Highlights der Herzchirurgie: Herzklappenverpflanzung beim Neugeborenen

Einladung zur Pressekonferenz

Eines der Hauptthemen der 31. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, die nächste Woche in Leipzig stattfindet, ist die Herzchirurgie im Neugeborenen- und Kindesalter. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Leipzig stellt Professor Dr. Rüdiger Lange der Presse den kleinen Emirhan und zwei weitere Patienten vor, die mit der Ross-Methode operiert wurden, vor.

Die Herzchirurgische Klinik des Deutschen Herzzentrums München, die auf dem Gebiet der Herzchirurgie im Neugeborenen- und Kindesalter die führende Stellung einnimmt und deutschlandweit die größte Erfahrung besitzt, ist in Leipzig mit mehreren Referenten vertreten. Prof. Dr. Rüdiger Lange, Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Herzzentrums München, spricht dort über Operationen bei schweren angeborenen Verengungen der Aortenklappe (die wichtige Klappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader).
Bei einer Fehlanlage der Aortenklappe kann manchmal nur ein Klappenersatz den kleinen Patienten das Leben retten. Der Ersatz einer Herzklappe beim Neugeborenen ist aber problematisch, da gängige Herzklappenprothesen nicht mit der umgebenden Struktur mitwachsen, daher eines Tages zu klein werden und mehrmals im Verlauf des Lebens des Kindes ausgetauscht werden müssen. Darüber hinaus müssen die kleinen Kinder mit künstlicher Herzklappe lebenslang gerinnungshemmende Medikamente nehmen, wodurch sie ein erhöhtes Blutungsrisiko haben (wie Bluter, Hämophile). Mit einer besonderen Operationsmethode, der Ross-Operation, kann den Kindern diese Problematik erspart werden.
Dabei wird die gesunde Pulmonalklappe (rechte Herzklappe) des Patienten an die Stelle der bei diesen Patienten verengten linken Aortenklappe (linke Herzklappe) verpflanzt und dann selbst durch eine biologische Herzklappe ersetzt.

Die Ross-Operation ist ein sehr anspruchsvoller herzchirurgischer Eingriff: Er verlangt vom Operateur höchstes technisches Können und wird weltweit bei Neugeborenen in nur wenigen Herzzentren praktiziert. Im vergangenen Jahr hat Professor Lange mit dieser komplizierten Technik in München gleich zwei Neugeborene erfolgreich operiert, darunter den kleinen Emirhan (heute 4 Monate alt). Er wog nur 2800 Gramm, war erst 38 Tage alt und ist damit eines der kleinsten Babys der Welt, das bisher mit der Ross-Methode operiert wurde.
Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Leipzig möchte Ihnen Professor Lange den kleinen Emirhan, zwei weitere Patienten und die Operationsmethode nach Ross vorstellen. Das Herzzentrum lädt Sie deshalb herzlich ein zur

Pressekonferenz mit Fototermin und TV-Drehgelegenheit

am Donnerstag, 21. Februar, 10.30 Uhr
im Deutschen Herzzentrum München, Lazarettstr. 36, 80636 München

Konferenzraum 1 + 2, EG, Raum Nr. 0-121
Tel. 089-1218-4111, Fax: 089-1218-4113


Neben den Eltern von Emirhan und den Eltern des anderen Kindes, das als Neugeborener von Professor Lange operiert wurde, spricht auch eine erwachsene Patientin (Frau Maria L., 32) über ihre Erfahrungen mit der Ross-Methode. Maria L. wurde 1998 wegen eines Herzfehlers erfolgreich mit der Ross-Methode operiert. Sie entschied sich damals für diese Operationstechnik, weil sie sich ein zweites Kind wünschte. Das Einsetzen einer künstlichen Herzklappe hätte eine lebenslange medikamentöse Blutverdünnung erfordert und eine Schwangerschaft nicht zugelassen. Erst die Ross-Operation ermöglicht einen dauerhaften Klappenersatz ohne Blutverdünnung und gibt darum jungen Frauen, wie Maria L., die Chance, auch nach einer Herzklappenoperation Mutter zu werden. Frau Maria L. ist über ihre Entscheidung sehr glücklich, denn sie hat nach ihrer Operation ein weiteres Kind bekommen, das sie zur Pressekonferenz mitbringen wird.

Hinweis für TV-Teams: Sollten Sie zusätzlich Live-Bilder von einer Herzoperation benötigen, können wir Ihnen einen Drehtermin im OP jederzeit ermöglichen. Außerdem stellt Ihnen unser Mitarbeiter Herr Dr. med. Paul Libera gern sendefähiges Material in DVCPro-Qualität zur Verfügung, darunter auch hervorragende Makro-Aufnahmen.

Bei Fragen zögern Sie bitte nicht, unsere Mitarbeiter Herrn Dr. med. Christian Schreiber (Tel. 089-12 18-41 11) oder Frau Dr. phil. Astrid Willert (Tel: 089-12 18-31 31) zu kontaktieren.

Media Contact

Dieter Heinrichsen M.A. idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Ein Drehkreuz für Photonen

Physikern aus Deutschland, Dänemark und Österreich ist es gelungen, für Licht in Glasfasern eine Art Drehkreuz zu realisieren, das die Lichtteilchen nur einzeln passieren lässt. Glasfasern, durch die Laserlicht geleitet…

Bessere Katalysatoren für eine nachhaltige Bioökonomie

Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI und von der ETH Zürich wollen sogenannte Zeolithe leistungsfähiger machen. Die Verbindungen sind bereits heute unerlässliche Hilfsmittel in der chemischen Industrie und werden seit…

Die ultraviolette Aurora des Kometen Chury

Auf der Erde bringen sogenannte Aurora als Polarlichter die Menschen zum Staunen. Ein internationales Konsortium mit Beteiligung der Universität Bern hat nun beim Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Chury, solche Aurora im…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close