Fünfter Echokardiographie-Kongress in Köln

Die Echokardiographie (Ultraschall-Untersuchung des Herzens) ist eines der wichtigsten Untersuchungsverfahren in der Kardiologie. „Die diagnostischen Möglichkeiten der Echokardiographie haben sich in großen Schritten weiterentwickelt. Die kontinuierliche Information und Ausbildung der Anwender ist deshalb besonders wichtig“, verdeutlicht Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Fehske, wissenschaftlicher Leiter des Echokardiographiekongresses (EKK) die Ziele der Veranstaltung, die vom 8. bis 10. November in Köln stattfand.

Auf besonderes Interesse der rund 400 Teilnehmer stieß die Vorstellung der photographisch genauen dreidimensionalen Abbildung des Herzens in Echtzeit. Bei herkömmlichen Ultraschalluntersuchungen musste der Arzt stets die unterschiedlichen 2-dimensionalen Schnittebenen gedanklich zu einem 3-dimensionalen Bild zusammenfügen, um so eine räumliche Vorstellung vom Herzen zu erhalten. Die 3-D-Darstellung schafft dies nun auf einen Blick. „Dadurch lassen sich besonders komplexe angeborene Fehlbildungen des Herzens besser darstellen. So können bevorstehende operative Eingriffe optimal vorausgeplant werden“, so der Kardiologe.

Weitere Highlights des EKK waren neue Forschungsergebnisse zur herzchirurgischen bzw. kathetergestützten Behandlung von Herzklappenfehlern sowie ein Experten-Workshop zur optimierten Auswahl und differenzierten Schrittmacher-Behandlung von Patienten mit Herzmuskelschwäche. In diesem Jahr war zudem ein gesamter Kongresstag der Bedeutung der Echokardiographie in der Herzchirurgie gewidmet. „Die herzchirurgische Behandlung und Therapie-Kontrolle von Klappenfehlern ist auf die möglichst detaillierte Echokardiographie angewiesen“, verdeutlicht Dr. Fehske, Chefarzt des St. Vinzenz-Hospitals. „Gleichzeitig haben sich auch neue chirurgische Methoden entwickelt“, fügt er hinzu, „die den Kardiologen vorgestellt werden sollten.“

Dabei konnten sich die Kongressteilnehmer nicht nur theoretisch informieren, sondern erhielten auch Einblicke in die Praxis. Denn neben Vorträgen und Diskussionen demonstrierten die Referenten typische Befunde und neue Untersuchungsmethoden gleichzeitig auch praktisch. Dazu ließen sich freiwillige Patienten des Kölner St. Vinzenz-Hospitals in einem Nebenraum mit den neuesten Geräten verschiedener Hersteller untersuchen. Die Behandlungen wurden gleichzeitig „live“ in den Kongresssaal übertragen.

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Kirsten Schmidt SYNTAX

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