EU-Projekt E-FACTS nimmt Fahrt auf: Nachhaltiger Einsatz von Elektrofahrzeugen im Handwerkerverkehr

Im Rahmen des Projekts wird der Betrieb von Elektrofahrzeugen in den Innenstädten von Frankfurt am Main, Stockholm und Rotterdam untersucht und vorangetrieben. Die Forscher(innen) der FH Frankfurt beschäftigen sich mit dem Einsatz von Elektrofahrzeugen im gewerblichen Verkehr, insbesondere im Handwerkerverkehr. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert das deutsche Teilprojekt für die Dauer von zwei Jahren mit rund 127.000 Euro.

„In Frankfurt geht es um die Untersuchung von typischen Mobilitätsmustern in Handwerksbetrieben. Darüber hinaus stehen auch Fragen zum Ladeverhalten bzw. zu Ladeoptionen bei Nutzern und Betreibern im Fokus“, so Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer, Leiterin der Fachgruppe Neue Mobilität am Fachbereich 1: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik. In die Untersuchungen fließen Analysen der Nutzerakzeptanz, des Mobilitätsverhaltens und Aspekte der Stadt- und Verkehrsplanung ein. Durch Erfahrungsaustausch der beteiligten Städte und Projektpartner sollen Leitlinien für eine nachhaltige Umsetzung der Elektromobilität und ein Kriterienkatalog erstellt werden, mit dem sich weitere potenzielle Nutzergruppen von Elektrofahrzeugen identifizieren lassen.

„Mit Hilfe der neuen Erkenntnisse zur Elektromobilität und einer hohen Sichtbarkeit des Projekts in der Stadt Frankfurt am Main und darüber hinaus wollen wir mehr Menschen und Unternehmen für das Thema Elektromobilität begeistern und so für eine langfristige Markt¬etablierung von Elektrofahrzeugen sorgen“, benennt Ansgar Roese, Leiter des Kompetenzzentrums für Logistik und Mobilität der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, Kooperationspartner des deutschen Vorhabens, ein weiteres Ziel des Projekts.

Die von der Projektgruppe erhobenen Daten sollen die Grundlage eines Masterplans für den innerstädtischen kommerziellen Betrieb von Elektrofahrzeugen in Frankfurt bilden. Unter Berücksichtigung vorhandener Nutzungsmuster soll analysiert werden, wie die Fahrzeuge möglichst nachhaltig in den bestehenden Verkehr integriert werden können. Dabei werden auch Möglichkeiten der Stadtverwaltung berücksichtigt, Begünstigungen und Anreize für gewerbliche Elektrofahr¬zeuge in Innenstädten wie Stellflächen, Ladezonen oder gesonderte Fahrspuren einzuführen. Da die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Städte übertragbar sein sollen, müssen die Voraussetzungen in möglichen Referenzstädten genau analysiert werden, darunter raumstrukturelle, infrastrukturelle, planungsrechtliche, organisatorische und soziodemographische Rahmenbedingungen.

Das Teilvorhaben in Stockholm testet verschiedenartige Modelle einer städtischen Ladeinfrastruktur. Dabei geht es sowohl um private als auch öffentliche Ladesäulen sowie deren städtebauliche Integration. Rotterdam legt den Fokus auf die Einführung von Elektrobussen.

Kooperationspartner des deutschen Vorhabens ist die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert das europäische Projekt.

An der FH Frankfurt ist das Projekt in die weiteren Aktivitäten der Fachgruppe zum Thema Elektromobilität eingebunden, darunter die vom Bundesverkehrsministerium geförderte sozialwissenschaftliche und ökologische Begleitforschung der Modellregion Elektromobilität RheinMain. Die Forscher(innen) bringen ihre Fachkenntnis auch in das Verbundprojekt Well2Wheel ein, das vom Bundesumwelt¬ministerium gefördert wird.

Infos zur Fachgruppe Neue Mobilität: http://www.fh-frankfurt.de/verkehr

Kontakt: FH FFM, Fachgruppe Neue Mobilität, Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer, Telefon: 069/1533-2797, E-Mail: petra.schaefer@fb1.fh-frankfurt.de; M.Sc. Dominic Hofmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Telefon: 069/1533-2351, E-Mail: Dominic.Hofmann@fb1.fh-frankfurt.de

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Nicola Veith idw

Weitere Informationen:

http://www.fh-frankfurt.de/verkehr

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