COMPAMED 2017 zeigte neue Fertigungsverfahren für individualisierte Produkte

Ein Trendthema auf dem Produktmarkt und dem Forum war in diesem Jahr innovative Fertigungsmethoden für individualisierte Medizinprodukte, wie z.B. neue Ansätze im Bereich 3D-Druck. IVAM

Die COMPAMED, die parallel zur Medizintechnikmesse MEDICA vom 13. bis 16. November in Düsseldorf stattgefunden hat, überzeugte erneut durch große Internationalität. Fast 20.000 Fachbesucher informierten sich in den Hallen 8a und 8b über Trends und Themen der medizinischen Zulieferindustrie.

Der Produktmarkt des IVAM Fachverband für Mikrotechnik war der größte Gemeinschaftsstand der Messe. Auf mehr als 700 m² Fläche gaben 55 internationale Aussteller einen umfassenden Überblick über Hightech-Anwendungen und -Produkte für die Medizintechnik.

Ein Trendthema auf dem Produktmarkt und dem Forum war in diesem Jahr innovative Fertigungsmethoden für individualisierte Medizinprodukte, wie z.B. neue Ansätze im Bereich 3D-Druck. Das Thema MDR, die neue europäische Medizinprodukte-Verordnung, war ebenfalls in aller Munde. Insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, zu denen der Großteil der ausstellenden Hightech-Unternehmen zählt, ist durch die Neuregelungen, welche ab 2020 umgesetzt werden sollen, massiv verunsichert.

„Durch die Neuregelungen sehen sich nun auch kleine Komponentenhersteller mit den gleichen, hohen Anforderungen an Dokumentation und Qualitätsmanagement konfrontiert, die bislang nur der Inverkehrbringer leisten musste“, erläutert IVAM-Geschäftsführer Dr. Thomas R. Dietrich. „Gerade kleinen Unternehmen fehlt es dafür an personellen und finanziellen Ressourcen. Zudem ist die Zeit, die den Unternehmen zur Organisation dieser Umstellung gegeben wird, mit dem Ziel 2020 äußerst knapp bemessen.“

Das messebegleitende COMPAMED HIGH-TECH FORUM, welches ebenfalls von IVAM organisiert wurde, thematisierte die Problematik am zweiten Messetag im Rahmen der Session „Medizinprodukte 2020 – Überall intelligent“. Auch die Session zum Thema „Laser- und Photonikanwendungen“, die IVAM in Zusammenarbeit mit EPIC (European Photonics Industry Consortium) organisiert hat, wurde von den Besuchern sehr gut angenommen: Mehr als 300 Besucher informierten sich bei den Vorträgen zum Beispiel über laserbasierte Produktionsverfahren und Photoniklösungen für Biomedizinanwendungen.

Kooperationen und die Vernetzung zwischen internationalen Komponentenherstellern spielten auf dem IVAM-Gemeinschaftsstand erneut eine große Rolle. Das BMWi-geförderte Netzwerkprojekt ToGeTher vernetzt beispielsweise KMU untereinander sowie mit Forschungseinrichtungen und Akteuren des Gesundheitswesens.

Dabei werden die stark wachsenden Märkte „Wearables“ und „Point-of-Care-Diagnostics“ thematisiert. Weiterhin fanden im Rahmen eines Kooperationsprojekts zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland mehr als 70 vereinbarte Business-Meetings statt, um Geschäftskontakte zu initiieren und auszubauen.

Die Aussteller waren erneut hochzufrieden mit der Anzahl und Qualität der Gespräche an ihren Messeständen. Rund eine Woche nach Ende der Messe hat sich bereits ein Großteil der Austeller des IVAM-Produktmarktes für eine erneute Teilnahme im Jahr 2018 entschieden, so dass bereits 85% der verfügbaren Standfläche belegt sind.

Informationen zum IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2018 sind im Internet unter http://www.ivam.de/events/compamed2018 zu finden.

https://www.ivam.de/news/PM_COMPAMED17_Review

Media Contact

Mona Okroy-Hellweg idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Sensorlösung prüft Elektrolythaushalt

Optischer Mikroringsensor zur quantitativen Bestimmung von Elektrolyten. Elektrolyte sind entscheidend für den Wasserhaushalt und die Flüssigkeitsverteilung im menschlichen Organismus. Da sich die geladenen, im Blut gelösten Teilchen in ihrem komplexen…

Individualisierte Fingergelenksimplantate aus dem 3D-Drucker

Mehr Beweglichkeit durch KI: Die Remobilisierung von Fingergelenken, die durch Erkrankungen oder Verletzungen beeinträchtigt sind, ist ein Zukunftsmarkt der bedarfsgerechten Versorgung von Patientinnen und Patienten. Das Konsortium »FingerKIt«, in dem…

Vom Klimagas zum industriellen Rohstoff

Statt CO2 in die Atmosphäre zu entlassen, wo es den Klimawandel weiter antreibt, kann es auch als Rohstoff dienen: Etwa für industriell benötigte Substanzen wie Ameisensäure oder Methanol. Auf Laborebene…

Partner & Förderer