ALUMINIUM 2010 baut Themenspektrum weiter aus

Die Produktion und Nachfrage nach Aluminium nimmt weltweit wieder zu. Nach dem Rückgang in der Finanz- und Wirtschaftskrise wird die globale Produktion schon in diesem Jahr das Vor-Krisenniveau übertreffen. In zahlreichen Industriezweigen wie dem Transportsektor ist der leichte und nachhaltige Werkstoff die erste Wahl. Die Potenziale des Materials sind längst nicht ausgeschöpft, das zeigt im September die ALUMINIUM 2010 in Essen.

Auf dem weltweit größten Branchentreff kommen vom 14. bis 16. September Aluminiumhersteller, Verarbeiter, Anbieter von Technologien und Ausrüstungen für die Produktion, Weiterverarbeitung und Veredelung von Aluminium sowie die Vertreter der Anwendungsindustrien zusammen. „Between Innovation and Environment“ heißt das Motto, unter dem sich in diesem Jahr 890 Unternehmen aus 45 Nationen präsentieren. Mehr als die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Ausland. Vor allem die Anzahl der Aussteller aus dem Mittleren Osten ist in diesem Jahr gestiegen. Der Veranstalter Reed Exhibitions und seine Partner GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie und European Aluminium Association (EAA) erwarten Besucher aus mehr als 100 Nationen.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Wachstumskurs
Die ALUMINIUM 2010 zeigt die gesamte Wertschöpfungskette des Materials – vom Rohmaterial über das Halbzeug bis zum Fertigerzeugnis für sämtliche Anwendungsbereiche von Aluminium. Anlagenbauer und Ausrüster bilden in diesem Jahr die größte Ausstellergruppe, gefolgt von den Bereichen Halbzeuge, Gussstücke und Oberflächenbearbeitung. Sämtliche Branchengrößen werden sich auf der ALUMINIUM zeigen, darunter auch Hydro, Alco, Alcan, Trimet, SMS, BWG oder Sapa.

Die Ausstellungsfläche wächst in diesem Jahr auf 60.000 Quadratmeter an – ein neuer Rekord. Um dem kontinuierlichen Wachstum, den die Messe seit ihrer Erstveranstaltung vor dreizehn Jahren verzeichnet, gerecht zu werden, werden die Hallen nun thematisch besser strukturiert. Entlang der Wertschöpfungskette wird die ALUMINIUM fortan in sechs Segmente aufgeteilt: Primärproduktion und Zuliefertechnologien, Guss und Wärmebehandlung, Halbzeuge und Halbfabrikate, Oberflächenbehandlung und -technologien, Metallbe- und verarbeitung sowie der Bereich, der sich dem Verbinden von Aluminium widmet wie Schweißen, Kleben und Fügetechnologien.

Neue Themenpavillons zeigen Potenzial der Branche
Auch thematisch ist die ALUMINIUM 2010 breiter aufgestellt. Gleich drei Gemeinschaftsstände zu neuen Messe-Themen feiern ihre Premiere: Solartechnik, Stückbeschichtung und Magnesium. Sie ergänzen die bereits etablierten Themenpavillons zu den Segmenten Oberfläche („World of Surface“), Guss, Schweißen und Fügen sowie Primärproduktion.

Der Solarpavillon richtet sich gezielt an Anbieter von Aluminium für die Solartechnik. Hier hat sich der Werkstoff längst als Basis für Unterbaukonstruktionen, Ständer, Befestigungssysteme oder Rahmenprofile von Solarmodulen durchgesetzt und wird für die Industrie als Absatzmarkt zunehmend interessanter. Unter anderem präsentieren die Aussteller Sapa, RBB Aluminium, Kastens & Knauer sowie Thoni Alutec ihre Solarkomponenten.

In Halle 4 setzt die ALUMINIUM – im Rahmen der neuen Hallensegmentierung – ihren Schwerpunkt auf das Thema Oberfläche. Hier befindet sich auch der neue Pavillon für Stückbeschichtung, der mit Unterstützung der GSB International – Qualitätsgemeinschaft für die Stückbeschichtung von Bauteilen entsteht. In der benachbarten „Galeria“ befindet sich auch wieder der Oberflächenpavillon, der vom Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium e.V. (VOA) unterstützt wird. Mit neun Ausstellern ist der Oberflächenpavillon seit langem komplett ausgebucht.

