Für erfolgreiche Forschung an Kalb und Kuh – Dummerstorfer Wissenschaftler erhält Förderpreis

Privatdozent Dr. Harald Hammon leitet am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf bei Rostock im Forschungsbereich Ernährungsphysiologie „Oskar Kellner“ die Arbeitsgruppe Endokrine Stoffwechselregulation. Der 46-Jährige wird vor allem für seine Forschungsarbeiten am neugeborenen Kalb und der laktierenden Kuh gewürdigt. Hammon und sein Team untersuchen den Einfluss der ersten Milch der Kuh (Kolostrum) auf den Stoffwechsel und die Entwicklung neugeborener Kälber.

Seine Forschungsgruppe konnte für diese wichtige Lebensphase der Kälber unmittelbar nach der Geburt neue Erkenntnisse gewinnen, die die Bedeutung der Kolostrumversorgung für die Entwicklung des Kalbes verdeutlicht. Darüber hinaus beschäftigt sich Dr. Harald Hammon mit dem Stoffwechsel von Hochleistungskühen insbesondere während der kritischen Phase der Kalbung, in der die Kühe hohen Belastungen ausgesetzt sind. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse hat Hammon in zahlreichen Artikeln in internationalen Zeitschriften veröffentlicht.

Der Henneberg-Lehmann-Preis wird seit 1955 jährlich auf Beschluss des Kuratoriums der Henneberg-Lehmann-Stiftung von der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Tierernährung und Futtermittelkunde vergeben. Die Bezeichnung des Preises erfolgte in Anerkennung der Leistungen von Wilhelm Henneberg (1825 – 1890), Begründer der wissenschaftlichen Tierernährung, und seinem Schüler und Nachfolger Franz Lehmann (1860 – 1942). Der Förderpreis wurde 2012 an drei Wissenschaftler vergeben, darunter PD Dr. Harald Hammon. Im Rahmen der Feier erhielt der Gießener Ernährungsphysiologie und Tierernährer Prof. Dr. Klaus Eder den Hauptpreis der Henneberg-Lehmann-Stiftung für das Jahr 2011.

Privatdozent Dr. Harald Hammon hat in München an der Ludwig-Maximilians Universität von 1985 bis 1990 Tiermedizin studiert. 1993 hat er auf dem Gebiet der Milchabgabestörung an der Universität Bern in der Schweiz promoviert. Seit 1994 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Ernährungspathologie des Instituts für Tierzucht der Universität Bern, wo er sich 2003 mit einer Arbeit zum Stoffwechsel und zur Darmentwicklung beim neugeborenen Kalb habilitierte, bevor er 2004 ans FBN nach Dummerstorf wechselte.

Das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie wurde 1993 als eine Stiftung öffentlichen Rechts gegründet und ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Zur ihr gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften.

Weitere Informationen unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de.

Ansprechpartner am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)
PD Dr. Harald Hammon
Nutritional Physiology (“Oskar-Kellner”)
T +49 38208-68 670
E hammon@fbn-dummerstorf.de
http://nutrition.fbn-dummerstorf.de

Ansprechpartner am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
Dr. Norbert K. Borowy
Wissenschaftsorganisation
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
T +49 38208-68 605
E borowy@fbn-dummerstorf.de

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Norbert K. Borowy idw

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