Umweltministerin Tanja Gönner gibt Startschuss für landesweit ersten Umwelttechnikpreis im Jahr 2009

Das Umweltministerium vergibt 2009 zum ersten Mal den Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg. Der Preis soll alle zwei Jahre für hervorragende und innovative Produkte in der Umwelttechnik verliehen werden.

Das Preisgeld beträgt 100.000 Euro, welches auf vier Kategorien und einen Sonderpreis der Jury verteilt ist. Die Kategorien gliedern sich in „Energieeffizienz“, „Materialeffizienz“, „Techniken zur Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“ und „Mess-, Steuer- und Regeltechnik“.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit Sitz oder einer Niederlassung in Baden-Württemberg. Ausgezeichnet werden Produkte, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten und kurz vor der Markteinführung stehen oder nicht länger als zwei Jahre am Markt sind. „In Baden-Württemberg gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die mit ihren innovativen Produkten einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten“, erklärte Umweltministerin Tanja Gönner.

Der Umwelttechnikpreis solle die besondere Qualität der Produkte zeigen sowie deren Bekanntheitsgrad erhöhen. „Wir möchten mit dem Preis außerdem das Augenmerk der Unternehmer auf die Umwelttechnik lenken – ein Bereich, der vor allem in Baden-Württemberg schon eine lange Tradition und gleichzeitig sehr gute Wachstumschancen hat“, erläuterte die Umweltministerin. Aktuelle Studien belegen, dass die Umwelttechnik bis 2020 als Leitbranche die gegenwärtig führenden Branchen Automobilbau und Maschinenbau ablösen.

Das Weltmarktvolumen für Umwelttechnik soll sich bis dahin auf 2.000 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Die Ausschreibungsunterlagen stehen ab dem 1. Dezember 2008 unter der Webadresse: http://www.umwelttechnik.baden-wuerttemberg.de bereit. Die Einreichungsfrist endet am 17. Februar 2009.

Die in der Ausschreibung genannten Kategorien richten sich konkret an folgenden Aspekten aus:

Energieeffizienz: Produkte, die dazu führen, dass maßgeblich

• weniger Energie verbraucht oder
• Energie effizienter erzeugt oder
• erneuerbare Energien umfangreicher eingesetzt oder effektiver genutzt werden.
Materialeffizienz: Produkte, die dazu führen, dass maßgeblich
• weniger Materialien eingesetzt und verbraucht oder
• der Einsatz von Rohstoffen mit geringen Vorkommen und kurzen Reichweiten (= zeitliche Verfügbarkeit) vermieden oder

• nachwachsende Rohstoffe, deren Nutzung nicht in Konkurrenz zur Verwendung als Nahrungsmittel steht, eingesetzt werden.

Techniken zur Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung: Produkte, die dazu führen, dass maßgeblich

• die Nutzung, die Bildung und Verbreitung von besonders umweltbelastenden Stoffen vermieden oder

• eine effizientere Abtrennung von umweltschädigenden Stoffen ermöglicht wird und damit auch die Voraussetzung für eine Rückgewinnung und Wiederverwendung geboten wird.

Mess-, Steuer- und Regeltechnik: Produkte, die maßgeblich
• durch Miniaturisierung oder
• durch Multifunktionalität oder
• durch intelligente Verknüpfung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik
zu neuen Einsatzmöglichkeiten, einer Verbesserung der Energie- und Materialeffizienz oder zur Umweltentlastung führen.

Der Sonderpreis der Jury wird an ein Produkt innerhalb der vier Kategorien verliehen und orien-tiert sich an aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen und technischen Erfordernissen. Im Unterschied zum Umweltpreis, den das Ministerium seit 1993 vergibt, liegt die Zielrichtung des Umwelttechnikpreises auf einem Produkt und dessen besonderen umwelttechnischen Leistungs-fähigkeit und nicht auf unternehmensinternen Prozessen. Ministerin Tanja Gönner wird den Preis am 24. Juni 2009 im Neuen Schloss verleihen.

Pressekontakt: Umweltministerium Baden-Württemberg Kernerplatz 9, 70182 Stuttgart, Telefon (0711) 1 26 – 27 81, Fax (0711) 1 26 – 28 80 mailto:presse@um.bwl.de

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Nicole Steiger Sympra GmbH (GPRA)

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