Mit dem Magnesiumpavillon widmet die ALUMINIUM 2010 erstmals einem weiteren Leichtbau-Werkstoff einen eigenen Themenpavillon. Unterstützt wird der Magnesiumpavillon von der Europäischen Forschungsgemeinschaft Magnesium e.V. (EFM). Magnesium spielt vor allem für das Härten von Aluminiumlegierungen eine wesentliche Rolle. Eine Product Demonstration Area in Halle 1A präsentiert zusätzlich historische und aktuelle Anwendungsbeispiele von Magnesium.

ALUMINIUM 2010 Conference: „Aluminium – Material der Zukunft“
Unter dem Motto „Aluminium – Material der Zukunft“ wird erstmalig der GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie als ideeller Träger der Messe den begleitenden Kongress organisieren. Geplant sind an den drei Messetagen fünf verschiedene Sessions zu den anwendungsbezogenen Themen Processes, Transport, Automotive, Surface und Aluminium Markets. Die Kongresssprache ist englisch. Das vollständige Programm ist online abrufbar: http://www.aluminium-conference.de/program.html
Vortragsforum mit Thementagen zu Schweißen und Fügen, Recycling und Metallbau
In seinem offenen Vortragsforum in Halle 6 präsentiert die Messe an allen drei Messetagen spezielle Thementage zu den Themen „Aluminiumschweißen und -fügen“, „Recycling“ und das „Metallbauforum“. An den drei Thementagen werden die Kooperationspartner DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren, der VAR Verband der Aluminium-Recyclingindustrie und die Zeitschrift Metallbau Ausstellervorträge zu innovativen Lösungen vorstellen.
EUROPEAN ALUMINIUM AWARD 2010 sucht die besten Neuentwicklungen
Zum siebten Mal werden in diesem Jahr die innovativen und kreativen Lösungen der Branche mit dem EUROPEAN ALUMINIUM AWARD ausgezeichnet. Insgesamt werden sechs Auszeichnungen in den zwei Kategorien „Industrial Products“ und „Consumer Products“ ausgelobt. Zum ersten Mal werden mit dem „Young Designers“ Preis Studenten und Designer unter 30 Jahren für ihre kreativen Ideen ausgezeichnet. Ein Jury-Sonderpreis prämiert die beste Einreichung unter den Aspekten „Umwelt, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz“.

Prominente Unterstützer hat der Wettbewerb mit Alcoa, Aleris, Hydro und Rio Tinto Alcan bekommen: Die vier Branchengrößen fördern als Hauptsponsoren den international renommierten Preis, der auf Initiative des Niederländischen Aluminiumcenters in Zusammenarbeit mit der EAA, dem GDA und dem Veranstalter der Messe, der Reed Exhibitions Deutschland GmbH, vergeben wird. Alle nominierten Produkte und Projekte werden auf der Messe ausgestellt, die Preisübergabe findet am 14. September im Rahmen der Gala „ALUMINIUM Night“ statt.

ALUMINIUM und COMPOSITES EUROPE – das perfekte Messe-Duo
Bereits vor vier Jahren feierte in Essen – parallel zur ALUMINIUM – die COMPOSITES EUROPE, die internationale Fachmesse für Verbundwerkstoffe, ihre Premiere. In diesem Jahr werden sich beide Messen noch besser ergänzen: Zusammen bilden die ALUMINIUM und die COMPOSITES EUROPE mit weit mehr als 1.100 Ausstellern die größte Plattform für Leichtbauwerkstoffe in Europa.
Auf der COMPOSITES EUROPE zeigen rund 300 Aussteller aus 25 Nationen die gesamte Wertschöpfungskette der Verbundwerkstoff-Industrie – von den Rohstoffen über Halbzeuge, Fertig- und Zwischenprodukte bis hin zu Technologien und Dienstleistungen. Mit zahlreichen Sonderforen wie Workshops, Live-Demonstrationen und der begleitenden internationalen AVK-Tagung hat es die COMPOSITES EUROPE bereits nach vier Veranstaltungen geschafft, sich zur größten B2B-Plattform für Verbundwerkstoffe in Deutschland zu entwickeln.

Die zeitliche Anbindung der COMPOSITES EUROPE in die ALUMINIUM bringt eine Reihe von Synergieeffekten, von denen speziell Besucher aus den Bereichen Automotive, Aerospace, Konstruktion, Design und Entwicklung profitieren. Veranstaltet wird die Fachmesse in Kooperation mit dem Europäischen Composites Industrieverband EuCIA, der AVK – Industrievereinigung verstärkte Kunststoffe und der internationalen Fachzeitschrift Reinforced Plastics.

Ansprechpartner für Medien

Christian Reiß Reed Exhibitions

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