Blutspendeausweis mit Wildauer Know-How gewinnt European AutoID-Award

Professor Dr. Frank Gillert von der Technischen Hochschule Wildau unterstützte die DRK-Blutspendedienste maßgeblich bei der Entwicklung des Ausweises. Die Auszeichnung wird im Rahmen der Euro ID-Messe vergeben, die von 24. bis 26. April in Berlin stattfindet und die bundesweit wichtigste RFID-Fachmesse darstellt.

„Dieser Preis bringt uns einen Schritt auf unserem strategischen Weg weiter, als RFID-Kompetenzzentrum wahrgenommen zu werden“, freut sich TH-Präsident Professor Dr. László Ungvári. Unter fachlicher Betreuung von Professor Dr. Frank Gillert hatte die Hochschule das DRK maßgeblich bei der Einführung des neuen Blutspendeausweises beraten.

„Der Spender muss der Technik in erster Linie vertrauen, sonst spendet er nicht mehr und das wäre fatal“, erläutert Gillert. Aus diesem Grund untersuchte er mit seiner Studiengruppe im Vorfeld die Akzeptanz einer einheitlichen Karte bei den regelmäßigen und potenziellen Blutspendern.

Laut der Jury, bestehend aus RFID-Experten aus Wirtschaft und Forschung, war diese präzise Vorarbeit auch ein wesentliches Kriterium für die Vergabe des Awards an das DRK. Die Association for Automatic Identification (AIM) und die Agentur Informa Business Communication vergaben zum siebten Mal den European AutoID-Award in insgesamt drei Kategorien. Präsentiert wurde der Award von dem Fachmagazin „RFID im Blick“. Ausgezeichnet wurden innovative Technologien zur Identifizierung, Datenerfassung, Datenerhebung sowie Datenübertragung. Darunter fallen auch sogenannte Radio-Frequency Identification (RFID) Technologien.

Seit Januar dieses Jahres können Blutspender in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Berlin, Brandenburg und Sachsen mit einem einheitlichen Nachweisdokument Blut spenden. Die neue Plastikkarte enthält einen radiofrequenten Speicherchip (RFID), dessen Daten ausschließlich von den Lesegeräten der DRK-Blutspendedienste gelesen werden können. Neben den personenbezogenen Daten wie Name, Anschrift und Blutgruppe speichert der Chip auch die Zahl der geleisteten Spenden und das Datum der jeweils letzten Blutspende. Der neue Ausweis erleichtert den bislang dezentral organisierten Ablauf der Blutspende erheblich.

Media Contact

Bianca Böhringer idw

Weitere Informationen:

http://www.th-wildau.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Das Auto als rollender Supercomputer

Moderne Autos sind mit Elektronik vollgepackt. Das Management der vielen Rechner und Assistenzsysteme ist komplex, zudem erhöhen die Kabelbäume das Gewicht der Fahrzeuge. Fraunhofer-Forschende arbeiten im Verbundprojekt CeCaS an einer…

Digitaler Zwilling für flexible Postsendungen

Biegeschlaffe Postsendungen mit flexibler Verpackung – sogenannte „Polybags“ – stellen Logistiker bei der automatischen Sortierung vor Probleme. Dank moderner Simulationsmethoden gibt es dafür nun eine breit anwendbare Lösung. Wer online…

Klebstoffe aus Federn

Klebstoffe beruhen fast immer auf fossilen Rohstoffen wie Erdöl. Fraunhofer-Forschende haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem der biobasierte Rohstoff Keratin erschlossen wird. Die leistungsfähige Protein-Verbindung ist beispielsweise in Hühnerfedern…

Partner & Förderer