Leipziger Ideenwettbewerb für Existenzgründer: Fraunhofer-Institut IZI gleich zwei Mal ausgezeichnet

Bevor es zur ersehnten Preisverleihung in der Kuppelhalle der Leipziger Volkszeitung (LVZ) am 27.01.10 kommen konnte, traten zunächst zehn Einreicher der interessantesten und förderungswürdigsten Projekte in einem öffentlichen Pitch gegeneinander an. Jeweils 90 Sekunden hatten sie Zeit, um die Jury und das circa 300 Mann starke Publikum, das dann über den Publikumspreis entschied, von ihrer Idee zu überzeugen. Aus dem Fraunhofer IZI kam zum einen das in Kooperation mit der Universität Leipzig entwickelte Projekt „MGO“ von Prof. Birkenmeier.

Hier soll zukünftig im Bereich Wundheilung und Pilzbehandlung den allgemeinen Marktführern Novartis und Pfizer der Garaus gemacht werden – mit dem patentierten Wirkstoff Ethylpyruvat. Herr Dr. Gerdes stellte als zweites Projekt „KoBra“ vor. Ziel hier ist die Regeneration von Knochendefekten und die Behandlung komplizierter Knochenbrüche mit Hilfe von Kol lagenmembranen, die aus Rinderherzen gewonnen werden. Das dritte IZIProjekt mit dem Namen „Powerplant“ von Herrn Dr. Schubert will zukünftig per Wirkstoffscreening die Hei lkraft einer Pflanze bestimmen, extrahieren und sowohl vorbeugend als auch therapeutisch bei diversen Erkrankungen bis hin zur Tumorprophylaxe zur Anwendung bringen können. Bei diesem Projekt sahen die Preisverleiher von SMILE sowie deren Veranstaltungspartner IHK zu Leipzig wohl ein besonders starkes Potenzial und vergab den silbernen Pokal an dieses zukunftsträchtige Projekt. Der Publ ikumspreis ging an das Projekt „KoBra“.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 59 Institute an über 40 Standorten in ganz Deutschland. Rund 17 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 1,5 Mrd Euro. Davon erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft rund zwei Drittel aus Aufträgen der Industrie und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Die internationale Zusammenarbeit wird durch Niederlassungen in Europa, den USA und Asien gefördert.

Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI ist Mitglied des Fraunhofer-Verbund Life Science. Ziel des Instituts ist es, spezielle Problemlösungen an den Schnittstellen von Medizin, Biowissenschaften und Ingenieurswissenschaften für Partner aus der medizinorientierten Industrie und Wirtschaft zu finden. Kernkompetenzen liegen dabei in der regenerativen Medizin, d.h. bei zelltherapeutischen Ansätzen zur Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe und Organe bis hin zum biologischen Ersatz durch in vitro gezüchtete Gewebe (Tissue Engineering). Damit die Gewebe ohne Probleme anwachsen können, müssen zelluläre und immunologische Abwehr- und Kontrollmechanismen erfasst und in die Verfahrens- und Produktentwicklung integriert werden. Um diese Kernkompetenzen herum ergibt sich eine Vielzahl von Aufgaben für neue Produkte und Verfahren. Das Institut ist besonders kliniknah orientiert und übernimmt Qualitätsprüfungen, GMP-Herstellung von klinischen Prüfmustern und klinische Studien im Auftrag. Darüber hinaus unterstützt es die Erlangung von Herstellungsgenehmigungen und Zulassungen.

Media Contact

Eva Martinek Fraunhofer Gesellschaft

Weitere Informationen:

http://www.izi.fraunhofer.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Richtungsweisendes Molekül auf dem Weg in den Quantencomputer

Forschende der Universität Jena und Universität Florenz entwickeln Kobaltverbindung mit besonderen Quanten-Eigenschaften. In Quantencomputern werden keine elektrischen Schaltkreise ein- oder ausgeschaltet, sondern stattdessen quantenmechanische Zustände verändert. Dafür braucht es geeignete…

Neue kabellose Steuerungstechnologie …

… ermöglicht Einsatz intelligenter mobiler Assistenzroboter sogar in der Fließfertigung Robotikexperten des Fraunhofer IFF haben gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung neue Technologien entwickelt, mit denen intelligente mobile Assistenzroboter…

Die Mikroplastik-Belastung der Ostsee

Neue Ansätze für Monitoring und Reduktionsmaßnahmen Um die Belastung der Meere durch Mikroplastik zu erfassen, muss man dessen Menge und sein Verhalten kennen. Bislang ist dies nur unzureichend gegeben. Ein…

Partner & Förderer