Zukunftssicher Planen und Bauen: Fachkongress an Frankfurt University of Applied Sciences

Nachhaltiges Planen und Bauen im Ballungsraum unterliegt sich ständig verändernden Rahmenbedingungen. Wesentliche Einflussfaktoren sind dabei der Sanierungsbedarf im Bestand, der Klimawandel, die Urbanisierung und der demografische Wandel. Im Wissenschaftsjahr 2015 zum Thema Zukunftsstadt widmet das Frankfurter Forschungsinstitut für Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik (FFin) seinen dritten Kongress dem Thema „Zukunftssicher Planen und Bauen – Projektschau nachhaltiger Arbeiten aus Architektur, Wohnungsbau, Infrastruktur und Datenmanagement“.

Am 2. März 2015, 9.30 bis 17 Uhr sind Architekt(inn)en, Stadtplaner(innen), Bauingenieur(inn)e(n) sowie Studierende an die Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) eingeladen. Anhand von Leuchtturmprojekten aus Wissenschaft und Praxis können sie sich über nachhaltiges Planen und Bauen informieren sowie über das aktuelle Thema diskutieren. Die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro, für Studierende 20 Euro. Eine Anmeldung bis 23. Februar 2015 unter http://www.frankfurt-university.de/kongresszusia ist erforderlich.

„Das FFin mit dem forschungsstarken Bereich Planen und Bauen im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main hat es sich zum Ziel gesetzt, sein Wissen in die Bau- und Planungsbranche hineinzutragen. Mit der Ausrichtung des Kongresses bieten wir für Wissenschaft, Verwaltung und Bauwirtschaft eine Plattform zum Austausch und wollen die Netzwerke mit der Praxis noch enger knüpfen“, so Prof. Dr. Martina Klärle, Direktorin des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik (FFin).

Die Vorträge thematisieren unter anderem das Wohnen der Zukunft mit Blick auf Frankfurt am Main, Lösungsoptionen für lokale Engpässe an Mietwohnraum, die Bodenpolitik für einen nachhaltigen Städtebau oder Forschungsprojekte wie „Rapid Planning“, das nachhaltiges Infrastruktur-, Umwelt- und Ressourcenmanagement für hochdynamische Metropolregionen untersucht und effiziente Lösungsvorschläge erarbeitet.

Ab 14 Uhr findet eine Projektschau nachhaltiger Arbeiten aus Architektur, Wohnungsbau, Infrastruktur und Datenmanagement statt. Dabei werden Projekte zur Sanierung im Bestand, zu Effizienzhaus Plus oder zur Nachverdichtung eines Wohnquartiers vorgestellt.

Im Rahmen einer Fishbowl-Runde ab 16.15 Uhr diskutieren, formulieren und verabschieden die Kongressteilnehmenden gemeinsam ein Positionspapier zur Umsetzung nachhaltigen Bauens im Ballungsraum.

Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen und die Ingenieurkammer Hessen erkennen die Veranstaltung mit acht Fortbildungspunkten/Unterrichtseinheiten an.

Das 2012 gegründete Frankfurter Forschungsinstitut für Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik (FFin) der Frankfurt University of Applied Sciences steht für angewandte Forschung im Kontext von Planung und Bau in der Region Frankfurt Rhein-Main. Die umsetzungsorientierte Forschung liefert Ergebnisse für eine ressourcenschonende Planung und Entwicklung von urbanen und ruralen Räumen sowie für eine ästhetisch ansprechende Gestaltung der gebauten Umwelt. Interdisziplinäre Forschung zählt zu den besonderen Stärken der rund 40 Wissenschaftler(innen). Die Forschungsfelder des FFin umfassen nachhaltige (Elektro-)Mobilität in der Stadt und auf dem Land, Energieeffizienz bei Material, Bau und Nutzung, Erneuerbare Energien bei der Gebäudeplanung und im Landmanagement, Geoinformation als Basis für Planung und Bau sowie Anpassungsstrategien an den demografischen Wandel im Planen und Bauen.

