Verbraucherpreise 2007: Voraussichtlich + 2,2% gegenüber 2006

Der merkliche Anstieg der Inflationsrate in 2007 ist hauptsächlich durch die überdurchschnittlichen Preissteigerungen bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen sowie – in der zweiten Jahreshälfte – bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken gekennzeichnet.

Im Dezember 2007 wird sich der Preisindex – nach vorliegenden Ergebnissen aus sechs Bundesländern – gegenüber Dezember 2006 voraussichtlich um 2,8% erhöhen. Die leichte Entspannung gegenüber November (+ 3,1% gegenüber November 2006) ist wesentlich auf die zuletzt wieder rückläufigen Kraftstoffpreise zurückzuführen. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Veränderung von + 0,5%. Diese Entwicklung resultiert aus den saisonbedingt hohen Preissteigerungsraten für Pauschalreisen und Ferienwohnungen.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland (HVPI) wird sich im Jahresdurchschnitt 2007 gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2006 voraussichtlich um 2,3% erhöhen.

Im Dezember 2007 wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex gegenüber Dezember 2006 voraussichtlich um 3,1% steigen (November 2007: + 3,3%). Im Vormonatsvergleich erhöht sich der Index um 0,7%.

Die endgültigen Ergebnisse für Dezember 2007 werden am 16. Januar 2008 vorliegen.

Hinweis: Der Verbraucherpreisindex wird in fünfjährigem Abstand einer turnusmäßigen Überarbeitung unterzogen. Ab Berichtsmonat Januar 2008 erfolgt die Umstellung von der bisherigen Basis 2000 auf das Basisjahr 2005. Damit verbunden ist eine Neuberechnung der Ergebnisse ab Januar 2005.

Bitte merken Sie sich folgende Veröffentlichungstermine vor:

31. Januar 2008
Erste Schätzung für Januar 2008 mit dem neuen Basisjahr 2005
29. Februar 2008
Endgültiges Ergebnis für Januar 2008
Vorläufiges Ergebnis für Februar 2008
Neuberechnete Ergebnisse ab Januar 2005
Im Mittelpunkt der Überarbeitung des Verbraucherpreisindex steht die Aktualisierung des Wägungsschemas für die Waren und Dienstleistungen mit Hilfe neuer Daten über die Verbrauchsge- wohnheiten der privaten Haushalte. Das neue Wägungsschema bezieht sich auf das Jahr 2005 und bleibt bis zur nächsten turnusmäßigen Überarbeitung konstant. Im Gegensatz dazu wird die Auswahl der Waren und Dienstleistungen, deren Preise für die Indexberechnung erhoben werden („Warenkorb“) laufend angepasst. Auf diese Weise wird das aktuelle Güterangebot berücksichtigt.

Weitere Informationen und Erläuterungen zur Indexreform werden sukzessive in das Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes aufgenommen (www.destatis.de).

Methodische Kurzbeschreibungen zum Verbraucherpreisindex und zum harmonisierten Verbraucherpreisindex bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Thomas Krämer,
Telefon: (0611) 75-4777,
E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de

Ansprechpartner für Medien

Thomas Krämer presseportal

Weitere Informationen:

http://www.destatis.de

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