Live zu sehen: Der humanoide Roboter „Myon“

Der humanoide Roboter „Myon“ <br>Frackenpohl

Dabei behalten alle Körperteile ihre Funktion bei, denn diese sind in dreifacher Hinsicht autonom: Energieversorgung, Rechenleistung sowie das neuronale Netz selbst sind vollständig dezentral über den Roboter verteilt.

Dies hat für die Forschung viele Vorteile, sagt Dr. Manfred Hild, unter dessen Leitung der humanoide Roboter entstanden ist. „So können Verhaltensweisen wie das Gehen zunächst an einer isolierten Gliedmaße, wie etwa an einem einzelnen Bein, entwickelt werden und dann Stück um Stück zu einem Gesamtverhalten weitergeführt werden.“ Darüber hinaus ergeben sich völlig neue Fragestellungen: Was passiert beispielsweise, wenn zwei Roboter ihre Arme tauschen oder ein Roboter ein neues, noch ungeübtes Bein erhält?

Erstmalig live
Myon – der humanoide Roboter
International Design Festival DMY
9. bis 13. Juni 2010
Flughafen Tempelhof, Platz der Luftbrücke 5
Berlin – Tempelhof
und:
Wissenschaftskolleg Berlin
14. Juli 2010
Wallotstraße 19, Berlin – Grunewald
http://www.wiko-berlin.de/index.php?id=81&type=98
Myon ist ein System mit sehr hohem Komplexitätsgrad. Trotzdem bricht sein Verhalten nicht vollständig in sich zusammen, wenn ihm Schaden zugefügt wird. Das heißt, sollte ein Kabel durchzwickt oder Teile der Elektronik entfernt werden, bleibt der Roboter funktionsfähig. Die Gliedmaßen sind mehrfach vernetzt und arbeiten kooperativ zusammen. Für das äußere Erscheinungsbild von Myon haben die Wissenschaftler der HU mit den Produktdesignern Frackenpohl Poulheim und dem Werkstoffunternehmen Bayer MaterialScience zusammengearbeitet.

Myon entstand im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts zur künstlichen Sprachevolution mit autonomen Robotern, ALEAR (Artificial Language Evolution on Autonomous Robots).

WEITERE INFORMATIONEN
Dr. Manfred Hild
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Informatik
Labor für Neurorobotik
Tel. (030) 2093-3931
hild@informatik.hu-berlin.de

Media Contact

Mirja Behrendt idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Die ungewisse Zukunft der Ozeane

Studie analysiert die Reaktion von Planktongemeinschaften auf erhöhtes Kohlendioxid Marine Nahrungsnetze und biogeochemische Kreisläufe reagieren sehr empfindlich auf die Zunahme von Kohlendioxid (CO2) – jedoch sind die Auswirkungen weitaus komplexer…

Neues Standardwerkzeug für die Mikrobiologie

Land Thüringen fördert neues System zur Raman-Spektroskopie an der Universität Jena Zu erfahren, was passiert, wenn Mikroorganismen untereinander oder mit höher entwickelten Lebewesen interagieren, kann für Menschen sehr wertvoll sein….

Hoher Schutzstatus zweier neu entdeckter Salamanderarten in Ecuador wünschenswert

Zwei neue Salamanderarten gehören seit Anfang Oktober 2020 zur Fauna Ecuadors welche aufgrund der dort fortschreitenden Lebensraumzerstörung bereits bedroht sind. Der Fund ist einem internationalen Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close