EU-Beitrittsländer zu mehr Forschung aufgerufen

Busquin fordert Gründung von Technnologie-Plattformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Im Rahmen des in Brüssel stattfindenden European Business Summit hat das für Forschung zuständige Kommissionsmitglied Philippe Busquin die Beitrittsländer zu mehr Beteiligung in der Forschung aufgerufen. Unternehmer der Beitrittsländer sind aufgefordert, sich an der Debatte zu beteiligen, wenn es um die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union, der Industrie und anderen Beteiligten geht. Forschung sei die wichtigste Voraussetzung für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung. Sie werden einen entscheidenden Anteil daran haben, ob das Ziel, die durchschnittlichen Forschungsausgaben der EU auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukt zu erhöhen, erreicht werden kann.

„Unser Ziel der Erhöhung der EU-Forschungsausgaben wird für die industriepolitischen Entscheidungen der EU tiefgreifende Auswirkungen haben“, erklärte Busquin. Technologischer Fortschritt sei dahingehend ein wesentlicher Aspekte. Die Qualität von Unternehmen und Hochschulen in der EU ist laut Busquin ein wichtiger Pluspunkt. „Um jedoch die Wettbewerbslücken gegenüber den Konkurrenten zu schließen, müssen sie sich in Technologie-Plattformen zusammenschließen“, führte das Kommissionsmitglied weiter aus. Derartige Plattformen seien z.B. für die Bereiche Luftfahrt, Energie, Schienenverkehr, Biotechnologie, Gesundheit und Arzneimittel gefordert.

„Das Potenzial der europäischen Forschung wird weit unterschätzt. In Europa gibt es beträchtliche Reserven an Wissen und Know-how. Es wird jedoch nicht ausreichend – und sicherlich nicht kohärent genug – in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert“, resümiert Busquin. Mitgliedstaaten, Beitrittsländer und EU-Institutionen, politische Entscheidungsträger und Unternehmer müssten hier ihre Bemühungen vereinen.

An der Veranstaltung, die noch bis 8. Juni dauert, nehmen 1.500 politische Entscheidungsträger und leitende Vertreter von Unternehmen teil. Das diesjährige Thema ist „Unternehmertum und nachhaltige Entwicklung in Europa nach der Erweiterung“. Die Veranstaltung 2004 soll auf F&E und die Bedeutung neuer Technologien für Industrie, ihre Folgen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sowie ihre Auswirkungen auf andere Regionen in der Welt ausgerichtet werden.

Ansprechpartner für Medien

Sandra Standhartinger pte.online

Weitere Informationen:

http://www.ebsummit.org/

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