Termin: Montag, 2. März 2015, 9.30 – 17 Uhr

Veranstaltungsort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, Gebäude 4, 1. Stock, Raum 111

Weitere Infos zum Kongress: http://www.ffin.eu

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik, Dr. Ulrike Reichhardt, Telefon: 069/1533-3617, E-Mail: ulrike.reichhardt@fb1.fra-uas.de

Programm

9.30 Uhr
Begrüßung – Prof. Dr. Martina Klärle, Direktorin des FFin
Grußwort – Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences

9.45 Uhr Die Stadt Frankfurt – Was macht das Wohnen der Zukunft aus?
Bürgermeister Olaf Cunitz, Dezernat II – Planen und Bauen in Frankfurt am Main

10.30 Uhr Lokale Engpässe an Mietwohnraum: Was hilft mehr Markt oder mehr staatliche/kommunale Regulierungen?
Ulrich Caspar, MdL Verkehrs- und wohnungspolitischer Sprecher

11.15 Uhr Pause

11.45 Uhr Rapid Planning – nachhaltiges Infrastruktur-, Umwelt- und Ressourcenmanagement für hochdynamische Metropolregionen
Prof. Dr. Michael Peterek, FFin

12.15 Uhr Bodenpolitik für einen nachhaltigen Städtebau
Prof. Dr. Fabian Thiel, FFin

12.45 Uhr Vorstellung eines Entwurfs für ein Positionspapier
Dr. Ulrike Reichhardt, FFin, Moderation: Prof. Dr. Martina Klärle, FFin

13 Uhr Mittagspause/Brownbag-Session

ab 14 Uhr Projektschau
Moderation: Dr. Ulrike Reichhardt

Das Projekt OnTop als Beispiel für eine soziale, wirtschaftliche und ökologische Sanierung im Bestand
Prof. Dr. Hans Jürgen Schmitz, FFin

Effizienzhaus Plus mit E-Mobilität
Prof. Dr. Heide Schuster, FFin

Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Öffentlichen Personennahverkehr
Prof. Dr.-Ing. Josef Becker, FFin

Nachhaltiges Bauen im Bestand: das Plusenergie-Ensemble „Hof 8“
Prof. Dr. Martina Klärle, FFin

Nachverdichtung eines Wohnquartiers in Nieder-Eschbach (Frankfurt)
Prof. Jean Heemskerk, FFin

Auf Qualität bauen – Qualitätsaspekte beim Betrieb einer Geodateninfrastruktur
Nicole Saravanja MSc, FFin

Geoportale – digitale Schaufenster der raumbezogenen Planung
Prof. Dr. Robert Seuß, FFin

16.00 Uhr Pause

16.15 Uhr Fish-Bowl-Diskussion mit anschließender Verabschiedung eines Positionspapiers zum Thema:
Zukunftssicher Planen und Bauen im Ballungsraum
Moderation: Prof. Dr. Martina Klärle, FFin

17.00 Uhr Veranstaltungsende

http://www.frankfurt-university.de/kongresszusia

Media Contact

Nicola Veith idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Neutronen-basierte Methode hilft, Unterwasserpipelines offen zu halten

Industrie und private Verbraucher sind auf Öl- und Gaspipelines angewiesen, die sich über Tausende von Kilometern unter Wasser erstrecken. Nicht selten verstopfen Ablagerungen diese Pipelines. Bisher gibt es nur wenige…

Dresdner Forscher:innen wollen PCR-Schnelltests für COVID-19 entwickeln

Noch in diesem Jahr einen PCR-Schnelltest für COVID-19 und andere Erreger zu entwickeln – das ist das Ziel einer neuen Nachwuchsforschungsgruppe an der TU Dresden. Der neuartige Test soll die…

Klimawandel und Waldbrände könnten Ozonloch vergrößern

Rauch aus Waldbränden könnte den Ozonabbau in den oberen Schichten der Atmosphäre verstärken und so das Ozonloch über der Arktis zusätzlich vergrößern. Das geht aus Daten der internationalen MOSAiC-Expedition hervor,…

Partner & Förderer