Sensoren machen Maschinen intelligent

Internationale Konferenz vom 19. bis 22. August in Baden-Baden:

Wie lassen sich Gerüche messen? Wie können Landminen gefunden werden? Wie sind Roboter zu navigieren? Jedesmal ist die Antwort gleich: mit Sensoren! Sensoren sind Funktions- oder Bauelemente, mit deren Hilfe physikalische, chemische oder elektrochemische Größen erfasst werden können. Je mehr Sensoren eine technische Anlage hat, desto besser kann sie auf Situationen reagieren, die im Produktionsprozess entstehen. Ein Fließband mit vielen Sensoren kann zum Beispiel selbstständig Bierkästen mit Bierflaschen füllen.

Um solche intelligente Maschinen, zu denen insbesondere auch Roboter gehören, geht es bei der dritten internationalen Konferenz „Multisensorfusion für intelligente Systeme (MFI)“ vom 19. bis 22. August im Kongresszentrum in Baden-Baden. Im Vordergrund stehen dabei Strategien, wie durch die Verknüpfung von gleichartigen oder verschiedenen Sensoren optimale Resultate erzielt werden können. Tagungsleiter Professor Dr. Rüdiger Dillmann vom Institut für Prozessrechentechnk, Automation und Robotik (IPR) der Universität Karlsruhe erklärt dazu: „In intelligenten Systemen werden immer mehr Sensoren verschiedenen Typs eingesetzt – von der Kamera über Ultraschallsensoren bis zu den gerade in Mode gekommenen Lasersensoren. Der Rückgriff auf vielfache, verschiedene Quellen von Sensorinformation kann die Zuverlässigkeit, den Nutzen und die Verlässlichkeit des Systems signifikant steigern. Die Sensorfusion ist nicht umsonst derzeit ein sehr attraktives und reges Forschungs- und Entwicklungsgebiet.“

Die Konferenz findet – nach den bisherigen Austragungsorten in den USA und Taiwan – erstmals in Deutschland statt. Vor allem hiesige Arbeiten zur Sensorfusion sollen dadurch präsentiert werden. Darüber hinaus konnte Dillmann für die vier Hauptvorträge anerkannte Sensorikspezialisten aus Japan, Schweden und Frankreich gewinnen. Insgesamt stehen 60 Vorträge auf dem Programm. Der Konferenz gehen drei Tutorien und Workshops voraus, die eine Vertiefung in Themen wie mathematische Schätzverfahren, Sensorarchitektur und humanoide Roboter anbieten.

Die Teilnahme an der Konferenz ist für alle Interessierten möglich. Die Teilnahmegebühr liegt zwischen 190 und 1190 Mark. Die Anmeldung ist im Internet auf der Seite www. iaim.ira.uka.de/Events/mfi2001 möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen zu Konferenzinhalten und dem Tagungsort.

Nähere Informationen:

Dipl.-Inform. Markus Ehrenmann
Institut für Prozessrechentechnik, Automation und Robotik
Telefon: (0721) 608-4243
E-Mail: ehrenman@ira.uka.de

Media Contact

Dipl.-Inform. Markus Ehrenmann Presse und Kommunikation <prhiwi

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Vorstoß bei Entwicklung proteinbasierter Wirkstoffe gegen Immunerkrankungen

Max-Planck-Forscher erzielen Durchbruch mithilfe von computerbasiertem Proteindesign. Proteine übernehmen im menschlichen Körper zahlreiche Stoffwechselfunktionen. Ihre spezifischen Aufgaben bestimmen sich durch ihre räumliche Molekülstruktur, deren Architektur anhand kompakter Faltungen ein genetischer…

Lichtenergie zur Herstellung kleiner Molekülringe

Chemikern um Prof. Dr. Frank Glorius von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist es gelungen, neue medizinisch relevante kleine Molekülringe herzustellen. Diese Moleküle sind schwierig zu synthetisieren, weil sie besonders empfindlich…

Ein potenzieller Jungbrunnen für das Immunsystem

Im Alter nimmt die Leistung der Immunabwehr ab, ältere Menschen sind anfälliger für Infektionen. Forschungsteams aus Würzburg und Freiburg haben jetzt einen Ansatz entdeckt, über den sich dieser Prozess bremsen…

Partner & Förderer