Wie viel Staat braucht die moderne Gesellschaft?

Mit dem Thema „Staat, Politik und Recht beim frühen Hegel“ befassen sich morgen und übermorgen (19./20.01.) Rechts- und Politikwissenschaftler in einer Tagung an der Friedrich-Schiller-Universität. Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der vor ziemlich genau 200 Jahren auf Einladung Schellings nach Jena wechselte, gelte nach wie vor als wichtigster Theoretiker des modernen Staats, erklärt Organisator Dr. Michael Henkel.

Etwa seine Naturrechtslehre, die er in Jena formulierte und in wesentlichen Teilen im „Kritischen Journal“ publizierte, biete fundamentale Ansatzpunkte für das Verhältnis zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlichen Gemeinwerten. „Gerade diese Frage ist aber im Zuge der europäischen Einigung und der zunehmenden Globalisierung und Liberalisierung heute wieder äußerst aktuell“, so Henkel.

„Bei allem Individualismus müssen wir uns fragen: Wie viel Staat haben wir überhaupt noch nötig?“ Zumindest als Garant solch elementarer Werte wie Freiheit und Recht sei die staatliche Instanz auch in Zukunft unverzichtbar, ist Henkel mit dem philosophischen Vordenker Hegel im Einklang. Referenten bei der Tagung sind die Jura-Professoren Rolf Gröschner (Jena) und Wolfgang Schild (Bielefeld) sowie ihre politikwissenschaftlichen Pendants Klaus Dicke (Jena) und Henning Ottmann (München).

Ansprechpartner:
Dr. Michael Henkel
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Tel.: 03641/942223, Fax: 942222
E-Mail: j6hemi@nds.rz.uni-jena.de


Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dr. Wolfgang Hirsch
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Fürstengraben 1
D-07743 Jena
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