6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

Haben wir in Deutschland zu strenge Brandschutzmaßnahmen? Was muss bei der Personenrettung von Menschen mit Beeinträchtigung beachtet werden? Ist Pyrotechnik im Stadion tolerierbar? Darüber und über eine Reihe weiterer Themen diskutieren am 25. und 26. März etwa 100 Experten an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Die mittlerweile 6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage haben verschiedene Zielgruppen: Praktiker, Forscher, Behördenvertreter sowie Studierende des Brand- und Katastrophenschutzes, des Explosionsschutzes, der Sicherheit und Gefahrenabwehr sowohl in Deutschland als auch international.

Tagungsleiter Prof. Dr. Michael Rost von der Hochschule Magdeburg-Stendal freut sich besonders über Referenten und Referentinnen aus Norwegen, Tschechien, Bulgarien und der Schweiz. Besonders wichtig ist ihm bei dieser Tagung das Zusammenbringen von Praxis- und Forschungspartnern im Brand- und Explosionsschutz und angrenzenden Gebieten. Dies und die besondere internationale Dimension unterscheide die Magdeburger Tagung von anderen Fachtagungen auf diesem Gebiet.

Schwerpunkte 2019 der Tagung sind:

– Ökonomische Bewertung von Brandschutzmaßnahmen im internationalen Vergleich: Haben wir in Deutschland zu strenge Brandschutzmaßnahmen? Wie können wir mit Ingenieurmethoden des Brandschutzes optimale Lösungen erreichen? Hauptreferentin ist Dr. Katarina Fischer von der Matrix AG Affoltern (Schweiz). Sie hat vor allem im Rahmen Ihrer Forschungstätigkeit an der ETH Zürich erheblich dazu beigetragen, dass die Schweizerischen Brandschutznormen in den letzten Jahren modernisiert wurden.

– Aktuelle Forschungen zu Schwelbränden und der Frühstbranderkennung. Hier berichten Forschende aus Norwegen und Deutschland über Grundlagenuntersuchungen auf diesem Gebiet, so z. B. Prof. Frette von der Western Norwegian University of Haugesund, der den zweite Einführungsvortrag hält.

– Aktuelle Forschungen zum Holzbau und bei Dämmstoffen. Die aktuellen Brandschutzanforderungen für die Holzanwendung zum Beispiel im Industriebau sind zur Zeit unklar und nicht einheitlich in Deutschland. Über die aktuellen Forschungsergebnisse zur Anwendung des nachhaltigen Baustoffs Holz an der Hochschule Magdeburg-Stendal, der TU Braunschweig und anderer Partner wird informiert.

Darüber hinaus wird über verschiedenste Gebiete des Explosionsschutzes, der Anlagensicherheit, der Gefahrenabwehr und des abwehrenden Brandschutzes sowie zu anderen Schwerpunkten und Forschungsgebieten auch aus aktuellen studentischen Abschlussarbeit vorgetragen, beispielsweise auch studentische Arbeiten zur Pyrotechnik im Fußballstadion und zum Brandschutz auf einer Extra-terestrical Station u.a.

Pressegespräch am Montag, 25.3.2019, von 13.00 bis 13.30 Uhr
Hochschule Magdeburg-Stendal, 39114 Magdeburg, Breitscheidstraße 2
Gebäude 14 (zentrales Hörsaalgebäude), Seminarraum 5.

Folgende Referentinnen und Referenten stehen Rede und Antwort:
• Dr. Katharina Fischer, MATRISK AG Affolten, Schweiz (Hauptvortrag des ersten Tages, s.o.)
• Dr. Andrea Klippel, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Forschungsprojekt SIME, hierbei geht es um die Risikoanalyse bei der Personenrettung von Menschen mit Beeinträchtigung – insbesondere unter Berücksichtigung des demografischen Wandels.)
• Prof. Dr. Bjoern Kampmeier, Hochschule Magdeburg-Stendal (speziell zu neuesten Forschungsergebnissen bei der wachsenden Verwendung von Holz sowie zu Dämmstoffen und ihrem Brandverhalten)
• Moderation: Prof. Dr. Michael Rost (Studiengangsverantwortlicher Sicherheit und Gefahrenabwehr und Tagungsleiter)

http://www.wubs.hs-magdeburg.de/mbe Mehr Infos zu den Fachtagen

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Norbert Doktor idw - Informationsdienst Wissenschaft

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