Bessere Chancen für das ungeborene Kind

Frauenklinik der MHH veranstaltet internationalen Ultraschall-Kongress
vom 8. bis 10. März 2001

Trotz intensiver Bemühungen der Frauenärzte ist es bisher nicht gelungen, den Anteil an Frühgeburten in Deutschland zu senken. Pro Jahr kommen bis zu zehn Prozent der rund 800.000 Neugeborenen vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt – normalerweise dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen. „Frühgeborene sind anfällig für Infekte, neigen zu Allergien und zu Verzögerungen in der Entwicklung“, erklärt Professor Dr. Christof Sohn, Direktor der Abteilung Geburtshilfe, Perinatologie und allgemeine Gynäkologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Bei der Sterblichkeit um die Geburt herum sind die Frühchen mit 90 Prozent vertreten.“

Frühgeburten kündigen sich meist lange vorher an. Erste Anzeichen sind mit der Dopplerultraschall-Untersuchung zu erkennen. Namhafte Experten auf diesem Gebiet hat Professor Sohn vom 8. bis 10. März 2001 zu einem Kongress nach Hannover eingeladen. Schwerpunkt des Kongresses wird neben den wissenschaftlichen Vorträgen die praktische Anwendung der Dopplersonographie sein: In einem Übungsblock können die Teilnehmer ihre Kenntnisse verfeinern und vertiefen.

Bei der Überwachung von Risikoschwangerschaften hat sich die Dopplersonographie zu einem unverzichtbaren Instrument entwickelt. Mit ihrer Hilfe können die Ärzte die Durchblutung der Gebärmutterschlagader exakt messen. In Kombination mit der Bestimmung spezieller Immunstoffe im Blut – das ergaben Studien von Professor Sohn – lassen sich 80 Prozent der schwangeren Frauen ermitteln, die später an einer so genannten Präeklampsie leiden. Die schwere Erkrankung ist mit Bluthochdruck, Eiweißausscheidungen und Ödemen verbunden. Unbehandelt drohen Krämpfe und Koma, im schlimmsten Fall muss die Schwangerschaft vorzeitig beendet werden. Auch bei einer Mangelversorgung des Ungeborenen liefert die Dopplerultraschall-Untersuchung präzise Hinweise, wenn ein Kind sich im Mutterleib nicht mehr wohl fühlt und vorsorglich entbunden werden sollte.

Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zu dem Kongress eingeladen.

Informationen gibt gern: Dr. Alexander Scharf, Abteilung Geburtshilfe, Perinatologie und allgemeine Gynäkologie der MHH, Telefon: (0511) 906-3286, E-Mail:  frauenklinik@mh-hannover.de

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Christa Möller idw

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