Siemens bringt neues Energiemanagementsystem für dezentrale Erzeuger auf den Markt

Virtuelle Kraftwerke sind eines der wichtigsten Einsatzfelder des neuen<br>Energiemanagementsystems DEMS 3.0, das die Siemens-Division Smart Grid jetzt<br>auf den Markt gebracht hat.<br>

Virtuelle Kraftwerke sind eines der wichtigsten Einsatzfelder des neuen Energiemanagementsystems DEMS 3.0, das die Siemens-Division Smart Grid jetzt auf den Markt gebracht hat.

Die neue Version des Energiemanagementsystems für dezentrale Energieressourcen besteht aus zwei Teilsystemen: dem DEMS Designer, einem grafischen Werkzeug zur Dateneingabe, sowie einem Laufzeitsystem mit neuer benutzerfreundlicherer Bedienoberfläche. Das System kann im Markt für Minutenreserve genutzt werden und ist für den Einsatz im Sekundärregelenergiemarkt vorbereitet.

„Virtuelle Kraftwerke sind einer der wichtigsten Bausteine bei der Gestaltung von Smart Grids. Ohne sie lässt sich die steigende Anzahl verteilter und regenerativer Energieressourcen nicht mehr sinnvoll ins Netz und in die Märkte integrieren. Mit unserem neuen dezentralen Energiemanagementsystem DEMS 3.0 geben wir Energieversorgern und Netzbetreibern ein leistungsfähiges Werkzeug in die Hand, das nicht nur neue Geschäftsmodelle eröffnet, sondern sich auch komfortabel parametrieren lässt“, sagte Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Smart Grid.

Eine wichtige Weiterentwicklung ist das grafische Werkzeug zur Dateneingabe, der DEMS Designer. Er arbeitet mit einer grafischen Dateneingabe, die es dem Anwender erlaubt, bei der Entwicklung der Topologie seines Energiesystems in seiner Modellierungswelt zu bleiben. Er wählt aus einem Software-Katalog die Elemente mit vordefinierten Datenmodellen aus, mit denen er sein Energiesystem modellieren will, beispielsweise Erzeuger, Lasten oder Speicher. Danach platziert und verbindet er sie, um Energie- und Stoffflüsse abzubilden. Jedem Element sind Menüs für die Parameter der jeweiligen Betriebsmittel zugeordnet.

Eine Plausibilitätsprüfung, basierend auf Erfahrungswerten aus der Arbeit mit dem bisherigen Energiemanagementsystem, vermeidet Fehler, meldet sich bei fehlenden Eingaben und sorgt für die nötige Sicherheit beim Engineering. Anschließend wird das Design und die Parametrierung der zu steuernden dezentralen Anlagen eins zu eins an das Laufzeitsystem übergeben.

Mit der neuen Software kann das gesamte Energiemanagementsystem eines Projektes komfortabel und vollständig parametriert werden. Mit dem Einsatz des DEMS Designers lässt sich der Aufwand zum Beispiel bei der Projektierung eines virtuellen Kraftwerks im Vergleich zum bisherigen System um rund 60 Prozent reduzieren.

Das Energiemanagementsystem kommuniziert mit den angebundenen Stromerzeugern, Lasten oder Speichern gemäß IEC 60870-5-104, wobei keine zusätzliche Software notwendig ist. Auch die Parameter der Kommunikationsverbindung und des Anlagenanschlusses im Zusammenspiel mit dem DER-Controller (Distributed Energy Recources) werden im DEMS-Designer hinterlegt. Diese sind im Laufzeitsystem sofort nach der Aktivierung verfügbar.

Außer für den Aufbau und die Steuerung virtueller Kraftwerke ist das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS 3.0 auch für Aggregatoren nutzbar. Ihnen verschafft der Einsatz des Systems bei regenerativen Energieressourcen ein größeres Markpotential. Energiehändler können damit ihr Energieportfolio erweitern, und Betreiber von Microgrids können mit DEMS 3.0 ihre Netze effizienter betreiben.

Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen zum Aufbau intelligenter Stromversorgungsnetze (Smart Grids) sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum mehr als 330 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Ansprechpartner für Journalisten:
Siemens AG, Media Relations
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E-Mail: dietrich.biester@siemens.com
Weitere Informationen zum Thema dezentrales Energiemanagementsystem DEMS unter: http://w3.siemens.com/smartgrid/global/en/products-systems-solutions/grid-applications/dems/Pages/Default.aspx

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Der Siemens-Sektor Infrastructure & Cities (München) mit rund 90.000 Mitarbeitern bietet nachhaltige Technologien für urbane Ballungsräume und deren Infrastrukturen. Dazu gehören Produkte, Systeme und Lösungen für intelligentes Verkehrsmanagement, Schienenverkehr, Smart Grids, energieeffiziente Gebäude und Sicherheitslösungen. Der Sektor setzt sich aus den Divisionen Building Technologies, Low and Medium Voltage, Mobility and Logistics, Rail Systems und Smart Grid zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com/infrastructure-cities

Die Siemens-Division Smart Grid (Nürnberg) bietet Energieversorgern, Netzbetreibern, Industrieunternehmen und Städten ein End-to-End-Portfolio an Produkten und Lösungen für den Aufbau intelligenter Energieversorgungsnetze. Smart Grids ermöglichen einen bidirektionalen Energie- und Informationsfluss. Damit sind sie Voraussetzung für die Einbindung von mehr erneuerbaren Energiequellen ins Netz. Mit den in Smart Grids anfallenden Daten können Energieversorger darüber hinaus ihre Anlagen kosteneffizienter betreiben. Software-Lösungen, die Daten aus Smart Grids analysieren, werden daher immer wichtiger. Dabei verwendet die Division Eigenentwicklungen, setzt aber auch auf ein System aus Software-Partnern. Weitere Informationen finden Sie unter www.siemens.de/smartgrid

Siemens AG
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