Erstmals in Bremen: Internationale Expertenkonferenz „ECSA56“

Extremereignisse wie ein Ausbruch des Schlammvulkans "Lusi" auf Java können Küstensysteme stark in Mitleidenschaft ziehen. Tim Jennerjahn, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)

Der Mensch verursacht den globalen Wandel und ist zugleich stark von ihm betroffen. Klimawandel und regionale Umweltveränderungen haben oft dramatische Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosystemleistungen, was wiederum die Lebensgrundlage der Menschen, Tiere und Pflanzen in Küstenregionen immens beeinflusst.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen vor der Frage: Welche Einflüsse sind menschengemacht, welche natürlicher Art, und wie groß sind deren jeweilige Anteile? In der Forschung sind deshalb inter- und transdisziplinäre Ansätze wichtiger denn je, um die komplexen Folgen für Mensch und Umwelt zu verstehen und so die Basis für eine nachhaltige Nutzung zu schaffen.

Auf dem ECSA56-Kongress treffen sich internationale Forscherinnen und Forscher verschiedenster Disziplinen zum fachlichen Austausch über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und das Management von Küstenmeeren und Flussmündungen in einer sich rapide verändernden Welt. Das Tagungsprogramm ist breitgefächert: In mehr als 320 Vorträgen und 220 Postern werden Fragestellungen aus den Fachrichtungen Biogeochemie, Ökologie, Hydro- und Sedimentdynamik und Sozioökonomie behandelt.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, diese internationale Expertenkonferenz nach Bremen zu holen“, so Dr. Tim Jennerjahn, Organisator der ECSA56 und Leiter der Arbeitsgruppe „Ökologische Biogeochemie“ am ZMT. „Wir wollen hier in Bremen im Zuge der Herausforderungen des globalen Wandels die neuesten Entwicklungen in der internationalen Küstenforschung diskutieren und nach möglichen Lösungen für existierende Probleme suchen.“

Besondere Schwerpunkte sind die Veränderungen der Küstendynamik durch den Meeresspiegelanstieg oder Ingenieurbauwerke wie Deiche, biogeochemische Stoffflüsse am Übergang vom Land zum Meer, Veränderungen von Ökosystemstrukturen und -funktionen sowie die Rolle des Menschen als Auslöser wie auch als Betroffener von Umweltveränderungen.

Neben Fachvorträgen in englischer Sprache von hochkarätigen Referenten aus 48 Ländern wird es Workshops für Nachwuchswissenschaftler geben. So können sich die in großer Zahl vertretenen Doktoranden und Post-Docs bei erfahrenen Wissenschaftlern und Chefredakteuren hilfreiche Tipps zu neuen Arbeitsmethoden und zu Veröffentlichungen und Gutachten in internationalen Fachzeitschriften holen.

Die ECSA56-Konferenz zum Thema „Küstensysteme im Wandel: Vom natürlichen zum anthropogen veränderten Zustand“ wird veranstaltet vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) und dem internationalen Wissenschaftsverband Estuarine & Coastal Sciences Association (ECSA) in Kooperation mit dem Fachverlag Elsevier.

Wann: 4. – 7. September 2016
Wo: Maritim Hotel & Congress Zentrum Bremen
Programm zum Download: http://www.estuarinecoastalconference.com

Medienvertreter sind zu der Konferenz herzlich eingeladen. Wir bitten um Anmeldung bei andrea.daschner@leibniz-zmt.de.

Fotos und Bildunterschriften zum Download: http://bit.ly/2bQQRGT

Kontakt:
Dr. Tim Jennerjahn | Arbeitsgruppe Ökologische Biogeochemie
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)
E-Mail: tim.jennerjahn@leibniz-zmt.de | Tel: +49 (0)421 238 00-44

Andrea Daschner | Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)
E-Mail: andrea.daschner@leibniz-zmt.de | Tel: +49 (0)421 238 00-72

Weitere Infos und Programm zum Download: http://www.estuarinecoastalconference.com
Fotos und Bildunterschriften zum Download: http://bit.ly/2bQQRGT

Media Contact

Andrea Daschner idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Fermentierte Wolle ist des Rätsels Lösung

FAU-Forscher entschlüsseln das Geheimnis des berühmten Pazyryk-Teppichs Warum leuchten die Farben des ältesten geknüpften Teppichs der Welt nach fast zweieinhalb Tausend Jahren noch äußerst brillant in rot, gelb und blau?…

Vulkane könnten den Nachthimmel dieses Planeten erhellen

Bisher haben Forschende keine Anzeichen auf globale tektonische Aktivität auf Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems gefunden. Unter der Leitung der Universität Bern und dem Nationalen Forschungsschwerpunkt NFS PlanetS haben Wissenschaftler nun…

Entwicklung neuartiger Schutzbeschichtungen zur Sicherung der Zuverlässigkeit von elektronischen Komponenten

Im Zuge der Miniaturisierung und mit der Entwicklung moderner Produkte sollen immer mehr Funktionen auf engerem Raum integriert werden. Mit diesem Trend steigen gleichzeitig die Ansprüche an elektronische Komponenten und…

Partner & Förderer