Bessere Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel

Wie kommt die Zahnpasta ins Supermarktregal? Wenn der Absatzkanal von der Fertigung über die Verpackung, die Palettierung und den Transport bis hin zur Registrierkasse optimal gestaltet werden soll, genügt es nicht, neueste Informations- und Kommunikationstechnologien einzusetzen und die Arbeitsorganisation anzupassen. Von erheblicher Bedeutung für das Funktionieren von Wertschöpfungsketten ist die gezielte Qualifizierung der beteiligten Mitarbeiter und der behutsame Aufbau von gegenseitigem Vertrauen. Dies ist eines der Ergebnisse des Forschungsverbunds „Vertiko – Vertikale Kooperation zwischen Industrie und Handel“. Im Rahmen des 3. ECR-Tages „Menschen. Unternehmen. Netzwerke.“ am 11. und 12. September in Stuttgart wird das Konsortium seine Erkenntnisse präsentieren.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Efficient Consumer Response (ECR) – Konzept, ein Bündel von Unternehmensstrategien zur Vernetzung von Industrie- und Handelsunternehmen, das in den USA bereits seit Jahren erfolgreich in zahlreichen Absatzkanälen angewendet wird. Über neueste Informations- und Kommunikationstechnologien sowie neue Arbeits- und Kooperationsmodelle vernetzen sich die an der Absatzkette beteiligten Unternehmen miteinander und stimmen ihre Organisationsabläufe aufeinander ab. Analog zum Warenstrom in Richtung Verbraucher wird ein Informations- und Datentransfer in die umgekehrte Richtung aufgebaut. Sobald also die Zahnpasta von der Scannerkasse registriert wird, geht eine entsprechende Information an den Hersteller, der auf diese Weise Produktion und logistische Leistungen zielgenau steuern kann. Damit lassen sich unter anderem Lagerkosten senken.

In der Bundesrepublik wird das ECR-Konzept bislang wenig umgesetzt. Eine Ausnahme sind die dm drogerie markt GmbH & Co. KG und die Henkel Wasch- und Reinigungsmittel GmbH, die bereits seit Jahren auf ECR-Basis miteinander kooperieren. Das Vertiko-Verbundprojekt – bestehend aus diesen beiden Unternehmen, der VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH (VDI/VDE-IT) als Koordinator, der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (GMU) sowie der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs)- hat die Kooperationsbeziehungen von Henkel und dm untersucht und daraus auf andere Wertschöpfungspartnerschaften übertragbare Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Umsetzung des ECR-Konzeptes abgeleitet.

Vertiko wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderkonzeptes „Innovative Arbeitsgestaltung – Zukunft der Arbeit“ gefördert und vom deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Projektträger DLR, Arbeitsgestaltung und Dienstleistung, betreut. Das vor zwei Jahren gestartete Projekt wird im März kommenden Jahres abgeschlossen sein. Am Mittwoch, 11. September, stellen Dr. Daniel Bieber (VDI/VDE-IT), Christian Schick (dm) und Franz Speer (Henkel) auf dem 3. ECR-Tag in der Liederhalle Stuttgart bisherige Projektergebnisse vor.

Weitere Informationen zu Vertiko gibt es im Internet oder bei

VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Dr. Regina Buhr
Rheinstraße 10 B,
14513 Teltow

Telefon: 03328/435-109,
Fax: 03328/435-216,
E-Mail: buhr@vdivde-it.de

Media Contact

Wiebke Ehret idw

Weitere Informationen:

http://www.vdivde-it.de/vertiko

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Neue Simulationsmöglichkeiten für strömungs- und energietechnische Untersuchungen

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden hat seine Simulationsmöglichkeiten am Standort erweitert, um strömungs- und energietechnische Vorgänge in Materialien noch besser untersuchen zu können. Durch die…

Messung der Trackingreichweite bei VR-Trackingsystemen

Head-Mounted Displays Für die Analyse wurde die Trackingreichweite der Trackingsysteme bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemessen und verglichen. Im Rahmen des Projekts Applikationszentrum V/AR stellt das Virtual Dimension Center (VDC) jetzt seine…

Der Nordatlantik verändert sich, aber die Zirkulation ist stabil

Neue Studie zeigt Kontrast zwischen Ozean-Eigenschaften und Strömungen. Im Zuge des Klimawandels verändern sich auch Eigenschaften des Nordatlantiks wie Sauerstoffgehalte, Temperaturen oder Salzgehalte – und zwar bis in große Tiefen….

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close