Innovationen für die digitale Welt

FH Brandenburg präsentiert auf der CeBIT drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte


Mit drei Projekten wird die Fachhochschule Brandenburg (FHB) auf der am morgigen Donnerstag, 9. März, beginnenden CeBIT 2006 vertreten sein. Die CeBIT ist nach eigener Aussage die weltweit größte Messe zur Darstellung digitaler Lösungen aus der Informations- und Kommunikationstechnik für die Arbeits- und Lebenswelt. Die Projekte „IDAPS“, „BOSPORUS“ und „RFID Applications Lab“ werden in Halle 9 am Stand B39 der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Der Anteil der Sicherheitsprobleme, die nicht von externen Saboteuren, sondern von Internen verursacht werden, ist beträchtlich: Untersuchungen zeigen, dass 65 bis 80 Prozent der Angriffe auf das Firmennetz ihre Quellen im eigenen Unternehmen haben. Nach Erkenntnissen des Internetportals N24 beträgt das Gefährdungspotenzial allein bei Produktideen und Produktionskenntnissen in Deutschland rund 50 Milliarden Euro pro Jahr. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Robert U. Franz von der FH Brandenburg entwickelt die Firma Respontec das Produkt „IDAPS“ (Intrusion Detection & Prevention System*) mit dem Fokus auf interne Sicherheit. Es bietet u.a. ein generisches Verfahren zur Erkennung von internen Angriffen und automatisierte, fälschungssichere Gegenmaßnahmen. „IDAPS“ wurde bereits zum Patent angemeldet.

Das RFID Applications Lab dient als Kristallisationspunkt anwendungsnaher Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet RFID (Radio Frequency Identification / Identifikation per Funk) in der FH Brandenburg. Ziel ist die Entwicklung von Prototypen, die auch kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in diese Technologie, bei der Minisender in Chipgröße eingesetzt werden, ermöglichen. Die Projektmitarbeiter um Prof. Dr. Hartmut Heinrich und Prof. Dr. Robert U. Franz möchten in dem Gemeinschaftsprojekt mit dem Unternehmen commsult AG logistische Geschäftsprozesse durch die mobile Datenerfassung verbessern.

Präsentiert wird auch das Projekt „BOSPORUS“, dessen vollständiger Titel lautet: „Softwarekomponenten zur Aufnahme, Aufbereitung, Verwaltung und Nutzung von Prozessdaten in verteilten Systemen mit einer speziellen Anwendung im medizinischen Bereich“. Zum einen werden Komponenten entwickelt, die die lose Koppelung unterschiedlichster Systeme ermöglichen, z.B. Laptops, Handcomputer (Personal Digital Assistants / PDAs), Handys oder Robotersysteme mit Sensorik, GPS** und/oder Bildverarbeitung. Zum anderen richtet das Team um Prof. Dr. Harald Loose verschiedene verteilte Anwendungen im medizinischen Umfeld ein. Ein Beispielszenario: Ein Arzt betritt mit einem mobilen Gerät ein Patientenzimmer und bekommt dort sofort angezeigt, in welchem Bett welcher Patient liegt, welche Medikamente den einzelnen Patienten verabreicht wurden sowie die jeweilige medizinischen Vorgeschichte. Bei der Realisierung arbeiten die Wissenschaftler mit dem Städtischen Klinikum Brandenburg zusammen.

* System zur Entdeckung und Verhinderung von Eindringungsfällen
** Global Positioning System, satellitengestütztes System zur weltweiten Positionsbestimmung

Media Contact

Stefan Parsch M. A. idw

Weitere Informationen:

http://www.fh-brandenburg.de

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