Wasserbauliches Kolloquium an der TU Darmstadt

Wie verläuft das Brechen eines Damms? Wie lässt sich in Kanalisationsnetzen die Schmutzfracht durch Schwallspülungen reduzieren? Wie lässt sich Turbulenz, die in fast allen natürlichen und technischen Strömungen die dominierende Strömungsform, mathematisch-numerisch beschreiben? Diese und verwandte Fragen werden im 41. Darmstädter Wasserbaulichen Kolloquium (DAWAKO 2001) behandelt, das das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der TU Darmstadt am 18. und 19. Oktober 2001 veranstaltet.

Im ersten Teil des Kolloquiums werden die Grundlagen wichtiger hydromechanischer Strömungen behandelt. Schwerpunkt ist hierbei die Turbulenz, die in fast allen natürlichen und technischen Strömungen die dominierende Strömungsform darstellt und deren mathematisch-numerische Beschreibung immer noch eine Vielzahl von Fragen offen lässt. Zusätzlich werden neue Konzepte der Schwallspülung und des damit hydromechanisch verwandten Dammbruchs untersucht, die beide primär durch Turbulenz geprägt sind.
Im zweiten Teil des Kolloquiums wird von Mitarbeitern des Fachgebietes Wasserbau ein Querschnitt der aktuellen Forschungsthemen vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der numerischen Simulation der Hydrodynamik und Morphodynamik von natürlichen Systemen auf der Basis von Naturmessungen. Die praxisbezogenen Anwendungen reichen von der Bemessung von Bauwerken bis zu umweltrelevanten Themen. Der Stoff- und der Sedimenttransport werden in den verschiedenen Projekten an Flüssen und an einem Küstenabschnitt untersucht.

Der dritte Teil des Kolloquiums beschäftigt sich mit der Bewirtschaftung von Kanalnetzen. Durch zusätzliche technische Maßnahmen und geeignete Bewirtschaftungsstrategien ist zu erwarten, dass sich die Emissionen aus Mischwassernetzen weiter reduzieren lassen. Durch die Beseitigung von Ablagerungen in flachen Sammlern und Stauraumkanälen durch Schwallspülung lässt sich das Schmutzfrachtpotential reduzieren; die verbesserte Inanspruchnahme des Speicherraums durch Steuerung vermindert die entlasteten Mischwasservolumina. Auf der Basis kombinierter Mess- und Modellierungsansätze sind volkswirtschaftlich machbare, integrierte Bewirtschaftungsstrategien zu entwickeln. Problematik und Lösungsansätze werden anhand von Beispielen und Erfahrungen vorgestellt und diskutiert.

Pressekontakt: Jörg Schaffner, Tel: 06151/16-3443, Fax: -7061, schaffner@ihwb.tu-darmstadt.de

Ansprechpartner für Medien

Sabine Gerbaulet idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Pflanzen in Not – neue Hoffnung im Kampf gegen Pilzbefall

Pathogene Pilze können schwerwiegende Pflanzenkrankheiten verursachen. Damit gefährden sie entscheidend die globale Ernährungssicherheit und Pflanzenökologie. Prof. Dr. Gert Bange vom Zentrum für synthetische Mikrobiologie und dem Fachbereich Chemie der Philipps-Universität…

Verlässliche Umgebungswahrnehmung für Landmaschinen

DFKI startet mit AI-TEST-FIELD weiteres Agrar-Projekt. Intelligente Assistenzsysteme und hochautomatisierte Maschinen können die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft steigern. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) arbeitet in einem…

Mit Nanopartikeln gegen gefährliche Bakterien

Multiresistente Krankheitserreger sind ein gravierendes und zunehmendes Problem in der modernen Medizin. Wo Antibiotika wirkungslos bleiben, können diese Bakterien lebensgefährliche Infektionen verursachen. Forschende der Empa und der ETH Zürich haben…

Partner & Förderer