Thomas Carell erhält Otto-Bayer-Preis 2008

Thomas Carell erhält den Preis für seine Forschung über die Entstehung von Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, vor allem durch UV-Licht. Seine Arbeiten erweitern das Wissen über DNA-Reparatur-Prozesse, mutagene Wirkungen, spontane Krebsentstehung und Alterungsprozesse.

„Die Erkenntnisse, die Professor Carell in den vergangen Jahren über Schäden am Erbgut und ihre Reparatur gefunden hat, haben das Potenzial, als Grundlage für neue Therapieansätze – beispielsweise in der Krebsforschung – zu dienen“, erläutert Dr. Wolfgang Plischke, Vorstandsmitglied der Bayer AG und Vorstand der Stiftung, die Entscheidung.

Professor Ernst-Ludwig Winnacker, Generalsekretär des Europäischen Forschungsrates und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, erklärt: „Die DNA-Schädenerkennung und -reparatur ist einer der wirklich zentralen Prozesse der Biologie und ein dementsprechend bedeutender Ansatzpunkt für die Forschung in Biologie und Chemie. Aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten auf diesem Gebiet sowie deren enormen Zukunftspotenzial verdient Professor Carell diese renommierte Auszeichnung in ganz besonderem Maße.“

Die von der Bayer AG im Jahr 2007 ins Leben gerufene Bayer Science & Education Foundation verfolgt als vorrangige Ziele die Ehrung herausragender Forschungsleistungen, die Förderung wissenschaftlicher Talente und die Unterstützung bedeutender, naturwissenschaftlicher Schulprojekte. Im Fokus der Fördertätigkeiten stehen die Naturwissenschaften und die Medizin.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Thomas Carell
Department für Chemie und Biochemie
Tel.: 089 / 2180-77755
E-Mail: Thomas.Carell@cup.uni-muenchen.de

Media Contact

Luise Dirscherl idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-muenchen.de/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Auf dem Weg zum künstlichen Ersatzgewebe

Spezielle Spinnenseidenproteine verbessern die Funktion von Biomaterialien. Ersatzgewebe spielen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle zur Rekonstruktion und Schließung von Gewebedefekten, zum Beispiel bei großflächigen Verbrennungen der Haut. Denn die…

Osteoporose frühzeitig mit Ultraschall erkennen

Kieler Forschungsteam erhält Bundesförderung zur Entwicklung eines neuartigen Ultraschallgeräts. Osteoporose, auch als „Knochenschwund“ bezeichnet, zählt zu den häufigsten und teuersten Volkskrankheiten weltweit und erhöht das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden….

Jungkorallen geben Einblick in die Erholung nach Korallenbleiche

Wie sich Riffe von Korallenbleichen erholen, kann die Anzahl an Jungkorallen verraten. Das zeigt eine neue Studie der Universität Bremen, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde. Die…

Partner & Förderer