Hirntumor-Experten tauschen sich aus

Am 18. und 19. März 2011 treffen sich fast 200 Kinderärzte, Neurochirurgen, Radiologen, Psychologen, Dokumentare und Fachschwestern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur HIT (HIrnTumor)-Netzwerktagung am Universitätsklinikum Halle (Saale), um neueste Entwicklungen zur Diagnostik und Behandlung von Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen zu diskutieren.

Hirntumoren stellen mit ca. 400 Neuerkrankungen pro Jahr nach den Leukämien die häufigsten Krebs- und Tumorerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland dar. Die Diagnose Hirntumor wird leider nicht selten erst mit Verspätung gestellt, und etliche Hirntumore gelten trotz der großen Fortschritte der Operations- und Bestrahlungstechniken sowie der medikamentösen Behandlung immer noch als weitgehend unheilbar.

Veranstalter der HIT-Netzwerktagung ist die Deutsche Kinderkrebsstiftung aus Bonn, die wissenschaftliche Leitung obliegt Prof. Dr. Christof Kramm aus der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Halle, der die Studienzentrale der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) zur Behandlung von hochmalignen Gliomen im Kindes- und Jugendalter seit 2006 leitet.

Die Deutsche Kinderkrebsstiftung wurde 1995 vom Dachverband der regionalen Elternvereine krebskranker Kinder gegründet und hat die Förderung von kliniksnahen und patienten-orientierten Projekten zur Verbesserung der Gesamtssituation von krebskranken Kindern zur Aufgabe. Fast von Anfang an unterstützt die Deutsche Kinderkrebsstiftung das HIT-Behandlungsnetzwerk. Im HIT-Behandlungsnetzwerk wird die Diagnostik und Behandlung von Hirntumoren bei Kindern und Jugendlichen organisiert und überwacht. Neben insgesamt acht Studienzentralen für die verschiedenen kindlichen Hirntumorerkrankungen, die als Ansprechpartner für Ärzte, Patienten und Eltern aus dem In- und Ausland fungieren und klinische Behandlungsstudien koordinieren, bedingen vor allem auch die sogenannten nationalen Referenzzentren für Neuropathologie, Neuroradiologie und Strahlentherapieplanung die international hochgeachtete Behandlungsqualität im HIT-Netzwerk. Durch die Referenzzentren wird im Sinne einer ärztlichen Zweitmeinung die Diagnostik und Behandlungsplanung zentral überwacht und gegegebenfalls auch geändert.

Durch die Studienleitungs- und Referenzbegutachtungskultur wird seit mehr als zehn Jahren an den insgesamt über 60 Kliniken in Deutschland, an den Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren behandelt werden, unabhängig von der Größe und Erfahrung der jeweiligen Klinik eine gleich bleibend sehr hohe Behandlungsqualität gewährleistet. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass in Deutschland Kinder und Jugendliche mit Hirntumorerkrankungen heimatnah und nicht wie in vielen anderen europäischen Ländern nur zentral, d.h. oft Hunderte von Kilometern von Zuhause behandelt werden können. Die hohe Behandlungsqualität im HIT-Netzwerk hat über die Jahre dazu geführt, dass mittlerweile mehr als 95% aller Kinder und Jugendlichen mit Hirntumoren, die über das Deutsche Kinderkrebsregister in Mainz erfasst werden, im HIT-Behandlungsnetzwerk behandelt werden. Diese Situation ist international einmalig und wäre ohne die fortlaufende finanzielle Unterstützung durch die Deutsche Kinderkrebsstiftung nicht in gleichem Ausmaße bewerkstelligt worden.

Jens Müller
Unternehmenskommunikation
Leiter und Pressesprecher
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Medizinische Fakultät der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)
Tel.: (0345) 557-1032
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Jens Müller Universitätsklinikum Halle (Saal

Weitere Informationen:

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