken kann", sagte Ministerin Schavan. Die Erkenntnisse und Empfehlungen der Expertenkommission unterstützen zudem nach den Worten der Ministerin die Grundlinien der Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung.

Schavan: "Die Bundesregierung hat mit der Hightech-Strategie und zusätzlichen Bundesmitteln von rund 6,5 Milliarden Euro für Forschung, Entwicklung und Innovation in dieser Legislaturperiode die Weichen neu gestellt. Unsere Politik greift also." Dazu schreiben die Experten in dem Gutachten: "Der Mobilisierungseffekt der Hightech-Strategie ist unverkennbar." Die Hightech-Strategie sorge für mehr private Investitionen in Forschung und Entwicklung, betonte die Ministerin: "Damit schaffen wir die Voraussetzungen für mehr Wirtschaftswachstum."

Mit dem Gutachten zu Forschung und Innovation stellt sich die Bundesregierung erstmalig dem Urteil unabhängiger Expertinnen und Experten. Vergleichbar mit dem Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (das Gutachten der so genannten Wirtschaftsweisen) soll es von nun an regelmäßig auch eine wissenschaftlich fundierte Politikberatung für die Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung geben. Ministerin Schavan sagte, dass die Bundesregierung das Gutachten und seine Handlungsempfehlungen nun genau prüfen werde. Binnen drei Monaten nimmt sie im Bundesbericht Forschung und Innovation detailliert dazu Stellung.

"Wir wollen Deutschland zu einem der weltweit leistungsfähigsten Standorte für Wissenschaft, Forschung und Innovation machen", sagte Schavan. "Dabei werden die Herausforderungen immer größer. Politik, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen können sich deshalb mit dem Erreichten nicht zufrieden geben."

Die Ministerin sagte, die Bundesregierung werde auch künftig die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigern und die Rahmenbedingungen für Innovationen in Deutschland verbessern. Dafür werde die Regierung die Hightech-Strategie konsequent weiter entwickeln. Wichtig sei auch, wie von den Experten gefordert, die steuerlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation zu verbessern. Schavan: "Steuerpolitik ist auch Innovationspolitik. Wir prüfen hierzu die Möglichkeiten zur Einführung einer steuerlichen FuE-Förderung genau."

Folgende Persönlichkeiten gehören zur Expertenkommission Forschung und Innovation:

Professor Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner
Wissenschaftliche Direktorin des Centers for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen Universität München (TUM); Professorin für Betriebswirtschaftslehre
Professor Jutta Allmendinger, Ph.D.
Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung;
Professorin für Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin
Professor Dr. Hariolf Grupp (Stv. Vorsitzender)
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung (IWW) der Universität Karlsruhe; Lehrstuhl für Systemdynamik und Innovation; Professor am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
Professor Dietmar Harhoff, Ph.D. (Vorsitzender)
Vorstand des Instituts für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship der Ludwig-Maximilians-Universität München; Professor für BWL
Professor em. Dr. Joachim Luther
Ehemaliger Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE);
Professor für Physik an der Universität Freiburg

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.e-fi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie