Wie Drohnen den Wald vermessen können

Manchen erscheinen sie wie ein Spielzeug für große Jungs. Für die Geographen der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind Drohnen hingegen eine wichtiges Messinstrument für ihre Forschungen: Denn die GPS-gesteuerten und mit Spezialkameras ausgerüsteten Drohnen ermöglichen einen neuen Blick auf die Erde und können beispielsweise Wälder mit hoher Genauigkeit kartieren.

Was Drohnendaten alles über die Struktur eines Waldes verraten, das erklärt Dr. Christian Thiel vom Lehrstuhl für Fernerkundung am 7. November in seinem Vortrag „Die Vermessung des Waldes mittels Drohnendaten“. Dr. Thiel wird zudem einige dreidimensionale Aufnahmen der Wälder rund um Stadtroda zeigen. Interessierte sollten daher – wenn möglich – eine 3D-Brille (rot/grün) mitbringen.

Christian Thiels Vortrag ist der Auftakt der öffentlichen Vorlesungsreihe der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät „ChemGeo aktuell“ in diesem Wintersemester. Die öffentlichen Samstagsvorlesungen richten sich an alle, die sich für aktuelle Forschungsthemen aus den Bereichen Chemie, Geowissenschaften und Geographie interessieren. Gerade Schüler haben so die Möglichkeit, die Universität kennenzulernen, mit Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen – und so vielleicht auch das passende Studienfach zu finden.

Der zweite Vortrag von Prof. Dr. Falko Langenhorst am 5. Dezember widmet sich der Hayabusa-Mission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA. Die Raumsonde Hayabusa landete im Jahr 2005 auf dem Asteroiden Itokawa und brachte kostbare Staubkörner von der Oberfläche des Asteroiden zur Erde.

Der Jenaer Mineraloge Falko Langenhorst ist einer der wenigen Wissenschaftler außerhalb Japans, die diese Staubteilchen analysieren durften. In seinem Vortrag berichtet er nicht nur über die Mission und ihre Ergebnisse, sondern er nimmt die Zuhörer zudem mit auf eine Zeitreise zum Ursprung des Sonnensystems.

Das neue Jahr startet mit einem Vortrag zu den gesellschaftlich hochaktuellen Themen Elektromobilität und stationäre Stromspeicherung. Prof. Dr. Philipp Adelhelm vom Institut für Technische Chemie und Umweltchemie fragt am 9. Januar 2016: „Wo bleibt die Superbatterie?“.

Der Abschlussvortrag von Prof. Dr. Thomas Heinze am 23. Januar 2016 trägt den Titel „Zucker – vergessener Rohstoff mit Potenz“. Der Chemiker vom Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie zeigt, wie eine nachhaltige Entwicklung und Produktion durch die Nutzung von Naturstoffen wie etwa Zucker gelingen kann.

So können Produkte, die auf Basis von Zucker hergestellt werden, erdölbasierte Verfahren und Produkte ersetzen und zum Teil sogar übertreffen. Beispiele sind funktionelle Fasern für „intelligente“ Textilien und Hochleistungsklebstoffe aus Mehl.

Die vier allgemeinverständlichen Vorträge von „ChemGeo aktuell“ beginnen jeweils 10.30 Uhr im Hörsaal des Neubaus des Instituts für Anorganische und Analytische Chemie (Humboldtstraße 8). Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Dr. Bernd Nestler
Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstr. 11, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 948003
E-Mail: dekanatchemgeo[at]uni-jena.de

http://www.chemgeo.uni-jena.de/Samstagsvorlesung.html
http://www.uni-jena.de

Media Contact

Claudia Hilbert idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Anti-Aging-Medikament Rapamycin

…verbessert Immunfunktion dank Endolysosomen. Schutz vor Zunahme entzündungsfördernder Faktoren im Alter. Rapamycin gilt als vielversprechendes Anti-Aging-Medikament, das die Gesundheit im Alter verbessert und den altersbedingten Rückgang der Immunfunktion mildert. Eine…

Textile Innovationen für die ambulante Gesundheitsversorgung

Therapiewissenschaftler*innen der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) untersuchen den Einsatz von Zukunftstechnologien für ein gelingendes Altern. In einem neuen Projekt mit Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)…

Mit künstlicher Intelligenz die Kernspin-Bildgebung beschleunigen

Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickelten mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern einen Algorithmus für die Magnetresonanztomographie (MRT), der aus deutlich weniger Daten als bisher hochwertige Bilder erstellen kann. Das könnte die…

Partner & Förderer