Großhandelsumsatz im ersten Halbjahr 2001 nominal um 2,8 % höher als im Vorjahreszeitraum

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzte der Großhandel in Deutschland im ersten Halbjahr 2001 rund 572 Mrd. DM um; das sind nominal (in jeweiligen Preisen) 2,8 % mehr und real (in konstanten Preisen) 0,7 % weniger als im ersten Halbjahr 2000.

Im Juni 2001 wurde nominal 3,3 % und real 0,2 % mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat umgesetzt. Im Vergleich zum Mai 2001 wurde nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten nominal 1,1 % mehr abgesetzt.

Nominal und real höhere Umsätze als im Juni 2000 erzielten der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren, Altmaterial und Reststoffen (nominal + 14,8 %, real + 12,0 %) und der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren (nominal + 8,0 %, real + 4,7 %). Einen nominalen Umsatzzuwachs, aber realen Umsatzrückgang verzeichnete der Großhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren (nominal + 1,4 %, real – 3,2 %). Nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats blieben der Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern (nominal – 5,2 %, real – 7,2 %) und der Großhandel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör (nominal – 10,1 %, real – 9,7 %).

In den einzelnen Branchen des Großhandels ergaben sich folgende Umsatzveränderungen – die Branchen sind nach absteigendem Umsatzgewicht dargestellt:

 

Großhandelsumsatz
Veränderung gegenüber dem
entsprechenden Vorjahreszeitraum in %

Großhandel

Nominal

Real

Monat Juni 2001

Insgesamt

3,3

0,2

darunter mit:

 

 

   Rohstoffen, Halbwaren,
     Altmaterial und Reststoffen

14,8

12,0

   Nahrungsmitteln, Getränken
     und Tabakwaren

1,4

– 3,2

   Gebrauchs- und Verbrauchs-
     gütern

– 5,2

– 7,2

   Maschinen, Ausrüstungen
     und Zubehör

– 10,1

– 9,7

   landwirtschaftlichen Grund-
     stoffen und lebenden Tieren

8,0

4,7

Jahr 2001
Kumulation Januar bis Juni 2001

Insgesamt

2,8

– 0,7

darunter mit:

 

 

   Rohstoffen, Halbwaren,
     Altmaterial und Reststoffen

6,6

1,0

   Nahrungsmitteln, Getränken
     und Tabakwaren

4,3

0,0

   Gebrauchs- und Verbrauchs-
     gütern

– 0,4

– 2,2

   Maschinen, Ausrüstungen
     und Zubehör

– 4,4

– 3,8

   landwirtschaftlichen Grund-
     stoffen und lebenden Tieren

6,9

2,0

 

 

 

Großhandelsumsatz1)

Jahr
Monat

In jeweiligen Preisen
(nominal)

In Preisen von 1995
(real)

1995 = 100

Verände-
rung 2)

1995 = 100

Verände-
rung 2)

Jahresdurchschnitt

1996

 

97,9

– 2,1

98,3

– 1,7

1997

 

100,9

3,1

99,5

1,2

1998

 

101,5

0,6

102,6

3,1

1999

 

101,6

0,1

103,0

0,4

2000

 

109,8

8,1

106,4

3,3

Ursprungszahlen

2000 

Juni

107,2

3,2

104,3

– 2,1

Juli

103,7

3,8

100,3

– 1,4

August

111,3

11,4

107,2

5,3

September

116,2

5,6

110,5

– 1,2

Oktober

119,5

11,9

113,3

4,6

November

123,4

9,9

117,9

3,7

Dezember

110,9

– 0,2

106,5

– 4,9

2001 

Januar

101,6

13,9

97,6

10,0

Februar

98,5

– 1,9

93,8

– 5,0

März

115,6

0,3

110,1

– 2,8

April

109,6

6,6

103,1

– 2,4

Mai

115,0

– 2,8

107,5

– 6,7

Juni

110,7

3,3

104,5

0,2

Saison- und kalenderbereinigte Zahlen

2000

Juni

108,9

– 2,1

106,6

– 2,4

Juli

109,4

0,5

106,7

0,1

August

110,8

1,3

106,5

– 0,2

September

112,8

1,7

106,9

0,4

Oktober

115,1

2,0

108,8

1,8

November

115,3

0,2

109,3

0,4

Dezember

114,0

– 1,1

108,4

– 0,8

2001

Januar

109,7

– 3,8

104,9

– 3,2

Februar

109,1

– 0,5

104,5

– 0,4

März

109,1

– 0,0

103,7

– 0,8

April

112,7

3,3

106,7

2,9

Mai

111,2

– 1,3

105,1

– 1,5

Juni

112,4

1,1

106,9

1,8

 

1) Vorläufige Ergebnisse; Ergebnisse in tiefer Wirtschaftsgliederung sind in etwa drei Wochen verfügbar.
2) Ursprungszahlen: Ve

Media Contact

Wulf Dietrich Mitteilung für die Presse

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Neutronen-basierte Methode hilft, Unterwasserpipelines offen zu halten

Industrie und private Verbraucher sind auf Öl- und Gaspipelines angewiesen, die sich über Tausende von Kilometern unter Wasser erstrecken. Nicht selten verstopfen Ablagerungen diese Pipelines. Bisher gibt es nur wenige…

Dresdner Forscher:innen wollen PCR-Schnelltests für COVID-19 entwickeln

Noch in diesem Jahr einen PCR-Schnelltest für COVID-19 und andere Erreger zu entwickeln – das ist das Ziel einer neuen Nachwuchsforschungsgruppe an der TU Dresden. Der neuartige Test soll die…

Klimawandel und Waldbrände könnten Ozonloch vergrößern

Rauch aus Waldbränden könnte den Ozonabbau in den oberen Schichten der Atmosphäre verstärken und so das Ozonloch über der Arktis zusätzlich vergrößern. Das geht aus Daten der internationalen MOSAiC-Expedition hervor,…

Partner & Förderer