Baltic Earth: Konferenz zu regionaler Erdsystemforschung im Ostseeraum

Große Düne auf der Kurischen Nehrung Foto: Martin Stendel

Das Forschungsnetzwerk “Baltic Earth“ (www.baltic.earth) will das Verständnis des Erdsystems des Ostseeraums, also der Bereiche Atmosphäre, Land und See inklusive biologischer und menschlicher Einflüsse sowie deren Wechselwirkungen untereinander, vertiefen.

Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten, die auf der Konferenz in Nida diskutiert werden, ist die Wechselwirkung des Klimawandels mit weiteren menschgemachten Faktoren.

„Der Klimawandel hat direkten oder indirekten Einfluss auf Überdüngung, Überfischung, Verschmutzung oder Änderung der Landnutzung, und viele dieser Ursachen besitzen eine naturwissenschaftliche und sozio-ökonomische Dimension“, sagt Dr. Marcus Reckermann vom Internationalen Baltic Earth Sekretariat.

Auf dieser ersten “Baltic Earth” Konferenz mit dem Titel “Multiple drivers of Earth system changes in the Baltic Sea region„ sollen die verschiedenen, für die beobachteten Änderungen in der Umwelt ursächlichen Faktoren beschrieben sowie wichtige Fragen erörtert werden.

Zum Beispiel: Was kontrolliert den Salzgehalt der Ostsee? Welche biogeochemischen Wechselwirkungen gibt es zwischen der Ostsee und dem umgebenden Land? Wie können wir Extremereignisse wie Überflutungen besser vorhersagen und wie wird sich der Meeresspiegel in der Ostsee entwickeln? Dazu Professor Dr. Markus Meier vom Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde, und Vorsitzender der internationalen Baltic Earth Steuergruppe:

„Wir arbeiten daran, die beobachteten Änderungen in Computermodellen nachzuvollziehen und für die Zukunft plausibel abzuschätzen, um letztendlich akzeptable Lösungen für die von uns selbst geschaffenen Probleme zu ermöglichen“.

Federführend organisiert wird die Konferenz vom Internationalen Baltic Earth Sekretariat am Helmholtz-Zentrum Geesthacht gemeinsam mit der Universität Klaipėda in Litauen. Weitere Ausrichter sind das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde sowie die Universität Uppsala, Schweden und der Schwedische Wetter- und Hydrologische Dienst.

http://www.baltic.earth – weitere Informationen zur Konferenz und zum Baltic Earth Sekretariat

Ansprechpartner für Medien

Dr. Torsten Fischer Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

In der Gemeinschaft sind Bakterien stark gegen Plastik

Forscher*innen schlagen neuen Ansatz bei der Suche nach biologischen Wegen zum Kunststoffabbau vor. Bakterien sind extrem anpassungsfähig. Je mehr Plastik in die Umwelt gelangt, desto wahrscheinlich ist es, dass sie…

Wie SARS-Coronaviren die menschliche Zelle zum eigenen Vorteil umfunktionieren

Coronavirus-Forscherinnen und -Forscher um Prof. Rolf Hilgenfeld von der Universität zu Lübeck und Privatdozent Dr. Albrecht von Brunn von der Ludwigs-Maximilians-Universität München, beides Forscher am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF),…

2D-Nanomaterial MXene: Der perfekte Schmierstoff

Bei extremer Hitze oder im Vakuum des Weltraums – ein neuartiges Nanomaterial bringt in Extremsituationen Höchstleistungen, das zeigte die TU Wien mit internationalen Partnern. Die Fahrradkette kann man mit Öl…

Partner & Förderer