2011: Beschäf­tigung im Gesund­heits­wesen um 1,8 % gestie­gen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es 2011 rund 87 000 mehr Arbeitsplätze im Gesundheitswesen als 2010. Das entspricht einem Beschäftigungswachstum von 1,8 %.

Der positive Beschäftigungstrend der letzten fünf Jahre setzte sich damit auch 2011 weiter fort. Zwischen 2006 und 2011 wuchs die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen um insgesamt 457 000 Personen oder 10,2 %.

Zusätzliche Arbeitsplätze gab es im Jahr 2011 wie in den Vorjahren vor allem in Gesundheitsdienstberufen (+ 45 000): Hier stieg beispielsweise die Zahl der Ärztinnen/Ärzte und der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/-pfleger um jeweils 8 000.

In den sozialen Berufen gab es 23 000 zusätzliche Stellen, die fast alle auf die Altenpflege entfielen. In den anderen Berufen des Gesundheitswesens (beispielsweise Verwaltungsfachleute und Reinigungskräfte) gab es 17 000 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr.

Im Jahr 2011 arbeiteten rund 2,2 Millionen Beschäftigte in der ambulanten und rund 2,0 Millionen Beschäftigte in der (teil-)stationären Gesundheitsversorgung. Weitere 700 000 Beschäftigte arbeiteten beispielsweise in der Verwaltung oder dem Gesundheitsschutz.

In den ambulanten Einrichtungen erhöhte sich die Beschäftigtenzahl gegenüber 2010 um 37 000: Mehr Beschäftigte gab es insbesondere in Praxen sonstiger medizinischer Berufe – hier arbeiten beispielsweise Physio- und Ergotherapeutinnen/-therapeuten (+ 17 000) – und in der ambulanten Pflege (+ 9 000). In den (teil-)stationären Einrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 41 000.

Hier gab es Zuwächse vor allem in der (teil-)stationären Pflege (+ 25 000) und in den Kranken­häusern (+ 16 000). Rückläufig waren die Beschäftigten in der Verwaltung. Hier gab es 3 000 Arbeitsplätze weniger als im Vorjahr.

Von den 4,9 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen waren 43,9 % teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten, die so genannten Vollkräfte, lag im Jahr 2011 bei rund 3,7 Millionen. Sie erhöhte sich gegenüber 2010 um 59 000, das entspricht – wie bereits im Vorjahr – einem Anstieg von 1,6 %.

Diese und weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.

Weitere Auskünfte gibt:
Anja Afentakis,
Telefon: +49 611 75 8128

Media Contact

Anja Afentakis Statistisches Bundesamt

Weitere Informationen:

http://www.destatis.de

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