Immer mehr größere Unternehmen von Insolvenz betroffen

Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, mitteilt, mussten im Jahr 2001 erheblich mehr größere und ältere Unternehmen als je zuvor den Gang zum Insolvenzgericht antreten. So hat die Zahl der Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Insolvenz mehr als 100 Arbeitnehmer beschäftigten, gegenüber dem Jahr 2000 um 34 % zugenommen. Um ein Viertel höher als im Vorjahr war die Zahl der insolventen Unternehmen, die länger als acht Jahre bestanden. Die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen (einschließlich Kleingewerbe) ist im Jahr 2001 um 14 % gestiegen.

Bis 1994 wurden jährlich weniger als 20 000 Unternehmensinsolvenzen verzeichnet, 1998 rund 28 000 und im Jahr 2001 über 32 000. Je Unternehmen standen in den neunziger Jahren Verbindlichkeiten von durchschnittlich etwas mehr als 500 000 Euro zu Buche, im Jahr 2001 waren es rund 850 000 Euro. In den neunziger Jahren waren also eher kleinere Firmen von einer Insolvenz betroffen.

Unternehmensinsolvenzen 2001 und 2000

Gegenstand der Nachweisung

Insolvenzen

Forderungen in
Mrd. Euro

Beschäftigte

2001

2000

2001

2000

2001

2000

Insgesamt

32 278

28 235

27,2

21,2

203 000

181 000

darunter:

 

 

 

 

 

 

   mehr als 100 Beschäftigte

264

197

3,7

1,9

64 000

64 000

   mehr als 25 Mill. Euro
     Forderungen


126


93


8,3


5,7


15 000


7 800

   über 8 Jahre alt

9 132

7 309

13,2

9,5

105 000

93 000

Weitere Auskünfte erteilt: Jürgen Angele,
Telefon: (0611) 75-2978,
E-Mail:
juergen.angele@destatis.de

 


Ansprechpartner für Medien

Jürgen Angele Pressemitteilung

Weitere Informationen:

http://www.destatis.de/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

In der Gemeinschaft sind Bakterien stark gegen Plastik

Forscher*innen schlagen neuen Ansatz bei der Suche nach biologischen Wegen zum Kunststoffabbau vor. Bakterien sind extrem anpassungsfähig. Je mehr Plastik in die Umwelt gelangt, desto wahrscheinlich ist es, dass sie…

Wie SARS-Coronaviren die menschliche Zelle zum eigenen Vorteil umfunktionieren

Coronavirus-Forscherinnen und -Forscher um Prof. Rolf Hilgenfeld von der Universität zu Lübeck und Privatdozent Dr. Albrecht von Brunn von der Ludwigs-Maximilians-Universität München, beides Forscher am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF),…

2D-Nanomaterial MXene: Der perfekte Schmierstoff

Bei extremer Hitze oder im Vakuum des Weltraums – ein neuartiges Nanomaterial bringt in Extremsituationen Höchstleistungen, das zeigte die TU Wien mit internationalen Partnern. Die Fahrradkette kann man mit Öl…

Partner & Förderer