Lebensmittel, Energieträger und Kulturgut: Getreide in der modernen Gesellschaft

4. Forum der Deutschen Gesellschaft für Ernährung Baden-Württemberg zum Thema Getreide am 03. März 2005 an der Universität Hohenheim.

Einen großen Bogen von Getreide als Lebensmittel über Brotkultur und Geschichte bis hin zur Verwendung als regenerative Energiequelle spannt die Veranstaltung der DGE-BaWü im Biologiezentrum der Universität Hohenheim. Was ist drin im Getreide, wie läuft die Erzeugung ab und wozu ist Getreide noch alles verwendbar? Antworten geben Vertreter aus Wissenschaft und Praxis.

Mehr als 33 Millionen Tonnen Getreide werden jährlich auf deutschen Feldern angebaut. „Längst ist Getreide nicht mehr nur Ausgangsprodukt für Brot, sondern wird auch für vielfältige andere Zwecke des Lebens verwandt“, so Prof. Dr. Christiane Bode, Professorin für Ernährungsphysiologie der Universität Hohenheim und Sektionsleiterin der DGE in Baden-Württemberg. Wie vielseitig und facettenreich das Thema Getreide ist, zeigen Vorträge, Workshops und Demonstrationen beim Forum der DGE Baden-Württemberg.

Wodka, Whiskey oder Korn: Wie Getreide zu alkoholischen Getränken wird, erleben die Teilnehmer in einer Führung durch die Forschungs- und Lehrbrennerei der Universität Hohenheim.

Getreide als Energielieferant präsentiert das Institut für Pflanzenbau und Grünland der Universität Hohenheim in einem Vortrag. Regenerative Energien sind längst nicht mehr nur Wasserkraft oder Windenergie. Auf den Feldern wachsen Energielieferanten, die Wärme, Strom und Treibstoffe liefern.

Acrylamid in Lebensmitteln: Verbraucher fürchten den Stoff, der beim Erhitzen von Getreide entsteht und als krebserrregend gilt. Wie Acrylamid bereits beim Anbau verhindert werden kann, zeigen Professor Dr. Wilhelm Claupein und sein Team vom Institut für Pflanzenbau und Grünland bei einer Demonstration.

Wie sind Kinder und Jugendliche für Bio-Getreide und Vollkorn-Ernährung zu begeistern? Antworten bietet beispielsweise das Ernährungszentrum Mittlerer Neckar in einem Bericht über seine Getreideausstellung für Schulklassen. Dr. Andrea Fadani vom Museum der Brotkultur aus Ulm zeigt, wie Getreide in einem Museum informativ und spannend dargestellt werden kann.

Die Tagung beginnt mit einem Rückblick, wie sich der Getreideanbau und die Verarbeitungstechnologie im Laufe der Zeit gewandelt haben und der Frage: „Was ist drin? Was ist dran?“ an Getreide und Getreideprodukten.

Eröffnet wird das Forum durch Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin des Landwirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Media Contact

Florian Klebs idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-hohenheim.de/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Anlagenkonzepte für die Fertigung von Bipolarplatten, MEAs und Drucktanks

Grüner Wasserstoff zählt zu den Energieträgern der Zukunft. Um ihn in großen Mengen zu erzeugen, zu speichern und wieder in elektrische Energie zu wandeln, bedarf es effizienter und skalierbarer Fertigungsprozesse…

Ausfallsichere Dehnungssensoren ohne Stromverbrauch

Um die Sicherheit von Brücken, Kränen, Pipelines, Windrädern und vielem mehr zu überwachen, werden Dehnungssensoren benötigt. Eine grundlegend neue Technologie dafür haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bochum und Paderborn entwickelt….

Dauerlastfähige Wechselrichter

… ermöglichen deutliche Leistungssteigerung elektrischer Antriebe. Überhitzende Komponenten limitieren die Leistungsfähigkeit von Antriebssträngen bei Elektrofahrzeugen erheblich. Wechselrichtern fällt dabei eine große thermische Last zu, weshalb sie unter hohem Energieaufwand aktiv…

Partner & Förderer