Weltnichtrauchertag: Aktuelle Daten zum Rauchverhalten in Deutschland

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, starben im Jahr 2006 bundesweit 42 348 Personen (30 249 Männer und 12 099 Frauen) an Krebserkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können.

Das waren 5,1% aller Sterbefälle. Im Vergleich zum Jahr 2000 sind damit 4,5% mehr Personen an diesen Krankheiten (Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs) gestorben. Damals starben 40 553 Personen (30 526 Männer und 10 027 Frauen), dies waren 4,8% aller Gestorbenen.

Diese Steigerung wurde vor allem durch eine Zunahme der Frauen unter den Gestorbenen getragen, deren Anteil seit 2000 um 3,9 Prozentpunkte von 24,7% auf 28,6% gestiegen ist.

Das durchschnittliche Alter der an Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs Gestorbenen lag 2006 mit 69,5 Jahren um sieben Jahre niedriger als das der Gestorbenen insgesamt mit 76,5 Jahren. Es muss außerdem davon ausgegangen werden, dass bei einer Vielzahl von weiteren Todesfällen wie beispielsweise bei Verstorbenen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) der Konsum von Tabak mit zum Tode beigetragen hat.

Der Verbrauch von in Deutschland versteuerten Tabakwaren hat sich in den letzten Jahren je nach Tabakart gegensätzlich entwickelt. So ging der Konsum von Zigaretten von täglich 381 Millionen Stück im Jahr 2000 auf täglich nur noch 251 Millionen Stück im Jahr 2007 zurück. Dagegen stieg der Verbrauch von Zigarren und Zigarillos im gleichen Zeitraum von sieben Millionen Stück pro Tag auf 18 Millionen Stück am Tag. Der tägliche Konsum von Feinschnitt nahm von 35 Tonnen auf 61 Tonnen zu und der Konsum von Pfeifentabak stieg von zwei Tonnen pro Tag auf vier Tonnen pro Tag an. Datenbasis ist dabei die Zahl der versteuerten Tabakwaren im jeweiligen Kalenderjahr. Der tatsächliche Verbrauch insbesondere bei Zigaretten liegt noch höher, da in den Angaben der amtlichen Statistik legal beziehungsweise illegal erworbene in Deutschland unversteuerte Tabakwaren nicht enthalten sind.

Die Außenhandelsstatistik zeigt, dass die Zahl der nach Deutschland importierten Zigaretten im gleichen Zeitraum zurückgegangen ist. So beliefen sich die Einfuhren von Zigaretten (einschließlich Zigarren und Zigarillos) im Jahr 2007 auf 31,5 Milliarden Stück. Gegenüber dem Jahr 2000 bedeutet dies einen mengenmäßigen Rückgang von 9,6% (Einfuhren 2000: 34,8 Milliarden Stück). Die Einfuhrwerte waren von 507,7 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 481,3 Millionen Euro im Jahr 2007 um 5,2% gefallen. Während die Nachfrage nach Tabakerzeugnissen aus dem Ausland zurückging, haben die deutschen Ausfuhren ins Ausland im gleichen Zeitraum deutlich zugelegt: Von 2000 bis 2007 erhöhten sich die Exporte von Zigaretten (einschließlich Zigarren und Zigarillos) von 91,9 Milliarden Stück auf 159,9 Milliarden Stück (+ 74,1%) bei einer wertmäßigen Steigerung von 1,7 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro (+ 58,3%).

Weitere Auskünfte gibt:
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Torsten Schelhase,
Telefon: (0611) 75-8109,
gesundheitsstatistik@destatis.de

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Torsten Schelhase Statistisches Bundesamt

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