Deutsch-chinesischer Studierendenwettbewerb – Ausstellung auf der EXPO 2010

Vor diesem Hintergrund führt die Fakultät Architektur der Technischen Universität Braunschweig gemeinsam mit dem College of Architecture and Urban Planning der chinesischen Partneruniversität Tongji und der School of Art & Design der Universität Lanzhou einen studentischen Wettbewerbsentwurf durch. Die Entwürfe werden im Rahmen der EXPO 2010 in Shanghai präsentiert, deren Leitthema „Better city – better life“ eine Brücke zu dem studentischen Wettbewerb schlägt.

Architekturstudierende beider Länder entwickeln nachhaltige Stadtquartiere und beispielhafte Gebäudekonzepte. Ziel des Wettbewerbs ist es, zukunftsfähige Lebensräume zu zeigen und den Wunsch der Menschheit nach einem besseren Leben in zukünftigen urbanen Umgebungen umzusetzen, die zudem die Umwelt schonen. Die Entwürfe sollen aber nicht nur den ökologischen und ökonomischen Anforderungen gerecht werden, sondern gleichwertig die soziokulturellen Ansprüche eines lebendigen städtischen Quartiers zukunftsweisend erfüllen.

Zur Vorbereitung des Wettbewerbs fand in einer ersten Studienreise im März 2010 ein gemeinsamer Workshop an der Tongji University in Shanghai mit Architekturstudierenden der TU Braunschweig, der Universität Lanzhou und der Universität Tongji Shanghai statt. Neben der Vermittlung der Grundlagen stand ein interkultureller Wissensaustausch in Form von Vorlesungen, Seminaren und Referaten auf dem Programm. Von den Studierenden wurden eine intensive Auseinandersetzung mit der vorhandenen Baustruktur und eine umfassende Analyse des Entwurfsareals sowie die Entwicklung erster Konzeptideen gefordert. Diese Ideen wurden in interkulturellen Gruppen für ein Quartier in Shanghai erarbeitet. Parallel wurden ausgewählte Architekturen und Stadtstrukturen in Shanghai besucht und durch chinesische und deutsche Studierende vorgestellt.

Im Sommersemester wurden die Erkenntnisse aus der interkulturellen Zusammenarbeit an den jeweiligen Heimatuniversitäten in Konzepte für nachhaltige Städtebauentwürfe umgesetzt. Begleitend zu dieser Konzeptausarbeitung findet ein steter Austausch und Dialog der chinesischen und deutschen Studierenden statt, der die unterschiedlichen Planungskulturen, Sicht- und Herangehensweisen verbindet.

Die Ausstellung der besten studentischen Arbeiten findet ihren Rahmen auf der Expo 2010 in Shanghai während der „Woche der Nachhaltigkeit“ im Oktober. Unterstützt wird diese Ausstellung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter der Schirmherrschaft von Minister Ramsauer, der voraussichtlich die von einer internationalen Fachjury ausgewählten besten Arbeiten prämieren wird. Neben der Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird der studentische Auftritt auf der EXPO 2010 durch die Sto-Stiftung und Studienbeitragsmittel ermöglicht.

Das Institut für Gebäude- und Solartechnik und das Institut für Städtebau- und Landschaftsplanung der TU Braunschweig befassen sich bereits seit mehreren Semestern mit nachhaltiger Stadtentwicklung und Gebäudekonzepten. Einer der Hauptschwerpunkte ist das Planen und Bauen in anderen Klimabereichen.

Kooperationspartner
Technische Universität Braunschweig Braunschweig
• Institut für Gebäude- und Solartechnik
Prof. Dr.-Ing. M.Norbert Fisch
• Institut für Städtebau- und Landschaftsplanung
Fachgebiet für Städtebau und Entwurfsmethodik
Prof. Uwe Brederlau
Tongji University, Shanghai
College of Architecture and Urban Planning (CAUP)
University of Technology Lanzhou
School of Art & Design
Kontakt:
Dipl.-Ing. Architektin Silke Lubahn
Institut für Städtebau- und Landschaftsplanung der TU Braunschweig
Tel. +49 531-/391-3517
E-Mail: silke.lubahn@tu-braunschweig.de

Media Contact

Dr. Elisabeth Hoffmann idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Kohlenstoffatom-Transfer

Chemiker der TU Dortmund veröffentlichen aktuelle Erkenntnisse in Science. Prof. Max Martin Hansmann von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie der TU Dortmund und sein Team haben ein neues…

Mittels KI: Genauere Prognosen für bestmögliche Therapien

In Zukunft werden personalisierte medizinische Diagnosen auf großen Datenmengen basieren. Ärzte werden viele „Biomarker“ messen, um Erkrankungen zu bestätigen oder auszuschließen. Dabei werden viele Daten gesammelt, welche aber auch Fehlinformationen…

Wertstoffe aus Abfall

EU-Projekt Circular Flooring wandelt gebrauchte PVC-Böden in weichmacherfreie Rezyklate um. Nach fünf Jahren intensiver Forschungsarbeit liefert das Circular-Flooring-Konsortium den Beweis, dass die Produktion von weichmacherfreien PVC-Rezyklaten aus alten Weichfußbodenbelägen möglich…

Partner & Förderer