USA: Adidas setzt auf teuren High-Tech-Schuh

Computer-Chip in der Ferse soll Performance verbessern

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas setzt bei seinem neuesten Laufschuh auf High-Tech. Die Innovation im „Adidas 1“ ist ein Chip in der Ferse des Schuhs, der die Sohle auf die jeweiligen Gegebenheiten des Bodens einstellen soll. Diese Technologie kann nach Angaben der Verantwortlichen bei Adidas später auch bei Basketball- und Fußball-Modellen eingesetzt werden.

Im Idealfall soll sich der neue Laufschuh auch als „Must Have“-Sneaker unter den urbanen Jugendlichen einbürgern. Die Kehrseite der Medaille ist der Preis des Wunder-Schuhs. In den USA wird das ab diesem Monat erhältliche Schuhwerk an die 250 Dollar kosten. Das liegt um 50 Prozent über dem teuersten Modell am US-Markt. Adidas darf sich in den Vereinigten Staaten jedoch keinen Misserfolg erlauben, so Business Week online.

Analysten sind der Meinung, dass die Produktion des Adidas 1 komplizierter ist als bei herkömmlichen Schuhen und auch die Herstellungskosten liegen fünf Mal über denen eines regulären Modells. Deshalb wird Adidas dieses Jahr auch nur 10.000 produzieren und das Produkt mit einem exklusiven Charakter versehen.

Adidas folgt mit dieser Vorgangsweise laut Business Week den Autoherstellern von BMW und Mercedes, die in ihren Modellen teure Technologien einführen und damit Glaubwürdigkeit stärken wollen. Wenn eine gewisse Akzeptanz eingetreten ist, wird die Technologie auch in andere, billigere Modelle weitergereicht.

Außerhalb der USA ist Adidas der direkte Konkurrent von Nike und hält einen dominanten Anteil von 35 Prozent bei Fußballschuhen. In den 1990er Jahren rutschte der deutsche Sportartikelhersteller in den USA jedoch zur Nummer drei ab im 8,3 Mrd.- Dollar-Markt der Laufschuhe. 2003 hatte Adidas einen US-Anteil von 9,1 Prozent, Reebok zwölf Prozent und Nike gar 36,4 Prozent.

Bei Adidas gab es in den vergangenen Jahren einige Veränderungen im Design-Bereich, die die Schuhe auch für den US-Einzelhandel interessanter machen sollten. US-Modelle werden mittlerweile in Portland entwickelt, nachdem davor die Vorgaben immer aus München kamen. Künftig wird auch die Designerin Stella McCartney neue Bekleidungslinien für die Deutschen entwerfen.

Im vergangenen Jahr konnte Adidas die Umsätze um zwei Prozent steigern im Vergleich zu den beiden Jahren davor, wo diese nicht wirklich anstiegen. Für dieses Jahr sind zwischen fünf und zehn Prozent geplant. Adidas 1 soll ab dem nächsten Jahr dann garantiert für zweistellige Zuwachsraten sorgen.

Media Contact

Franz Ramerstorfer pressetext.deutschland

Weitere Informationen:

http://www.adidas.com

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