Erzeugerpreise im Jahresdurchschnitt 2002 um 0,5% gefallen

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Jahresdurchschnitt 2002 um 0,5% unter dem Durchschnittswert des Vorjahres. Im Jahr 2001 waren die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr um 3,0% gestiegen.

Von Januar bis September 2002 lagen die Veränderungsraten gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres durchweg im negativen Bereich. Ab Oktober 2002 waren die Erzeugerpreise geringfügig höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Dezember 2002 betrug die Jahresveränderungsrate + 0,9%, während sie im November 2002 bei + 0,4% gelegen hatte. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index im Dezember 2002 um 0,2% gestiegen.

Im Dezember 2002 war die Entwicklung des Gesamtindex wesentlich vom Preisanstieg bei den Mineralölprodukten beeinflusst, die sich gegenüber Dezember 2001 um 12,8% verteuerten. Dabei stiegen die Preise für Kraftstoffe um 9,6% (darunter Benzin + 10,1%, Diesel + 8,8%), für leichtes Heizöl um 22,9%, für schweres Heizöl um 26,0% und für Flüssiggas um 37,7%. Ohne Mineralölerzeugnisse wäre der Gesamtindex für Dezember 2002 gegenüber dem Vorjahr um 0,2% gestiegen.

Bei anderen Energieträgern waren im Dezember 2002 unterschiedliche Tendenzen zu beobachten: Während die Preise für Kohle (- 7,6% gegenüber Dezember 2001) und Erdgas (- 7,5%) deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen, waren Strom (+ 3,0%) und Fernwärme (+ 0,8%) etwas teurer als vor Jahresfrist.

Moderate Preiserhöhungen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat wurden im Dezember 2002 für Vorleistungsgüter (+ 0,6%), Investitionsgüter (+ 1,1%) und Konsumgüter (+ 0,7%) festgestellt.

Im Dezember 2002 ergaben sich im Jahresvergleich Preisanstiege unter anderem bei folgenden Gütern:

Raffinierte Pflanzenöle (+ 19,3%), organische Grundstoffe und Chemikalien (+ 11,2%), Weizenmehl (+ 10,6%), synthetische Spinnfasern (+ 10,1%), Tabakerzeugnisse (+ 8,1%), Polyethylen (+ 7,4%), Roheisen und Stahl (+ 7,3%), Kartons aus Wellpapier oder -pappe (+ 6,9%), Rindfleisch (+ 6,7%) sowie Instrumente und Apparate für chemische und physikalische Untersuchungen (+ 5,1%). Billiger als vor Jahresfrist waren im Dezember 2002 unter anderem: Steinkohle und Steinkohlebriketts (- 13,3%), Zement (- 12,1%), Flachglas (- 9,9%), Klebstoffe und Gelatine (- 9,5%), anorganische Grundstoffe und Chemikalien (- 9,0%), monolithisch integrierte Schaltungen (- 6,4%), Frischbeton (- 5,7%), Spanplatten (- 5,3%) sowie Käse und Quark (- 5,3%).

Zahlen und Fakten: Tabelle Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte

Weitere Auskünfte erteilt:
Klaus Pötzsch
Telefon: (0611) 75-2444
E-Mail: erzeugerpreise@destatis.de

Media Contact

Klaus Pötzsch Statistisches Bundesamt

Weitere Informationen:

http://www.destatis.de/shop

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Oberflächentopografie verlässlicher messen

Die PTB präsentiert einen Leitfaden und en Messnormal für optische Messtechnik auf der Messe Control vom 23. bis 26. April 2024 in Stuttgart. Hügel und Berge, Täler und Schluchten –…

Intelligentes Prüfsystem für technische Gläser

TH Köln optimiert Inspektion von transparenten Glasprodukten wie Linsen. Von Ofenfenstern über Messkolben bis zu Displays für Elektrogeräte: Technisches Glas wird aufgrund seiner Eigenschaften wie Hitze- und Chemikalienbeständigkeit in zahlreichen…

Mit den Wolken fliegen

Forschende untersuchen Rolle von Wolken in der Arktis. Welche Rolle Wolken und vom offenen Ozean kommende warme Luftmassen bei der rasanten Erwärmung der Arktis spielen, steht im Mittelpunkt eines aktuellen…

Partner & Förderer